LYNX Broker: Wochenausblick Broker KW 06

LYNX Broker: Die neue Börsenwoche bringt neben europäischen und US-amerikanischen  Einkaufsmanagerindizes die meist stark beachteten US-Arbeitsmarktdaten am  Freitag. Außerdem stehen Entscheidungen zum Leitzins verschiedener  Zentralbanken an und das Schuldendrama um Griechenland könnte erneut aufflammen. Als Aktie werfen wir in dieser Woche einen Blick auf Coca-Cola.

Unser Ausblick auf die Fundamentaldaten
Wie der Januar, so das ganze Jahr? Die neue Börsenwoche ist geladen mit wichtigen volkswirtschaftlichen  Ereignissen. Der minder erfolgreiche Börsenmonat Januar ist vorüber, und der  Februar bringt in seiner ersten Woche europäische und US-amerikanische  Einkaufsmanagerindizes des verarbeitenden Gewerbes sowie des  Dienstleistungssektors, RBA-, BoE- und EZB-Zinsentscheide und schließlich am Freitag die meist stark beachteten US-Arbeitsmarktdaten (NFP) für den Monat  Januar. Nachdem die US-Notenbank eine weitere Reduzierung des Ankaufvolumens für hypothekenbesicherte Anleihen und Staatsanleihen angekündigt hatte (die Fed reduzierte das Volumen auf 65 Mrd.US-Dollar monatlich), fielen die Wall  Street und besonders die Emerging Markets (EM) deutlicher ins Minus. Der  weitere Ausblick auf das Börsenjahr 2014 ist gemäß den Statistiken nicht  unbedingt vielversprechend. Endet der Januar im roten Bereich, so folgt auch  kein besonders gewinnbringendes Börsenjahr (die Statistiken belegen dies für  die letzten 63 Jahre). Hieraus leitet sich auch die Börsenweisheit "Wie der  Januar, so das ganze Jahr" ab. Um rund 2,5 Prozent ging es beim Leitindex  DAX seit Jahresanfang bergab.

Griechische Tragödie setzt sich offenbar fort
Ausgerechnet Griechenland hat in den kommenden Monaten die  EU-Ratspräsidentschaft inne. Dass jetzt wieder über Rettungsmaßnahmen  verhandelt wird, ist nur eine weitere Episode der unendlichen  Schuldengeschichte Griechenlands. Dem Nachrichtenmagazin Spiegel zufolge  sprach Deutschlands Finanzminister Schäuble von einem geplanten dritten  Hilfspaket für Hellas. Noch vor der Europawahl solle Athen weitere  Unterstützung bekommen. Von Summen in Höhe von 10 bis 20 Mrd. Euro ist die  Rede, die vom ESM kommen sollen. Hilfen von der Troika sind seit jeher an  Bedingungen, Reformen und eisernen Sparwillen seitens der Griechen  gekoppelt. Bei 153 Sparmaßnahmen ist man laut der griechischen Zeitung  "Kathimerini" derzeit im Verzug. Griechenland hat bis dato rund 240 Mrd. Euro an Rettungsgeld erhalten. Kritiker sehen die neuen Rettungspläne im Kontext mit den Europawahlen und den im Mai fälligen Rückzahlungen von  Schuldentiteln.

Großbanken geben Prognosen ab
Die US-Großbank Morgan Stanley gab einem Bericht von Reuters zufolge eine  Prognose für die US-Arbeitsmarktdaten am Freitag ab (NFP-Daten): Die  Experten erwarten eine nochmals auf 6,5 Prozent verbesserte  US-Arbeitslosenquote und 215.000 neu geschaffene Stellen. Auch zu den  Sitzungen der BoE und der EZB liegen Prognosen vor. BNP, Deutsche Bank und  RBS gehen von einer weiteren Senkung des EZB-Leitzinses um fünf bis zehn  Basispunkte aus. Dem Bericht von „RANsquawk“ zufolge hat das SMPC (shadow  monetary policy council) der Bank of England eine 6:3-Entscheidung  getroffen, die Leitzinsen für Großbritannien anzuheben – der Marktkonsens  geht jedoch weiter von einem britischen Leitzins in Höhe von 0,50 Prozent  aus.

Erster Börsenmonat 2014 bringt negative Vorzeichen
Der deutsche Leitindex ging am Freitag (letzter Handelstag im Januar) mit  einem Tagesminus von 0,71 Prozent und 9.306,48 Punkten aus dem Xetra-Handel.  Nachbörslich fiel der Index weiter ins Minus – der XDAX schloss um 22:00 Uhr  bei 9.290 Punkten. Auf Monatssicht steht beim DAX somit ein Minus von rund  2,5 Prozent zu Buche. An der Wall Street schloss der Dow Jones mit einem  Minus von 0,94 Prozent und 15.698,85 Punkten, der NASDAQ 100 beendete die  Woche mit 3.521,92 Punkten, und der breit gefasste S&P 500 ging mit 1.782,59  Punkten und einem Tagesminus von 0,65 Prozent ins Wochenende. Die Feinunze  Gold kostete zum Handelsschluss 1.244,25 US-Dollar, Rohöl der Nordseesorte  Brent verbilligte sich auf 106,42 US-Dollar je Fass, und der  Euro-Bund-Future setzte seine Rallye auf 144,05 Zähler fort. Die Anleger an  den Anleihemärkten haben das dritte Rettungspaket für Athen wohl kommen  sehen. Sie suchten weiter nach den sicheren Anlagehäfen und fanden diese in  Bundesanleihen, in US-Anleihen und anderen sicheren Papieren. Die Rendite  der zehnjährigen Bundesanleihe verbilligte sich dadurch auf 1,62 Prozent.

Volkswirtschaftliche Daten und Unternehmensnachrichten
In der neuen Börsenwoche sollten zumindest aus China weniger Handelsimpulse  kommen. Die komplette Handelswoche über bleiben die Börsen in Schanghai  bedingt durch das chinesische Neujahrsfest geschlossen. Am Montag setzt  zudem die Börse von Hongkong aus.

Die neue Handelswoche startet in der europäischen Session am Montag mit einer Reihe von Einkaufsmanagerindizes des verarbeitenden Gewerbes für den  Monat Januar. Der Datenstrang beginnt mit Spanien um 09:15 Uhr, die Schweiz  folgt um 09:30 Uhr, Italien um 09:45 Uhr, Frankreich um 09:50 Uhr,  Deutschland um 09:55 Uhr, der Index für die Eurozone um 10:00 Uhr und  Großbritannien um 10:30 Uhr. Um 14:30 Uhr erreichen die Händler die  kanadischen Erzeuger- und Rohstoffpreise für den Januar. Um 15:00 Uhr wird  der US-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im Januar von  Markit und um 16:00 Uhr der entsprechende Index von ISM ausgewiesen.  Zeitgleich werden die US-Bauausgaben im Januar veröffentlicht. Beinahe 50  Unternehmen berichten von ihren aktuellen Quartalsergebnissen – darunter  Yum!Brands und Ryanair Holdings.

Der Dienstag liefert um 00:50 Uhr japanische Daten zur monatlichen Geldbasis  (Januar). Um 01:00 Uhr werden die neuseeländischen Rohstoffpreise für den  Januar ausgewiesen. Im weiteren Verlauf der Nacht wird der Leitzinsentscheid  der RBA (Reserve Bank of Australia) veröffentlicht. Mit einer Zinsänderung  ist derzeit nicht zu rechnen – der Leitzins der australischen Zentralbank  sollte bei 2,50 Prozent verbleiben. Erste europäische Daten kommen um 09:00  Uhr mit den spanischen Arbeitslosenzahlen für den Januar und der spanischen  Arbeitslosenquote fürs vierte Quartal. Diese bleibt mit knapp 26 Prozent  weiter dramatisch hoch. Um 10:00 Uhr wird der VDMA-Auftragseingang des  deutschen Maschinenbaus im Januar publiziert. Um 10:30 Uhr folgt der  Einkaufsmanagerindex des britischen Baugewerbes für den Monat Januar. Die  Erzeugerpreise der Eurozone im Dezember und die italienischen  Verbraucherpreise für den Januar werden um 11:00 Uhr veröffentlicht. Mit den  Ladenkettenumsätzen laufen um 13:45 Uhr die ersten US-Daten über die Ticker.  Um 14:55 Uhr werden die US-Redbook-Einzelhandelsumsätze ausgewiesen, um  15:45 Uhr der ISM New York Index für den Januar. Um 16:00 Uhr achten die  Händler auf den US-Auftragseingang der Industrie im Dezember und das  Verbrauchervertrauen für den Februar seitens IBD/TIPP (The Investor’s  Business Daily/TechnoMetrica Institute of Policy and Politics). Um 22:45 Uhr  wird die neuseeländische Arbeitslosenquote fürs vierte Quartal publiziert,  die laut Prognosen bei 6,0 Prozent (nach zuvor 6,2 Prozent) liegen könnte.  Um 23:30 Uhr weist AIG den australischen Index zur Performance des  Dienstleistungssektors für den Januar aus. Erneut berichten knapp 50  Unternehmen aus Europa und den USA. Vor allem könnten dabei die Zahlen von  der CME Group (USA), UBS (CH), Enel (I) und BP (GB) von Interesse für die  Händler sein.

Der Mittwoch beginnt mit den Einzelhandelspreisen vom BRC (British Retail  Consortium) für den Januar um 01:01 Uhr. Um 02:30 Uhr folgen die japanischen  Nettoeinkommen für den Dezember auf Jahresbasis. Kurz nach der europäischen  Börseneröffnung werden eine Reihe von Einkaufsmanagerindizes des  Dienstleistungssektors für den Januar veröffentlicht. Die Daten kommen aus  Spanien (09:15 Uhr), Italien (09:45 Uhr), Frankreich (09:50 Uhr),  Deutschland (09:55 Uhr), der Eurozone (10:00 Uhr) und Großbritannien (10:30  Uhr). Um 11:00 Uhr folgen der Einzelhandelsumsatz für die Eurozone im  Dezember und die portugiesische Arbeitslosenquote fürs vierte Quartal (15,6  Prozent werden prognostiziert). Mit den MBA-Hypothekenanträgen (MBA:  Mortgage Bankers Association) der Woche laufen die ersten US-Daten über die  Ticker, die Beschäftigtenzahlen von ADP (Automatic Data Processing) werden  um 14:15 Uhr publiziert. Die kanadischen Baugenehmigungen für den Monat  Dezember folgen um 14:30 Uhr. Um 15:00 Uhr ist der  Markit-Einkaufsmangerindex für den US-Dienstleistungssektor im Januar  auszuwerten. Um 16:00 Uhr veröffentlicht dann das ISM (Institute for Supply  Management) sein Pendant. Rohstofftrader in Energiewerten (z.B. WTI/Brent  Crude) achten auf die Ausgabe der US-Rohöllagerbestandsdaten um 16:30 Uhr.  In Europa und den USA berichten rund 70 Unternehmen von ihren aktuellen  Zahlen. Von Interesse könnten vor allem die der Dow-Jones-Werte Coca-Cola,  Merck & Co und Walt Disney sein, aber auch der Börsenbetreiber NASDAQ OMX  Group legt Zahlen vor sowie Firmen aus Europa wie GlaxoSmithKline, Credit  Suisse (CH) und Vinci (F).

Der Donnerstag nimmt in der asiatisch-pazifischen Region mit den  australischen Einzelhandelsumsätzen im Dezember um 01:30 Uhr seinen Ausgang.  Zur gleichen Zeit werden auch der australische Handelsbilanzsaldo für den  Dezember und das australische Geschäftsklima fürs vierte Quartal von der NAB  (National Australia Bank) publiziert. Das japanische Verbrauchervertrauen  für den Januar wird um 06:00 Uhr veröffentlicht. Um 07:45 Uhr läutet das  SECO-Konsumentenklima für die Schweiz im ersten Quartal 2014 die europäische  Handelszeit ein. Um 08:00 Uhr folgt der Handelsbilanzsaldo aus der Schweiz  für den Januar. Für die Eurozone wird um 11:00 Uhr das ifo-Wirtschaftsklima  im ersten Quartal ausgegeben. Um 12:00 Uhr läuft der deutsche  Auftragseingang der Industrie im Dezember über die Ticker. Um 13:00 Uhr  teilt die Bank of England ihren Zinsentscheid mit; auf die Bekanntgabe folgt  eine Pressekonferenz. Das Volumen des Anleihekaufprogramms der BoE (APT –  Asset Purchase Target) wird aller Voraussicht nach bei 375 Mrd. GBP  verbleiben. Der Leitzins soll Prognosen zufolge mit 0,50 Prozent ebenfalls  nicht verändert werden. Um 13:30 Uhr werden die  Challenger-Stellenstreichungen für den Monat Januar publiziert, bevor um  13:45 Uhr mit der EZB eine weitere Zentralbank ihren Leitzinsentscheid  bekanntgibt. Berichten zufolge sollen sich bereits die Deutsche Bank, die  RBS und die BNP für eine mögliche Zinssenkung um fünf bis zehn Basispunkte  ausgesprochen haben. Bis dato gingen Prognosen von einem unveränderten  Leitzins bei 0,25 Prozent aus. Die EZB-Pressekonferenz mit EZB-Präsident  Mario Draghi folgt um 14:30 Uhr. Zur gleichen Zeit werden die Erstanträge  und fortgesetzten Anträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA publiziert,  ebenso wie der US- und der kanadische Handelsbilanzsaldo für den Dezember.  Zudem treffen die US-Lohnstückkosten und die US-Produktivität (ohne  Agrarsektor) fürs vierte Quartal ein. Um 16:00 Uhr folgt die Ausgabe des  kanadischen Ivey-Einkaufsmanagerindex für den Januar. Um 23:30 Uhr  veröffentlicht AIG den Performance-Index des australischen Bausektors im  Januar. Über 70 Unternehmen berichten von ihren Quartalszahlen – darunter  Blue-Chips wie General Motors (USA), Expedia (USA), Netgear (USA), Philip  Morris (USA), Sony (J), Suzuki (J), Daimler (D), Vodafone (GB), Sanofi (F)  und HeidelbergCement (D).

Der Freitag bringt um 01:30 Uhr das Statement der australischen Notenbank  RBA zur aktuellen Geldpolitik. Um 02:45 Uhr folgt der  HSBC-Einkaufsmangerindex des Dienstleistungssektors für China im Januar. Die  japanischen Frühindikatoren und der „Coincident Index“ (beide für Dezember  und beide vom japanischen Cabinet Office um 06:00 Uhr herausgegeben) bieten  weitere Auskünfte zur aktuellen Lage der japanischen Wirtschaft. Die ersten  europäischen Daten kommen um 08:00 Uhr mit dem deutschen Handelsbilanzsaldo  für Dezember. Um 08:45 Uhr folgt das französische Pendant, zudem werden  Daten zum französischen Staatshaushalt im Dezember herausgegeben. Um 09:00  Uhr werden die Devisenreserven der Schweiz im Januar und um 09:15 Uhr der  Einzelhandelsumsatz der Schweiz im Dezember publiziert. Um 10:30 Uhr folgen  britische Daten zur Industrieproduktion, zum Handelsbilanzsaldo und zur  Erzeugung im produzierenden Gewerbe (alle Dezember). Wie gewohnt werden um  12:00 Uhr die wöchentlichen LTRO-Rückzahlungen an die EZB veröffentlicht.  Gleichzeitig wird die Erzeugung im deutschen produzierenden Gewerbe für  Dezember ausgewiesen. Den Nachmittag leiten um 14:30 Uhr die kanadischen  Arbeitsmarktdaten ein. Die kanadische Arbeitslosenquote lag zuletzt bei 7,2  Prozent (gemäß Prognosen könnte sie auf 7,1 Prozent gesunken sein). Diese  Daten werden wahrscheinlich völlig untergehen, da die US-Arbeitsmarktdaten  für den Monat Januar zeitgleich veröffentlicht werden. Die  US-Arbeitslosenquote soll unverändert bei 6,7 Prozent liegen. Man rechnet  derzeit mit 180.000 bis 185.000 neuen Stellen. Um 16:00 Uhr wird die  NIESR-BIP-Schätzung für Großbritannien im Januar erwartet. Die Schätzungen  des NIESR (National Institute of Economic and Social Research) sind oft sehr  nah an der Wirklichkeit. In der letzten US-Handelsstunde kommen um 21:00 Uhr  noch die US-Verbraucherkredite für den Dezember und um 21:30 Uhr der  COT-Bericht (Commitments of Traders Report). Quartalsergebnisse stellen  Arcelor-Mittal (LUX), Moody’s (USA), GrenkeLeasing (D) und zehn weitere  Unternehmen bereit.

Coca-Cola: Weltmarke aus Atlanta
Jeder, der heute durch einen gut sortierten Supermarkt läuft, wird an  Produkten der Coca-Cola Company (Börsenkürzel: KO) vorbeikommen. Coca-Cola  selbst kennt bestimmt jeder. Neben Sprite und Fanta gehören noch viele  weitere bekannte Marken zum Konzern. Almdudler, Aquarius, Bonaqua, Canada  Dry, Carlsberg, Evian, Kinley, Lift, Mezzo Mix, Minute Maid, Nestea,  Powerade, Römerquelle, Schweppes, Shangri-La, Squirt, Spring, Tropical,  Urbacher und VitaminWater sind ebenfalls Marken des Unternehmens. Auch  Kaffeegetränke und Tee finden sich im Angebot. Insgesamt verfügt der Konzern  über ein sehr breit aufgestelltes Produktportfolio mit über 3.500 Produkten,  die man in über 200 Ländern erwerben kann. Allein 16 Marken des Konzerns  sind sogenannte „Millarden-Marken“ (Billion-Brands). Damit ist die Coca-Cola  Company eigenen Angaben zufolge der weltweit größte Getränkekonzern. Ob ein  riesiger roter Lastwagen, bedruckt mit dem Coca-Cola-Schriftzug, ob der  Weihnachtsmann im roten Mantel (Coca-Cola-Farbe) oder die Freiheitsstatue  aus New York (dem Symbol für Freiheit in der westlichen Welt überhaupt) –  Coca-Cola überließ in seiner Markenstrategie nichts dem Zufall. Das  Unternehmen hat seinen Sitz in Atlanta, Georgia (USA) und erfrischt seine  Konsumenten seit 127 Jahren. Die Coca-Cola Company ist in sechs  Geschäftsbereiche (Segmente) unterteilt: Eurasien, Afrika, Europa,  Lateinamerika, Nordamerika und Pazifik. Weltweit beschäftigt der Konzern  150.900 Mitarbeiter (Stand: Bilanz mit Stichtag 31.12.2012). Schaut man sich  die Zahlen für 2012 an, so erkennt man die wahre Größe des Konzerns. 48 Mrd.  US-Dollar Gesamtumsatz, ein Jahresüberschuss in Höhe von 9,0 Mrd. US-Dollar,  9,1 Mrd. US-Dollar wurden in Form von Dividenden und  Aktienrückkaufprogrammen an die Anleger weitergegeben. Eine besondere  Leistung: Seit 51 Jahren steigern die Konzernlenker alljährlich die  Dividende. Das muss erst einmal nachgemacht werden! Die Leistungen des  Konzerns sind in dieser Hinsicht überragend. Seit 1886 verkauft man das  Hauptgetränk Coca-Cola, die Marke Coca-Cola ist mit einem Wert von 77,8 Mrd.  US-Dollar die wertvollste Marke der Welt. 2012 ist das Unternehmen um 3  Prozent gewachsen – dies entspricht dem Coca-Cola-Marktvolumen von  Deutschland oder zweimal Russland. An der Wall Street wird die Coca-Cola  Company derzeit mit 226,25 Mrd. US-Dollar bewertet. Am Freitag ging die  Aktie mit einem Kurs von 37,82 US-Dollar aus dem Handel an der NYSE. Der  Kurs fiel gerade vor kurzem einhergehend mit der allgemeinen Korrektur an  den Börsen ein Stück weit zurück. Auf 52-Wochen-Basis ergibt sich ein Hoch  bei 43,43 US-Dollar und ein Tief von 36,54 US-Dollar. Blickt man auf die  Geschichte der Aktie, so findet man die Wertpapiere des Konzerns seit 1923  unter dem Symbol „KO“ an der NYSE. Folglich hat die Coca-Cola Company eine  lange und traditionsreiche Börsenhistorie. Heute befindet sich das  Wertpapier zu 57,0 Prozent im Streubesitz, 37,3 Prozent der Anteile werden  vom Unternehmen selbst gehalten, und mit 5,7 Prozent ist Berkshire Hathaway  der größte Einzelinvestor (die Holding bzw. Investmentgesellschaft befindet  sich unter der Leitung von Warren Buffett, der selbst ein Fan der braunen  Brause sein soll). Blickt man auf die geographische Gewinnverteilung der  letzten Jahre, so sind Umsatzrückgänge in Europa, in Afrika und im Mittleren  Osten festzustellen, die man aber in den USA auffangen konnte. Insgesamt  stehen die USA und Kanada 2012 für 45,1 Prozent des Gesamtumsatzes. Das  überrascht bei einem so breit aufgestellten Weltkonzern. Die Region  Asien/Pazifik ist für 11,6 Prozent, Europa für 9,3 Prozent, Mittel- und  Südamerika mit Mexiko für 9,5 Prozent und Afrika und der Mittlere Osten für  5,9 Prozent des Gesamtumsatzes verantwortlich. Auf die restlichen, nicht  aufgezählten Absatzmärkte entfallen 18,6 Prozent des Gesamtumsatzes.  Insgesamt hat sich dieser in den letzten Jahren merklich gesteigert. 2009  lag er noch bei 30,99 Mrd. US-Dollar, 2010 schon bei 35,12 Mrd. US-Dollar  und 2011 bereits bei 46,5 Mrd. US-Dollar. Die 48,02 Mrd. US-Dollar von 2012  stehen nun als Messlatte für die endgültigen Zahlen von 2013 im Raum. Am  Mittwoch legt der Konzern die Zahlen fürs vierte Quartal vor, und somit  vervollständigt sich das Bild für das Gesamtjahr 2013. In den  Bilanzprognosen wurde für 2013 noch ein Umsatz von 47,19 Mrd. US-Dollar  angenommen. Für 2014 stehen 48,51 Mrd. US-Dollar in der Planung, und 2015  sollen es 50,74 Mrd. US-Dollar sein. Bleibt abzuwarten, ob der Konzern diese  Zahlen halten kann. Für 2013 sollen gemäß der Bilanzprognose 1,12 US-Dollar  je Aktie an Dividende gezahlt werden, für 2014 stehen 1,19 US-Dollar und für  2015 stolze 1,2943 US-Dollar in der Planung. Parallel soll sich die  Nettoverschuldung bis 2015 um rund eine Milliarde US-Dollar reduzieren (auf  dann 25,01 Mrd. US-Dollar). Als Mitbewerber sind vor allem Cott, Dr Pepper  Snapple, Monster Beverage, National Beverage, PepsiCo, Nestlé, Kraft Foods,  Ambev, Danone, Jones Soda, Mondelez International, True Drinks Holdings,  Celsius Holdings, China Marine Food, Post Holdings, Primo Water, Unilever,  Core Mark Holding, GlaxoSmithKline und Sun Rype Products zu nennen. Der  Getränkegigant Coca-Cola ist auf viele Produkte und Dienstleistungen  angewiesen. Im Bereich der Zulieferer sind Ball, ICADE, Aegis, Ajinomoto KK,  Arshiva International, Avantium Holding, Balchem, Berry plastics, Blue Star,  British Polythene Industries, BSQUARE, BTS, Capita, Celanese, CFAO, Chime  Communications, China Yonda Automobiles Services, Compania de Locacao das  Americas, Compass Group, Crane, Crown Holdings, Dr Pepper Snapple Group, DXP  Enterprises, E2open, Embotelladora Andina, Empresas Iansa, EnPro Industries,  Euro Disney, Eurofins Scientific, Far Eastern New Century, Frigoglass,  General Electric, Gevo, Graphic Packaging, Havas, Indorama Ventures,  Industria Macchine Automatiche IMA, Integer, INTERROLL Holding, John Bean  Technologies, K & S Corporation, Krones, Air Liquide, Legget & Platt, Live  Nation Entertainment, Luxfer Holdings, MeadWestvaco, Millennial Media,  Monster Beverage, Nampak, Nielsen Holdings, Owens-Illinois, Publicis,  Purecircle, Renren, Rexam, SAB Miller, Schawk, Siemens, Silgan Holdings, SK  Chemicals, Smurfit Kappa, Sodexo, Speedway Motorsports, SPX Group, Standex  International, Tate & Lyle, Teradata, Tesco, The NutraSweet Company, TV  Azteca SAB de CV und Virent aufzulisten. Über Jahrzehnte vertieften sich die  Geschäftsbeziehungen zwischen Atlanta und den Spezialisten. Von Zulieferern  in der Lebensmittelchemie bis zu Herstellern von Abfüllanlagen und  Kühlsystemen. Von Rohstofflieferanten bis zu Spezialisten der Logistik – ein  Großkonzern wie Coca-Cola benötigt eine Menge an Zulieferern. Als Partner  fallen die Regierung von Brasilien, Celanese, Berkshire Hathaway, Burger  King Worldwide, General Electric, Green Mountain Coffee Roasters, Nestlé, LG  Household & Care, Nissan Motor und Wal Mart besonders ins Gewicht. Die Liste  der Kunden ist ellenlang. Ein deutscher Kunde von Coca-Cola ist während der  letzten Monate in der Presse durch nicht ganz einfache Vertragsverhandlungen  verstärkt aufgefallen – der deutsche Lebensmitteldiscounter Lidl. Vorerst  scheint man sich geeinigt zu haben. Wer der wahre Gewinner dieser  Auseinandersetzung ist, wird ein Wirtschaftsgeheimnis der beteiligten  Konzerne bleiben. Beide Beteiligte konnten sich angeblich zunächst nicht auf  ein gemeinsames Vermarktungskonzept einigen. Der wahre Grund könnte  folgender gewesen sein: Lidl bot die Kernmarke im deutschen Preiskampf  schlicht zu günstig an, und das war der Zentrale in Atlanta  höchstwahrscheinlich überhaupt nicht recht. Man fürchtete, Opfer dieses  Preiskampfes zu werden und die Kernmarke Coca-Cola als „Ramschopfer“ enden  zu sehen. Doch ganz will Coca-Cola wohl auf den Vertrieb durch Lidl nicht  verzichten: vor allem nicht, seitdem Lidl nun sogar Metro als größten  Handelskonzern Deutschlands überholt hat (wie im vorigen Wochenausblick  berichtet).

Unser charttechnischer Ausblick –  Märkte weiterhin hauptsächlich im  Seitwärts-Modus – Bund-Future im Trend

DAX-Future (Kontrakt 03-14)
Nach einem recht volatilen Auf und Ab schloss der DAX-Future am Freitagabend  um gut 50 Punkte tiefer als fünf Handelstage zuvor. Die spekulative  Long-Überlegung von 9.400 auf 9.500 Punkte konnte am Dienstag eingegangen  und am Mittwoch abgeschlossen werden. Nach dem recht starken Downmove am  Mittwoch bot sich dann an der 9.400-Punkte-Marke (Widerstand) noch die  Möglichkeit, auf der Short-Seite anzugreifen. Aus aktueller Sicht bleibt es  weiterhin angeraten, nur klare Situationen zu handeln. Die Bereiche 9.400  bis 9.250 und 9.400 bis 9.550 Punkte sind jeweils als Seitwärtsbereiche zu  betrachten. Der einzige Unterschied sind die Kurstendenzen, da Kurse unter  9.400 eher als short und Kurse darüber eher als long zu werten sind.  Defensive Trader sollten somit den DAX-Future auch in der kommenden Woche  vorerst meiden. Eine aggressive Überlegung könnte sein, bedingt durch das  immer wieder schnelle Zurückschnallen des Marktes nach neuen Tiefs, den  Markt an den Unterstützungen 9.300 oder 9.250 zu kaufen mit dem Ziel von  jeweils rund 100 Punkten Gewinn.

EUR.USD
Erst leicht und zum Ende der Woche dann doch recht stark ging es für den  EUR/USD abwärts. Fast genau zum Wochenschluss am Freitagabend konnte dann  sogar ein neues Jahrestief ausgebildet werden. Blickt man auf den gesamten  Januar, so bildet der EUR/USD noch immer keinen klaren Trend aus, sondern  befindet sich in einer sich auffächernden Seitwärtsbewegung, der schlimmsten  aller Seitwärtsbewegungen. Nur dem aggressiven und recht kurzfristig  orientierten Trader bietet sich im EUR/USD die eine oder andere Chance auf  einen Trade. Kurse unter der Marke von 1,3540 könnten für manchen  Short-Trade genutzt werden. Etwaige Kurse über 1,3650 böten möglicherweise  Gelegenheiten in Long-Richtung. Die Trades sollten in beiden Fällen mit einem Stop versehen werden.

Bund-Future (Kontrakt 03-14)
Der Verlauf des Bund-Futures spricht für sich selbst. In den letzten Tagen  wurde erneut ein Plus von rund 150 Ticks erreicht. Das Wochenhoch lag somit  leicht oberhalb der Marke von 144,00 Punkten. Das Jahresplus liegt derzeit  bei gut 600 Ticks, einem sagenhaften Gewinn von mehr als 4 Prozent innerhalb  nur eines Monats. Der Vorteil bleibt nun auch in den kommenden Tagen auf der  Long-Seite, solange die Marke von 143,00 nicht nachhaltig nach unten  durchstoßen wird. Rücksetzer könnten somit weiterhin gekauft werden. Eine  aggressive Idee wäre, mit maximal einem Versuch auf eine etwas stärkere  Korrektur in den nächsten Tagen zu setzen. Hierfür müsste der Markt direkt  weiter an die Marke 144,25 laufen, um in diesem Kursbereich einen Verkauf  mit dem Ziel 143,25/143,15 attraktiv erscheinen zu lassen. Dieser Trade wäre  sehr antizyklisch, könnte aber Potenzial bieten.

S&P-Future (Kontrakt 03-14)
Wie erwartet bewegte sich der S&P-Future zwischen den Grenzen 1.800 und  1.768 hin und her. Die aggressive Idee, um die 1.769 long zu gehen und auf  einen Anstieg bis 1.780/85 zu setzen, ging bestens auf; das Verkaufslimit  von 1.800 Punkten wurde hingegen leider um rund zwei Punkte verfehlt. Der  Schlusskurs lag mitten in der Schiebezone bei rund 1.777 Punkten, minimal  unter dem Wochenschlusskurs der Vorwoche. In den kommenden Tagen könnte mit  Kursen zwischen 1.800 und 1.768 Punkten weiterhin mit einer  Seitwärtsbewegung gerechnet werden, was gegen Trend-Trades spricht.  Lediglich ein nochmaliger Short-Gedanke im Bereich um die 1.800 Punkte  könnte für den aggressiv denkenden Trader eine Option sein. Ebenfalls  aggressiv wäre ein Kauf nach einem erneuten Tief bei 1.756 Punkten. Der  Hintergrund wäre hier das sofortige Zurückschnallen nach neuen Tiefs.

Aktie: Coca-Cola (USD)
Die Aktie von Coca-Cola (Börsenkürzel: KO) stieg in den letzten Jahren kontinuierlich. Vom Tief (19,00 US-Dollar) zum Hoch (43,00 US-Dollar) hat  sie sich mehr als verdoppelt. Auch während dieses Aufwärtstrends boten sich  immer wieder gute Gelegenheiten für Einstiege. Seit dem zweiten Quartal des  vergangenen Jahres konnten nun jedoch keine neuen Hochs mehr ausgebildet  werden. Ein Rücklauf an die 37,00-US-Dollar-Marke sowie ein erneutes  Aufbäumen in Richtung 41,00 US-Dollar, das waren die Bewegungen der letzten  sieben Monate des Jahres 2013. Auf etwas kurzfristigere Sicht  kristallisierte sich zum Ende des Jahres die Marke von 39,00 US-Dollar als  richtungsentscheidend heraus; diese wurde nun in den letzten zwei Wochen  nach unten durchstoßen.  Die Aktie befindet sich nun in einer Grauzone für  Käufe. Zum einen stellt der Bruch der Marke von 39,00 US-Dollar schon ein  erstes Anzeichen von Schwäche dar, zum anderen wäre ein kurzfristiger  Ausflug an die Marke von 37,00 US-Dollar oder auch leicht darunter kein  schlechtes Kaufsignal. Es ergeben sich somit zwei Szenarien zum Kauf. Zum  einen wäre die aggressive Marke von 37,00 US-Dollar ein Kaufbereich,  defensiv sollte ein erneuter Anstieg über 39,00 US-Dollar zum Einstieg  abgewartet werden. Short-Trades sollten aus aktueller Sicht nicht  eingegangen werden. Mindestens ein Bruch der Marke von 35,70 US-Dollar  sollte abgewartet werden, bevor man die Chancen von Short-Überlegungen  erneut analysiert.

Webinare Lynx Broker:
  03.02.2014 um 19:30 Uhr        Live Trading an den US Börsen
  04.02.2014 um 19:30 Uhr         Vorstellung der Handelsplattform
  10.02.2014 um 19:30 Uhr         Live Trading an den US Börsen
  11.02.2014 um 19:00 Uhr         Vorstellung der Handelsplattform

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