Rohstoffrallye dürfte FTSE bei Eröffnung steigen lassen

London Capital Group: Wir erwarten für die europäischen Börsen einen positiven Start in den Tag, auch wenn wir an der Wall Street nach einer lauen Sitzung einen durchwachsenen Abschluss gesehen haben. Während der S&P und der Nasdaq die dritte Sitzung in Folge steigen konnten, schloss der Dow 38 Punkte tiefer – heruntergezogen von IBM, das über 7% einbrach, IMB verbuchte bessere Ergebnisse als erwartet, diese sind jedoch einem einmaligen Steuergewinn zuzuweisen.

Rohöl erreicht neues 3 ½-Jahreshoch

Der allgemeinere US-Markt und der Handel in Asien über Nacht wurden durch die Rallye bei den Rohstoffen unterstützt. Das Rohöl legte in der Vorsitzung um mehr als 3,5% zu und erreichte ein neues 3 ½-Jahreshoch, da die Rohölbestände weniger wurden und die Bedenken um Lieferunterbrechungen anhielten. Die Händler fangen langsam an, sich darüber zu freuen, dass der Ölmarkt sich endlich wieder ausgleicht, da das globale Überangebot verschwindet. Auch wenn es vielleicht zu früh für die von der OPEC angeführte Gruppe ist, Liefersenkungen zu implementieren, so deuten die Zahlen dennoch an, dass möglicherweise ein Ende in Sicht ist.

Der Energiesektor zeigte in Tokio die beste Wertentwicklung und eine herausragende Performance im Hang Seng; wir erwarten, dass wir beim Öl- und Gassektor im FTSE bei Eröffnung eine Rallye sehen könnten. Bessere Metallpreise verliehen Bergbauern & Metallindex in Australien Auftrieb und führten sie auf ein Dreimonatshoch; der FTSE-Bergbausektor dürfte ebenfalls bei Eröffnung stark anziehen und es dem Anstieg der Metallpreise nachmachen. Schwergewicht der Rohstoffaktien im FTSE

Pfund handelt vor Veröffentlichung des Einzelhandelsumsatzes vorsichtig bei 1,42 USD

Das Pfund verlor gegenüber dem US-Dollar über Nacht 0,6% und konnte sich nach einem Rückgang der Inflation nur knapp über 1,42 USD halten, was dazu führt, dass die Händler erneut die Wahrscheinlichkeit prüfen, dass die BoE die Zinsen im Frühjahr anheben könnte.

Am Donnerstagmorgen bleibt das Pfund bei 1,42 USD, da die Händler vor dem britischen Einzelhandelsumsatz vorsichtig sind. Der Einzelhandelsumsatz dürfte im Jahresvergleich im März um 1,4% gestiegen sein, gegenüber 1% im Februar. Könnten wir nach den schwächeren Wachstums- und Inflationszahlen nun einen dritten enttäuschenden Punkt für das Pfund sehen?


Trotz des starken Abverkaufs beim Sterling nachdem die Erwartungen für das Lohnwachstum und die Inflation nicht erreicht wurden, sind die Chancen, dass die BoE die Zinsen anhebt, laut Bloomberg mit 83% weiter erhöht; vor der Veröffentlichung lagen sie bei 88%. Es gibt weiter verschiedene Faktoren, die eine Zinserhöhung befürworten, aber die Händler haben sich entschieden, diesen aktuell keine Aufmerksamkeit zu schenken.

Die Tatsache, dass die Löhne im Februar die Inflation überholt haben, deutet einen stärkeren Verbraucher an, jegliche Belege, dass der stärkere Verbraucher im März viel ausgegeben hat, könnten wieder dazu führen, dass die Wahrscheinlichkeit zunimmt, dass wir eine Zinserhöhung sehen.

Der GBP/USD liegt aktuell im Rahmen eines vorsichtigen Handels vor Veröffentlichung der Zahl bei 1,42 USD. Eine enttäuschende Zahl könnte dazu führen, dass das Paar die Unterstützung bei 1,4175 USD durchbricht, bevor es dann in Richtung 1,4130 USD und weiter auf 1,4090 USD geht. Eine positive Zahl für den Einzelhandelsumsatz könnte den GBP/USD jedoch zurück auf 1,43 USD schicken.

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