Investoren kaufen alles auf: EUR/USD, Öl und Gold

Bernstein Bank: Die neue Handelswoche im Mai begann mit einer positiven Stimmung. Mehrere gute Nachrichten veranlassten die Anleger zum Kauf. Erstens: Die Therapie gegen das Coronavirus ist fast ausgereift. Die amerikanische Firma Moderna bestätigte, dass die Tests erfolgreich waren.

Zweitens wurden die Investoren durch die Tatsache ermutigt, dass die US-Regierung ein Maßnahmenpaket in Höhe von 3 Billionen Dollar zur Rettung der Wirtschaft beschlossen hat.

EUR/USD

Die dritte gute Nachricht war die Vereinbarung zwischen Merkel und Macron, einen Fonds von 500 Milliarden Euro zur Stimulierung der europäischen Wirtschaft einzurichten. Solche positiven Nachrichten hat es schon lange nicht mehr gegeben. Am Montag ging das Wachstum in alle Richtungen. Der DAX legte um 5,6% zu, der S&P500 um mehr als 3% und erreichte fast 3000.

Der Aufwärtstrend wird sich wahrscheinlich fortsetzen, aber man sollte bedenken, dass dies ein sehr fragiler Markt ist, der jetzt nur von guten Nachrichten abhängt.

 


 

Der Euro reagierte perfekt auf die Nachricht über die Vereinbarung zwischen Frankreich und Deutschland über die Einrichtung eines 500 Milliarden schweren Erholungs-Fonds. Darüber hinaus verzeichnete die europäische Währung aufgrund der Dollarschwäche ein ausgezeichnetes Wachstum von fast 150 Punkten.

Obwohl das Wachstum groß ist, bleibt der Kurs innerhalb des Kanals, der seit Ende März in Kraft ist. Die Grenze bei 1,0960 wird ein weiterer Meilenstein sein, der nach oben geht.

Sollte dies nicht gelingen, wird der Seitwärtstrend anhalten.


Öl

Der Ölpreis steigt stetig weiter. Diese Nachfrage entstand, nachdem Analyseunternehmen erklärt hatten, dass die Exporteure, insbesondere Saudi-Arabien, ihre Produktion seit Anfang Mai drastisch zurückgefahren hatten. Die Juni-Futures auf WTI-Öl laufen heute aus, und es wird nicht die Geschichte seines Vorgängers wiederholen, der auf minus 37 Dollar pro Barrel gesunken ist.

WTI-Öl durchbrach am Montag die Marke von 30 Dollar und wuchs stetig weiter.


Gold

Der Montag entpuppte sich als omnidirektional für Gold. Einerseits aktualisierte Gold sein Siebenjahreshoch von 1775,40 $ pro Unze, andererseits ging der Preis jedoch aufgrund der Risikobereitschaft der Anleger auf 1730 $ zurück. Hervorragende Nachrichten über die Arzneimitteltests für COVID-19 veranlassten die Anleger, sich aus dem Asset zurückzuziehen.

In naher Zukunft wird Gold wahrscheinlich einen Teil seiner Positionen verlieren, aber der Test auf ein Niveau von 1800 $ ist unvermeidlich.

Dennoch wird viel Geld in die Märkte gepumpt, und noch ist eine zweite Welle der Epidemie ungewiss.

 


 


Was erwartet uns heute?

  • 08.00 Veränderung der Zahl der Anträge auf Arbeitslosenunterstützung in Großbritannien
  • 11.00 ZEW-Index der ZEW-Konjunkturerwartungen in Deutschland
  • 14.30 Anzahl der in den Vereinigten Staaten erteilten Baugenehmigungen

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