Malta Stock Exchange unterschreibt Xetra-Vertrag mit der Deutschen Börse

Die Malta Stock Exchange wird zukünftig das vollelektronische Handelssystem Xetra der Gruppe Deutsche Börse einsetzen. Die Deutsche Börse wird damit den Handel in den an der Malta Stock Exchange gelisteten Wertpapieren ab voraussichtlich Mitte 2012 organisieren. Ein entsprechender Vertrag mit einer Mindestlaufzeit von 5 Jahren wurde am 24. Oktober 2011 von beiden Parteien unterschrieben.

"Wir freuen uns, der Malta Stock Exchange eines der zuverlässigsten und schnellsten Handelssysteme der Welt zur Verfügung zu stellen", sagte Frank Gerstenschläger, Mitglied des Vorstands der Deutschen Börse und zuständig für den Geschäftsbereich Xetra. "Handelsteilnehmer aus Malta sind nun an ein vollelektronisches Netzwerk von mehr als 4.500 Händlern in 18 Ländern angeschlossen."

"Wir freuen uns darauf, ab Mitte 2012 Xetra-Teilnehmer zu werden. Passend zur laufenden Strategie der MSE rechnen wir dadurch mit neuen Möglichkeiten für internationales Wachstum – für uns als Börse, aber auch für Handelsteilnehmer, Emittenten und Investoren", sagte die Vorstandsvorsitzende der MSE Eileen V Muscat.

Schon seit November 1999 basiert der Kassamarkt-Handel der Wiener Börse auf der Xetra-Technologie. Seit 2000 wird die Irish Stock Exchange mit Xetra betrieben, seit 2008 die Bulgarian Stock Exchange und seit 2010 die Ljubljana Stock Exchange in Slowenien. Auch die Eurex-Tochtergesellschaft Eurex Bonds sowie die European Energy Exchange nutzen das Xetra-Handelssystem. Die Shanghai Stock Exchange verwendet Xetra als Basis ihres Anfang 2010 in Betrieb genommenen New Generation Trading System.

Im April hatte Clearstream, das für weltweite Bereitstellung von Liquidität zuständige Segment der Gruppe Deutsche Börse, Malta als letztes Land der Eurozone in sein Abwicklungsnetzwerk aufgenommen. Die Abwicklungsverbindung ermöglicht internationalen Anlegern den Zugang zu maltesischen Wertpapieren.

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