Verschnaufpause in Frankfurt

Bernstein Bank: Die Anleger an der deutschen Börse atmen erst einmal durch. Nach dem starken Wochenstart verdauen sie die Gewinne. Der DAX pendelt unentschlossen.

Zwar sind am heutigen Dienstag nicht viele terminierte marktbewegende News zu erwarten. Dennoch sollten Sie wegen der Zollverhandlungen zwischen China und den USA ihre regelmäßigen Marktupdates im Auge behalten.

Ruhiger Handel
An solch einem unspektakulären Tag haben allenfalls Profis ihre Freude, die CFD einsetzen – denn sie können auch mit kleinsten Kursbewegungen gutes Geld verdienen.

Im weltweiten Handel herrschte überwiegend Stillstand. Viele Broker warteten an der Seitenauslinie. So pendelte der DAX am Vormittag weitgehend unverändert an der Marke von 11.700 Zählern umher.

DAX hängt unter der 200-Tage-Linie
Und das hat seinen guten Grund: Viele Anleger blicken wie hypnotisiert auf die leicht abwärts verlaufende 200-Tage-Linie. Die schwebt aktuell bei 11.716 Punkten. Und siehe da: Schon gestern fungierte die Markierung als Widerstand. Wenn Sie sich die Kerzen im Tageschart ansehen, dann erkennen Sie, dass der Aufstieg ziemlich genau an der 200-Tage-Linie endete.

Der DAX hat übrigens mit dem starken Auftritt gestern noch ein weiteres interessantes Chartsignal ausgesandt. Roundabout zwischen 11.750 und 11.600 klafft eine kleine Kurslücke. Diese Lücke könnte normalerweise kurzfristig wieder geschlossen werden.

 

 

Kein Schub aus Asien und London
Zuletzt jedenfalls blieben Schubfaktoren aus. Eine Lösung im Brexit-Streit gibt es nicht. Das britische Parlament hat einmal mehr allen Alternativen zum Brexit-Deal von Premierministerin Theresa May eine Absage erteilt.

In Asien hatten die Anleger ebenfalls abgewartet: Der Nikkei schloss unverändert bei 21.505 Punkten. In China gab der CSI300 um 0,3 Prozent ab auf 3.962 Stellen. Jeder Halbsatz aus den Verhandlungsdelegationen im chinesisch-amerikanischen Zollstreit kann hier und an den weltweiten Finanzmärkten die Kurse kräftig bewegen.

Wall Street enorm fest
Die Börse in New York hatte sich am Montag sehr fest präsentiert. Denn die Stimmung in der US-Industrie hatte sich im März überraschend deutlich verbessert. Außerdem waren im Februar die Bauausgaben stärker als erhofft gestiegen. In der Volksrepublik China hatten zuvor Stimmungsdaten überzeugt – und zwar sowohl aus kleinen und mittelgroßen, meist privaten Industriebetrieben als auch von großen Staatskonzernen.

So schloss der Dow Jones gestern 1,3 Prozent fester bei 26.258 Punkten. Der S&P 500 kletterte um 1,2 Prozent auf 2.867 Zähler. Beide Indizes erreichten damit den höchsten Stand seit Oktober 2018. Der Nasdaq Composite legte um 1,3 Prozent zu auf 7.828 Punkte.

Auch hier ein kurzer Blick in die Basics der Charttechnik: Alle drei Indizes haben mit den gestrigen Bewegungen Lücken im Chart gerissen. Die sollten Sie im Auge behalten. Wie es hier weitergeht, könnte sich um 14.30 Uhr deutscher Zeit entscheiden: Dann wird die Kernrate für den Auftragseingang langlebiger Güter im Februar gemeldet; Prognose: 0,2 Prozent.

Hausse bei Erdöl
Bleibt ein kurzer Schlenker zum Ölmarkt. Analog zu den Weltbörsen hat der Ölpreis haussiert. Das schwarze Gold hat sich im ersten Quartal um 33 Prozent verteuert. Parallel zu den konjunkturellen Erholungssignalen aus China spielte hier die rückläufige Zahl der US-Ölbohrlöcher eine Rolle. Und natürlich die Förderkürzung der OPEC. Heute Abend um 22.30 Uhr wird der Bericht des American Petroleum Institute Aufschluss über die Bestände in den USA geben.

 

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