Unsicherheit von vielen Problemen hält Händler an der Seite

London Capital GroupDer breitere US-Markt schwankte über Nacht hin und her. Der S&P war flach und auch der Dow notierte trotz sinkender Kreditkosten niedriger. Der Nasdaq schaffte es, eine dreitägige Verlustserie zu beenden, da die Investoren zu wachstumsstarken Tech-Aktien zurückkehrten, die mit dem Anstieg der Treasury-Renditen Anfang der Woche fallen gelassen wurden. Wachstums- / Tech-Aktien haben sich in dem steigenden Zinsumfeld tendenziell unterdurchschnittlich entwickelt.

Die asiatischen Märkte entwickelten sich über Nacht uneinheitlich, doch zeigten sie sich nach dem starken Ausverkauf Anfang der Woche beruhigt. Die europäischen Börsen deuten auf einen lustlosen und etwas schwächeren Start hin. An den Finanzmärkten herrscht Unsicherheit vor, wir sehen, dass immer mehr Anleger abwarten und sehen wollen, wie sich die Risiken im Umfeld der steigenden US-Treasury-Renditen, des globalen Wachstums und China entwickeln. Die kurzfristigen Risiken für die globale Finanzstabilität sind in den letzten Monaten rasant gestiegen. Die Märkte waren relativ selbstzufrieden, aber allmählich beginnen sie, diese Risiken zu erkennen, so dass die Händler an der Seitenlinie bleiben. 

Dollar gibt mit sinkenden US-Renditen nach
Der Rückgang der Treasury-Renditen führte dazu, dass der Dollar von seinem jüngsten Sieben-Wochen-Hoch wieder zurückfiel. Während die Dollar-Rallye über Nacht aufgehalten wurde, dürfte dies nicht lange so bleiben. Angesichts der Unsicherheit über die Handelsstreitigkeiten mit China und der nach wie vor bestehenden italienischen Haushaltssorgen sowie einer restriktiven Fed erwarten wir, dass der Dollar bald wieder an Fahrt gewinnt. Der Dollar reagierte kaum auf den offenen Unmut von Trump über die Zinsmaßnahme der Fed.

Pfund legt nach Brexit-Spekulationen zu
Das Pfund war in der vorangegangenen Sitzung die sich am besten entwickelnde G10-Währung und legte über Nacht weiter zu. Aufgrund der Brexit-Spekulationen notierte das Pfund Sterling fast auf einem Viermonatshoch gegenüber dem Euro und ist auf seinem höchsten Stand in diesem Monat gegenüber dem Dollar. Gerüchte kursieren, dass es gute Aussichten für einen Brexit-Deal bereits schon am kommenden Montag geben könne, worauf das Pfund Sterling die Schwelle von 1,31 USD erkennbar überschritt und auf 1,32 USD zusteuert. Bisher gab es allerdings keinen offiziellen Kommentar zu diesen Medienspekulationen, und wir sehen, dass sich der Pfund-Handel weiterhin auf Hoffnungen und Ängste der Brexit-Situation gründet.


Die konkreten Entwicklungen bleiben bestenfalls unklar, und es wäre nicht das erste Mal, dass die Marktanhänger eines weicheren, geordneten Brexit sich voreilig freuen.

Britisches BIP – ein Hindernis für die Rallye des Pfunds?
In Ermangelung neuer Brexit-Entwicklungen richten die Investoren ihre Aufmerksamkeit auf den britischen Wirtschaftskalender. Diese Woche ist eine bemerkenswert ruhige Woche für den britischen Wirtschaftskalender, wobei die einzigen marktbewegenden Veröffentlichungen der Woche heute anstehen. Zunächst einmal könnten die BIP-Zahlen des Vereinigten Königreichs Gefahr laufen, den wachsenden Optimismus für das Pfund zu dämpfen. Es wird erwartet, dass sich das Wirtschaftswachstum in Großbritannien auf Monatssicht im August gegenüber dem Vormonat von 0,3% auf 0,1% abgeschwächt hat. Das britische verarbeitende Gewerbe und die Industrieproduktion könnten leicht angestiegen sein, obwohl dies die Auswirkungen eines deutlich schwächeren Wirtschaftswachstums nicht ausgleichen wird.

 

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