Neuer Angriff auf die 10.000 – Ölfonds gehen „all out“

Bernstein Bank: Die Bullen in Frankfurt wollen es wieder wissen: Nach unerwartet positiven News aus China greifen sie wieder zu. Auch die Wall Street gibt dem DAX Schub.

 

Leichtes Plus in Frankfurtt
Der DAX kletterte bis zum Mittag um 2,4 Prozent auf 10.052 Stellen. Die US-Futures zogen um 0,8 Prozent an, Gold verbilligte sich um 0,6 Prozent auf 1.616 Dollar. Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland im März in Höhe von 2,335 Millionen war nur eine Fußnote, denn dies ist der Zustand vor Corona.

Für verhaltenen Optimismus sorgte jedoch die Weltgesundheitsorganisation: Demnach steht die Corona-Epidemie in Europa wohl vor dem Peak. Allerdings sei die Pandemie in der Region Asien-Pazifik noch längst nicht vorbei, hieß es weiter.

Laut Analysten der Deutschen Bank stieg das Wachstum der Neuinfektionen gerade um 8,8 Prozent an, das war der zweite Tag unter 10 Prozent.

Ferner teilte der Pharma-Gigant Johnson & Johnson mit, eine Impfung könne im kommenden Jahr bereit stehen.

 


 

China überrascht die Märkte positiv
Für Rückenwind sorgten jedoch vor allem Daten aus China. So hat sich die Stimmung in der Industrie nach dem dramatischen Einbruch wieder aufgehellt. Der offizielle Einkaufsmanagerindex (PMI) der Industrie im März kletterte von 35,7 auf 52 Punkte. Im Januar und Februar hatte die Stimmung auf einem Rekordtief gelegen. Ist das Reich der Mitte damit über den Berg oder ist das nur ein Statistikeffekt? Wir werden sehen. In China zog der CSI-300 um 0,3 Prozent an auf 3.686 Stellen.

Dennoch schloss der Nikkei in Tokio im Minus – der Index verlor 0,9 Prozent auf 18.917 Zähler.

 

Hedge Fonds geht „all in“
Angesichts der Zahlen aus China kündigte Pinebridge Investments einen Bull-Run an. Der Investor teilte
CNBC mit, er habe schon jüngst seine niedrige einstellige Position an chinesischen A-Shares auf eine niedrige zweistellige Summe aufgestockt. In Fernost gebe es – mit China an der Spitze – eine Menge Firmen, die jetzt Anzeichen einer Erholung zeigten. Die Makrodaten für April würden in der Volksrepublik bedeutend besser ausfallen.

Die Firma in New York hatte zum Ende vorigen Jahres 103 Milliarden Dollar verwaltet.

 

Ölfonds gehen „all out“
Den umgekehrten Weg müssen wohl viele Ölfonds in den Förderländern einschlagen. Laut JPMorgan würden Staatsfonds in Nahost und Afrika Papiere im Volumen von 225 Milliarden Dollar auf den Prüfstand stellen. Die Depots litten sowohl unter dem Kursrutsch an den Börsen und zudem unter dem Preiskrieg zwischen Moskau und Riad. Wahrscheinlich müssten viele Ölstaaten Positionen liquidieren, um angeschlagene Staatshaushalte mit Petrodollars zu stützen.

Schon in den vergangenen Wochen hätten einige Fonds Aktien im Volumen bis zu 150 Milliarden Dollar verkauft.

Bis zu 75 Milliarden Dollar dürften in den kommenden Monaten folgen.

 


 

Gewinne an den US-Börsen
In diesem Tauziehen zwischen Hoffen und Bangen hatten gestern die amerikanischen Anleger wieder beherzt zugegriffen. Der Dow Jones Jones Industrial gewann 3,2 Prozent auf 22.327 Stellen. Der S&P 500 legte 3,4 Prozent zu auf 2.627 Zähler. Und der Nasdaq-Composite-Index zog um 3,6 Prozent auf 7.774 Punkte an.

 

Das bringt der Tag
Der Terminkalender bringt am Dienstag einige interessante Events.

Zunächst steht in den USA um 15.00 Uhr der Case-Shiller-Hauspreisindex an.

Um 15.45 Uhr folgt der Einkaufsmanager-Index für Chicago

Um 16.00 Uhr meldet das Conference Board das Verbrauchervertrauen.

Und um 22.30 Uhr läuft der API-Ölbericht ein.

Disclaimer & Risikohinweis

78% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter.

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Weitere News Beiträge Weitere News Beiträge