Wochenausblick: Weniger Action an den Börsen – die letzten drei Handelstage im Jahr

LYNX Broker: Drei volle Handelstage bleiben in diesem Jahr noch, während dieser vor allem US-Immobiliendaten und die Wahl in Spanien die Märkte bewegen werden. Bedingt durch Weihnachten wird sich die Liquidität an den Börsen verringern. Als Aktie der Woche werfen wir einen Blick auf die Scout24 AG.

 

Unser Ausblick auf die Fundamentaldaten

Fed und Hexensabbat bewegen den DAX – US-Kernmärkte drehen stärker ins Minus ab

Nach dem US-Zinsschritt überwog zunächst die Kauflaune an den Aktienmärkten diesseits und jenseits des Atlantiks. Doch nach dem Hexensabbat an der EUREX ging es sukzessive abwärts und auch die US-Kernmärkte rutschten tief ins Minus. Der deutsche Leitindex schloss am Freitag bei 10.608,19 Zählern. Der XDAX stand um 22:15 Uhr bei 10.549,41 Punkten. An der Wall Street beendete der Dow Jones den Handelstag mit 17.128,55 Punkten, der NASDAQ 100 notierte zum Handelsschluss bei 4.514,825 Punkten und der breit gefasste S&P 500 schloss mit 2.005,55 Zählern.

 

Der Euro notierte nach US-Börsenschluss bei 1,0868 US-Dollar. Eine Feinunze Gold war am Spotmarkt für 1.066,25 US-Dollar zu haben, Rohöl der Nordseesorte Brent kostete zum US-Handelsschluss im Februar-Kontrakt 36,88 US-Dollar das Fass. Der Euro-Bund-Future notierte am Freitag an der EUREX mit einem Schlusskurs von 159,05 Zählern. Die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen liegt aktuell bei 0,55 Prozent. Der Spread zwischen zehnjährigen deutschen Bunds und zehnjährigen US-Staatsanleihen (2,20 Prozent Rendite) liegt derzeit bei 165 Basispunkten. Bundesanleihen rentieren aktuell wieder bis zu einer fünfjährigen Laufzeit mit Negativrenditen (Mitte April rentierten sogar noch achtjährige Läufer im negativen Terrain). Steigen die Zinsen, so fallen mittel bis langfristig die Aktiennotierungen.

 

Die Fed hat den US-Leitzins wie erwartet um 0,25 Prozent angehoben. Wichtig sind aber die Zinsprojektionen der US-Notenbank: Im September 2016 könnte der US-Leitzins bei 1,4 Prozent stehen, im September 2017 bereits bei 2,6 Prozent und im September 2018 schon bei 3,4 Prozent. „Verringert sich die Zinsdifferenz zum Beispiel von festverzinslichen Wertpapieren zur durchschnittlichen Dividendenrendite am US-Aktienmarkt Schritt für Schritt, so werden die Notierungen an den US-Aktienmärkten bald den Weg in die Richtung Süden einschlagen“, erläutert Dirk Friczewsky, Finanzanalyst für LYNX Broker. „Durch die sich abzeichnende steigende Zinsdifferenz zwischen den USA und der Eurozone könnten die Aktienmärkte der Eurozone auch von US-Marktteilnehmern bevorzugt werden“, so Friczewsky.

 

Volkswirtschaftliche Daten und Unternehmensnachrichten

Rund um die Feiertage und zwischen den Jahren sind die besonderen Handelszeiten an den globalen Börsenplätzen zu beachten.

Bereits in der Nacht von Sonntag auf Montag um 23:00 Uhr beginnt die neue Handelswoche in der asiatischen Session mit der neuseeländischen Verbraucherumfrage für das vierte Quartal, bevor dann am Montag um 05:30 Uhr der japanische Gesamtwirtschaftsindex für den Oktober und um 06:00 Uhr der Monatsbericht der Bank of Japan (BoJ) publiziert werden. Um 08:00 Uhr werden die deutschen Erzeugerpreise für den November ausgewiesen, um 09:00 Uhr veröffentlicht die Schweizer Nationalbank (SNB) Daten zur Zahlungsbilanz und zum Auslandsvermögen im dritten Quartal und um 11:00 Uhr folgen die italienischen Verbraucherpreise für den Dezember. Die Absatzwirtschaftsumfrage der Confederation of British Industry (CBI) und der Monatsbericht der Bundesbank werden um 12:00 Uhr publiziert. In den USA wird um 14:30 Uhr der nationale Aktivitätsindex der Chicago Fed für den Monat November veröffentlicht. Um 15:45 Uhr weist die EZB die wöchentlichen Volumina ihres Ankaufprogramms für Staatsa nleihen , Pfandbriefe und Asset Backed Securities aus und um 16:00 Uhr wird das Dezember-Verbrauchervertrauen für die Eurozone ausgegeben. Nur wenige Unternehmen berichten von ihren Quartalszahlen, unter anderem Hornbach Holding (D) und Hornbach Baumarkt (D).

 

Am Dienstag wird um 01:05 Uhr das britische Gfk-Verbrauchervertrauen für den Dezember ausgewiesen. Um 03:00 Uhr ist der chinesische Index der Frühindikatoren für den November zu bewerten. Um 08:00 Uhr folgen die Schweizer November-Handelsbilanz und das deutsche Gfk-Konsumklima für den Januar. Um 10:00 Uhr wird die italienische Handelsbilanz für den November veröffentlicht. Der öffentliche Finanzierungsbedarf Großbritanniens im November folgt um 10:30 Uhr. Um 14:30 Uhr werden die endgültigen US-BIP-Daten für das dritte Quartal erwartet. Zeitgleich werden die persönlichen Einnahmen und Ausgaben der US-Verbraucher im dritten Quartal publiziert. Um 14:55 Uhr folgen die US-Redbook-Einzelhandelsumsätze, um 15:00 Uhr der FHFA-Hauspreisindex für den Oktober sowie um 16:00 Uhr die US-Verkäufe bestehender Häuser im November und der Richmond Fed Index für das verarbeitende Gewerbe im Dezember. Nach US-Börsenschluss stehen um 22:30 Uhr die API-Rohöllagerbestände und um 22:45 U hr die neuseeländische Handelsbilanz zur Bewertung an. Nur wenige Konzerne veröffentlichen ihre Quartalsberichte, darunter Paychex (USA) und Nike (USA).

 

Die BoJ leitet mit der Ausgabe ihres letzten Sitzungsprotokolls um 00:50 Uhr den Mittwoch als Handelstag ein. Die japanischen Börsen bleiben aufgrund eines Feiertags (Geburtstag des Kaisers) geschlossen. Um 01:00 Uhr wird das neuseeländische Geschäftsklima für den Dezember publiziert, um 03:00 Uhr der chinesische Leitindex vom Conference Board für den November. Der britische Hauspreisindex für den Dezember folgt um 08:00 Uhr, die französischen Konsumausgaben im November und das französische BIP für das dritte Quartal um 08:45 Uhr. Das Schweizer KOF-Konjunkturbarometer für den Dezember ist um 09:00 Uhr zu erwarten. Der britische Leistungsbilanzsaldo, die britischen BIP-Daten und Unternehmensinvestitionen (alle Daten für das dritte Quartal) stehen um 10:30 Uhr zur Bewertung an. Die italienischen Einzelhandelsumsätze für den Oktober werden um 11:00 Uhr publiziert. Die ersten US-Daten sind die MBA-Hypothekendaten um 13:00 Uhr. Das kanadische Oktober-BIP, der kanadisc he Einzelhandelsumsatz für den Oktober und die US-PCE-Kernrate für den November werden um 14:30 Uhr veröffentlicht. Um 16:00 Uhr werden zeitgleich die US-Neubauverkäufe im November und das US-Konsumklima der University of Michigan für den Dezember publiziert. Die US-Rohöllagerbestandsdaten der EIA werden um 16:30 Uhr ausgegeben.

 

Am Donnerstag bleiben wichtige europäische Börsen wie Deutschland, Österreich, Schweiz und Italien geschlossen oder haben verkürzte Handelszeiten wie zum Beispiel Frankreich, die Niederlande, Spanien, Großbritannien und die USA. Nur wenige Daten werden publiziert, darunter die britischen Hypothekengenehmigungen im November um 10:30 Uhr, die französischen Arbeitslosenzahlen für den November um 12:00 Uhr sowie die Erstanträge und fortgesetzten Anträge auf US-Arbeitslosenhilfe um 14:30 Uhr.

 

Wegen des Weihnachtsfeiertags am Freitag bleiben die Börsen in Europa und in den USA geschlossen. Nur die japanischen Börsen haben geöffnet und geben Daten aus. Um 00:30 Uhr werden die Ausgaben privater Haushalte, die November-Arbeitslosenquote und die Verbraucherpreise für den Großraum Tokio im Dezember veröffentlicht. Um 00:50 Uhr folgen die Verbraucher und Dienstleistungspreise für den November, um 06:00 Uhr die Baubeginne und -aufträge im November.

 

Scout24 – digitale Anzeigeplattform aus München

Die Scout24 AG (ISIN: DE000A12DM80 – Symbol: G24 – Währung: EUR) ist eigenen Angaben zufolge ein führender Betreiber digitaler Marktplätze für Immobilien und Automobile in Deutschland und Europa. Die Scout24 AG betreibt unter anderem die Internetseiten von ImmobilienScout24 und AutoScout24. Neben herkömmlichen digitalen Angeboten via Website stellt der Konzern Angebote via Youtube-Channel und auch Services für mobile Endgeräte wie Tablets und Smartphones via Apps bereit. Scout24 entstand durch eine Gründung der Beisheim Holding Schweiz AG, seit 1999 gab es dann AutoScout24 und Immobilienscout24, 2000 folgten FinanceScout24, JobScout24 und Friendscout24 und 2002 TravelScout24 (wird heute in Lizenz- und Kooperationsvereinbarung betrieben). 2007 erwarb die Deutsche Telekom AG das Unternehmen. 2014 verkaufte sie 70 Prozent der Anteile, heute hält sie nur noch 13,37 Prozent. Bei ImmobilienScout24 sind über eine halbe Million Objekte online einsehbar, damit gilt ImmobilienScout24 als Nummer 1 in Deutschland, was das Listing von Immobilienangeboten angeht, und auch als führendes Portal in Österreich. AutoScout24 hält 2,1 Mio. Angebote online bereit und gilt damit als Nummer 1 in Italien und den Benelux-Ländern und als Nummer 2 in Deutschland.

 

Die Scout24 AG ist noch ein Frischling an der Börse. Vom 21.09.2015 bis zum 30.09.2015 wurden die Aktien in einer Bookbuilding-Spanne von 26,50 bis 33,00 Euro angeboten. Der erste Handelstag war der 01.10.2015, die Erstnotiz betrug 30,75 Euro, der Emissionspreis 30,00 Euro. Insgesamt versilberten die Altaktionäre 26 Mio. Aktien im Wert von 780 Mio. Euro, 228 Mio. Euro wurden im Zuge einer Kapitalerhöhung durch die Ausgabe von 7,6 Mio. neuen Aktien eingesammelt. Die Namensaktien ohne Nennwert gehören dem Prime Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse an und können via Xetra sowie in Frankfurt, Berlin, Düsseldorf, Hamburg, München und Stuttgart gehandelt werden. Die Gesamtaktienanzahl liegt bei 107.600.000 bei einem Grundkapital von 107,6 Mio. Euro. 31,74 Prozent der Wertpapiere befinden sich im Streubesitz. Größter Anteilseigner ist gemäß den Angaben der Abteilung „Investor Relations“ von Scout24 die Asa HoldCo GmbH mit 48,61 Prozent der Aktien, auf den weiteren Plätzen befinden sich die Deutsche Telekom mit 13,37 Prozent, MEP Ord GmbH & Co. KG mit 5,31 Prozent und weitere Aktionäre unterhalb der Beteiligungsquote von 1,00 Prozent. Die Scout24 AG wird von CEO Greg Ellis und CFO Christian Gisy geleitet und durch den Aufsichtsrat unter dem Vorsitz von Stefan Goetz kontrolliert.

 

Die Kennzahlen für die Jahre seit 2012 weisen Steigerungen auf. Die Außenumsätze betrugen zum 31.12.2012 erst 313,5 Mio. Euro, zum 31.12.2014 lagen sie bereits bei 345,4 Mio. Euro. Für das erste Halbjahr 2015 summierten sie sich schon auf 189,1 Euro (im ersten Halbjahr 2014 hatten sie bei 167,2 Mio. Euro gelegen).

 

JPMorgan, Barclays, Jefferies und Goldman Sachs haben die Scout24 AG analysiert. JPMorgan gibt dem Papier eine neutrale Einstufung mit einem Kursziel von 33,00 Euro, auch Barclays stuft das Papier neutral ein mit einem Kursziel von 32,50 Euro. Jefferies rät zum Kauf mit der Zielmarke von 42,00 Euro und Goldman Sachs sagt „kaufen“ mit Ziel 39,00 Euro. Die Kurszielspanne bewegt sich also von 32,50 Euro (Barclays vom 10.11.2015) bis 42,00 Euro (Jefferies vom 10.11.2015). Das Durchschnittskurziel der vier Analysen liegt bei 36,625 Euro. Die Aktie ging am Freitag mit einem Kurs von 31,895 Euro aus dem Xetra-Handel und hätte folglich noch rund 15 Prozent Aufwärtspotenzial. Der Markt bewertet die Scout24 AG derzeit mit 3,43 Mrd. Euro. Die Aktie kostete in den drei Monaten seit dem Börsengang maximal 31,15 Euro und im Tief 28,35 Euro.

 

Für das Geschäftsjahr 2014 wies der Konzern einen Umsatz in Höhe von 345,4 Mio. Euro aus. Auf das Kerngeschäft entfielen davon 342,2 Mio. Euro, davon 231,5 Mio. Euro auf ImmobilienScout24, 106,9 Mio. Euro auf „AutoScout24“ und 3,9 Mio. auf das Segment „Corporate“. Das EBITDA aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit lag 2014 bei 148,5 Mio. Euro. Für 2015 hat die Geschäftsführung die Umsatz- und Gewinnprognosen am 11.11.2015 bestätigt. Für das dritte Quartal 2015 wurde ein beeindruckendes Umsatzwachstum von 15,8 Prozent auf 99,2 Mio. Euro ausgewiesen, womit sich auch die Rentabilität des Konzerns verbessert hat. Das EBITDA aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit beträgt im dritten Quartal 2015 49,1 Mio. Euro, was einer Steigerung um 33,7 Prozent gegenüber dem dritten Quartal 2014 (36,7 Mio. Euro) entspricht. In den Bilanzprognosen für 2015 und 2016 werden Umsätze in Höhe von 389,94 und 429,68 Mio. Euro angeführt. Das EBIT soll 2015 169,56 Mio. Euro betragen , 2016 s ollen es sogar 194,12 Mio. Euro sein. Der Gewinn je Aktie könnte 2015 bei 0,89 Euro liegen und 2016 auf 1,06 Euro steigen. Für 2015 und 2016 wird es laut der Führungsetage keine Dividende geben. Das Nettovermögen je Aktie soll 2015 bei 8,26 Euro liegen und 2016 auf 8,95 Euro anziehen. Die Scout24 AG wird am 21.12.2015 in den SDAX aufgenommen und legt am 30.03.2016 ihren Geschäftsbericht für das Gesamtjahr 2015 vor (der Termin ist noch nicht final bestätigt).

 

Unser charttechnischer Ausblick – Märkte teilweise an wichtigen Kursbereichen

DAX-Future (Kontrakt 03-16)

Das angenommene Wochenziel von 10.150 Punkten erreichte der DAX-Future bereits am Montag, bevor der Markt sein Unterstützungsniveau in Richtung 10.800 Punkte verließ. Mit einem Wochentief im Bereich 10.125 Punkte und einem Hoch nahe der 10.850-Punkte-Marke erlebte der Markt eine weitere recht volatile Woche, die die eine oder andere gewinnbringende mit sich Chance brachte. Der Wochenschlusskurs lag im Bereich 10.600 Punkte. Trotz des Anstiegs der Vorwoche sollte die Abwärtsseite weiterhin mit einem leichten Vorteil behaftet sein. Short-Überlegungen könnten somit weiterhin zu dem einen oder anderen Trade führen, da ein erneutes Absacken in Richtung 10.300 Punkte als durchaus realistisch eingestuft werden könnte. Unterhalb von 11.000 Zählern sollte der Aufwärtsseite weiterhin wenig Beachtung geschenkt werden.

Chart

 

EUR.USD

Der EUR.USD Kurs  kämpfte in den vergangenen Handelstagen etwas krampfhaft auf der Long-Seite und musste im Laufe der Woche etwas abgeben. Das alte Hoch und die Marke 1,1050 wurden am Montag und Dienstag nur leicht übertroffen, bevor am Donnerstag das Wochentief bei etwa 1,0800 erreicht wurde. Der Schlusskurs von Freitagabend lag nahe 1,0860 und somit etwa 130 Ticks tiefer als in der Vorwoche. Die schon in der vergangenen Woche angesprochene Unterstützung 1,0850 sollte auch in den kommenden Tagen Bestand haben. Kurse darüber könnten durchaus weiterhin Käufe ermöglichen. Die 1,10er-Marke sollte wieder erreicht werden. Ein nochmaliges Absacken unter 1,0850 beziehungsweise 1,0800 könnte der Short-Seite entgegenkommen, hier jedoch sollte situativ eine neue Analyse durchgeführt werden.

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Bund-Future (Kontrakt 03-16)

Der Bund-Future vollzog in den vergangenen Handelstagen eine für die Long-Seite etwas unvorteilhafte Bewegung. Gleich am Montag tendierte der Markt eher abwärts, was ab Dienstag zu einem Vorteil auf der Short-Seite führte. Das Wochenziel von 157,25 Punkten wurde am Mittwoch erreicht. Am Donnerstag und Freitag bewegte sich der Markt dann erneut in die Gegenrichtung und erreichte zum Wochenschluss wieder das Niveau der Vorwoche. Das Wochentief lag etwa 50 Ticks unter dem angenommenen Wochenziel bei 156,75 Punkten und der Wochenschluss bei gut 159,00 Zählern. Alles in allem eine recht volatile Woche auf der Long- wie auf der Short-Seite. Kurse oberhalb von 158,30 Punkten könnten erneut für vorsichtige Long-Überlegungen dienlich sein. Als Ziel könnte die Marke von 159,75 Punkten angenommen werden. Ein Absacken unter die Unterstützung 158,30 könnte erneut Chancen auf der Abwärtsseite eröffnen – hier mit einem etwas konservativeren Ziel von 157,50 Punkten.

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S&P-Future (Kontrakt 03-16)

Nur kurz unterschritt der S&P-Future das Tief von Mitte November, bevor er sich mit recht starkem Momentum in Richtung 2.070 Punkte aufmachte – um zum Wochenende wieder an dem besagten Tief zu landen. Gut 90 Punkte hinauf und dann wieder gut 90 Punkte hinunter ist somit die Kurzbeschreibung der vergangenen Handelswoche. Die angepeilte Short-Tendenz trug also primär am Donnerstag und Freitag Früchte. Der Freitagsschlusskurs lag annähernd auf dem Unterstützungsniveau des Tiefs von Mitte November im Bereich 1.990 Punkte. Wie schon in der vergangenen Handelswoche bleibt interessant, wie der Markt mit dem Bereich um 1.990 Punkte umgeht. Kurse darunter könnten gegebenenfalls eine Weiterführung der Bewegung von Donnerstag und Freitag darstellen, was den Kursbereich bei 1.950 Punkten zu einem realistischen Ziel macht. Bei Kursen darüber ist Vorsicht geboten und eine Handelspause wäre eine Überlegung wert, da ein eindeutiger Trendvorteil nicht zu definieren ist.

Chart

 

Aktie: Scout24 AG (EUR)

Aufgrund des erst kürzlich vollzogenen Börsengangs der Scout24 AG (ISIN: DE000A12DM80 – Symbol: G24 – Währung: EUR) stehen bisher nur wenige Daten zur Auswertung zur Verfügung. In den letzten Wochen hat sich der Wert leicht positiv entwickelt, wobei auffällig ist, dass sich überwiegend rote Kerzen zeigen. Die positiven Entwicklungen sind somit oft außerhalb der hiesigen Handelszeiten entstanden und bildeten sich im Kursverlauf als Gaps ab. Aktuell befindet sich die Aktie gegenüber ihrem ersten Kurs bei 30,75 Euro im Plus.

 

Dieser Wert scheint noch eine Art magnetische Wirkung zu haben – weder nach oben noch nach unten konnte sich der Wert nennenswert entfernen. Ein aus der Charttechnik ableitbarer Vorteil lässt sich bis dato noch nicht erkennen, was vorerst zu wenigen Ideen für einen Handel in diesem Wert führt. Wenn sich aus anderen Gründen Käufe ergeben sollten, wären Punkte wie 29,90 Euro oder auch 29,35 Euro aus der Charttechnik abgelesene potenzielle Stoppunkte. Die Bereiche 34,00/34,50 Euro wären unter Beachtung der Volatilität realistische Kursziele für die kommenden Tage und Wochen. Die ständig auftretenden Gaps sollten in Trade-Szenarien Berücksichtigung finden.

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