Orientierung für die Altersvorsorge

Targobank: Millionen Deutsche müssen im Alter mit Einschränkungen rechnen. Im Rentenalter fehlen vielen im Schnitt 700 Euro im Monat, so eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) aus dem September 2018. Praktische Orientierungshilfe für die Altersvorsorge ist gefragt.

Dass der demografische Wandel unter anderem zu einem sinkenden Niveau der gesetzlichen Rente führt, die es vielen Versicherten nicht mehr erlaubt, ihren Lebensstandard beizubehalten, ist keine neue Erkenntnis. Ebenso hat sich herumgesprochen, dass man privat vorsorgen sollte.

Trotzdem bleiben viele zögerlich bei diesem wichtigen Thema. Grund dafür ist oft das Gefühl von Unübersichtlichkeit und Überforderung. Vermisst werden klare Orientierungspunkte für die Altersvorsorge.

Ohne Beratung geht es nicht
Rentenbeitragszeiten, Lebensversicherungen, Betriebsrenten, Investmentfonds, staatliche Zuschüsse für die private Altersvorsorge… Die Altersvorsorge zu planen erscheint vielen noch schwieriger und komplizierter als die Steuererklärung, für die man ja einen Steuerberater hinzuziehen kann. Ohne externen Sachverstand fällt es den meisten schwer, einen echten Durchblick in der persönlichen Altersvorsorge zu bekommen.

Eine gute Anlaufstelle sind da zum Beispiel die Finanz- und Vorsorgespezialisten in den TARGOBANK Filialen. In Zusammenarbeit mit dem Kunden analysieren sie die aktuelle finanzielle Situation sowie die individuellen Wünsche und Vorsorgeziele. So entsteht ein Gesamtbild, das zeigt, wo etwaige Versorgungslücken liegen und was dagegen getan werden kann.

Schließlich will man ja auch mit 80, 90 oder 95 Jahren – ein Alter, das immer mehr Menschen in Deutschland erreichen – aktiv am Leben teilhaben können. Gesundheit ist nicht die einzige Voraussetzung für eine hohe Lebensqualität. Um sich ein schönes Zuhause, Reisen, den Besuch von Restaurants und kulturellen Events leisten zu können, ist neben der gesetzlichen Rente in der Regel auch ein zweites, gegebenenfalls sogar ein weiteres finanzielles Standbein wichtig.

Betriebsrente und Riester-Rente als Standbeine
Wie zum Beispiel die Betriebsrente: 2016 gab es rund 15,5 Millionen Verträge zur betrieblichen Altersvorsorge in Deutschland. Damit steigt die Zahl der Menschen mit Anspruch auf Betriebsrente stetig an. Reformen wie das ab 2018 geltende Betriebsrentenstärkungsgesetz werden den Trend weiter verstärken, doch die arbeitende Bevölkerung ist auch dann noch nicht flächendeckend abgesichert.

Ein weiteres Standbein kann die Riester-Rente sein, also eine private Altersvorsorge, die staatlich gefördert wird. Rund 16,5 Millionen Riester-Verträge gab es 2016. Das Bundesarbeitsministerium geht davon aus, dass 70 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland auf eine Betriebsrente oder auf eine Riester-Rente zurückgreifen können. Das bedeutet jedoch im Umkehrschluss, dass 30 Prozent ohne eine solche Versorgung sind.

Neben klassischen Lebensversicherungen – mit oder ohne Riester-Zulage – bieten private Rentenversicherungen eine attraktive Möglichkeit, die gesetzliche Rente aufzubessern. Vorsorge-Produkte wie die Investment-Rente der TARGOBANK, die darauf abzielen, Renditechancen der Aktienmärkte und Sicherheit eng zu verzahnen, sind gerade für jüngere Arbeitnehmer besonders interessant. Und wenn man flexibel bei den Einzahlungen, aber auch beim Auszahlungszeitpunkt bleiben möchte, gibt es die Möglichkeit der Privat-Rente.

 


 

Grundsicherung – selbst hier kann Vorsorge sich lohnen!
Wer heute davon ausgeht, später einmal Grundsicherung zu beziehen, muss sich im Klaren darüber sein, damit kaum über den vom Sozialamt festgestellten Mindestbedarf hinaus zu kommen. Die Grundsicherung schließt lediglich die Lücke zwischen der Rentenzahlung und diesem Bedarfssatz. Praktisch heißt das: Wenn die gesetzliche Rente steigt, wird die ausgezahlte Grundsicherung um denselben Betrag gekürzt.

Außerdem müssen erst die eigenen Ersparnisse für den Lebensunterhalt herangezogen werden, bevor man staatliche Grundsicherung beziehen kann. Lediglich ein Schonvermögen in Höhe von 5.000 Euro bleibt unangetastet. Trotzdem kann sich die richtige private Vorsorge auch hier lohnen – denn ab 2018 gilt: Wer Geld aus einer zusätzlichen freiwilligen Rentenversicherung erhält, bekommt hiervon bis zu 202 Euro monatlich nicht auf die Grundsicherung angerechnet!

Als Rentner in Teilzeit weiterarbeiten?
Doch wirklich komfortabel wird es sich mit der Grundsicherung nicht leben lassen. Daher arbeiten immer mehr Rentner in Teilzeit weiter. 2016 hat die Regierung die Flexi-Rente ins Leben gerufen – eine Rentenlösung, die einen flexiblen Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand ermöglicht.

Wer die Regelaltersgrenze für die Rente erreicht hat, kann hinzuverdienen, ohne Abzüge bei der Rente hinnehmen zu müssen. Allerdings beginnt bei Einkünften oberhalb von 450 Euro auch für Rentner die Sozialversicherungspflicht – und auch die Einkommensteuer kann ein Thema sein. In jedem Fall sollte man sich hierzu ausführlich beraten lassen.

Bezieht man eine Rente, obwohl man die Regelaltersgrenze noch nicht erreicht hat, werden die Nebeneinkünfte grundsätzlich auf die ausgezahlte Rente angerechnet. Es gibt hierbei feste Obergrenzen, was hinzuverdient werden darf – und es gilt die Faustregel: je höher der Hinzuverdienst, umso niedriger ist der Anteil der Rente. Detaillierte Informationen bietet dazu die Deutsche Rentenversicherung.

Es spricht also viel dafür, sich bereits in den Jahrzehnten vor dem Renteneintritt mit seinem verfügbaren Einkommen einen finanziellen Puffer zu schaffen. So kann man die Frage, ob man im Ruhestand noch einem Nebenjob nachgehen möchte, sehr viel gelassener angehen. Eben nicht aus der Notwendigkeit heraus, den Lebensstandard zu sichern, sondern als freie Entscheidung, um geistig und körperlich beweglich zu bleiben.

Apropos Puffer: Ganz gleich wie sich Betriebsrenten, Lebensversicherungen, Fondsanteile, Zinserträge oder staatliche Zulagen im Einzelnen entwickeln – jede Vorsorge beginnt mit der Bereitschaft, regelmäßig einen bestimmten Betrag seiner Einkünfte „auf die hohe Kante“ zu legen, also nicht für den Konsum, sondern für die Zukunft aufzuwenden. Eine Vorsorge, die man tatsächlich in Angriff nimmt, ist auch mit relativ geringen Erträgen immer noch besser als der komplette Verzicht auf private Vorsorge.

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