Zollstreit-Stopper für die Börse

Bernstein Bank: Deutsche Aktien setzen zurück. Denn auch die Wall Street kam nicht voran. Kein Wunder: Im Zollstreit zwischen China und den USA greift wieder die Skepsis um sich. Wobei die Volksrepublik ein Problem mit der Teuerung hat. Und auch mit der Industrieproduktion.

 

Der DAX bröckelt
Die Bullen an der Wall Street waren am Dienstagabend nicht so recht in die Gänge gekommen. Inzwischen hat US-Handelsminister Wilbur Ross die Hoffnung auf eine baldige Entspannung im Handelskonflikt zwischen den USA und dem Reich der Mitte gedämpft. Nun läuft der Frankfurter Aktienmarkt in Richtung Süden. Der DAX hat zuletzt ein Minus von rund einem halben Prozentpunkt verbucht.

 

Peking hat zwei Probleme
Neue Daten aus China signalisieren derweil, einen Anstieg der Inflation – neben Sonderfaktoren auch eine logische Folge der noch moderaten, aber spürbaren Abwertung des Yuan, mit der Peking den Export am Laufen halten will. So zogen die Verbraucherpreise im Mai binnen Jahresfrist auf 2,7 Prozent an, wie das nationale Statistikamt am Mittwoch mitteilte.

 


 

Der Stand der Konsum-Inflation ist damit der höchste seit 15 Monaten. Im April hatte das Plus noch bei 2,5 Prozent gelegen. Besonders bedenklich: Im Jahresvergleich kletterten die Lebensmittel-Preise für Mai um 7,7 Prozent. Früchte verteuerten sich wegen der Witterung in diesem Zeitraum um 14,8 Prozent, Schweinefleisch wegen der afrikanischen Schweinepest um 18,2 Prozent. Und genau in dieser Lage sinkt die Kaufkraft der Mittelschicht.

Zudem sorgte der schwache Anstieg der chinesischen Erzeugerpreise um 0,6 Prozent für Skepsis. Mitten im Zollstreit also ein neues Signal, dass der chinesische Konjunkturmotor stottert.

Der chinesische Blue-Chip-Index CSI 300 reagierte mit einem Minus von 0,8 Prozent auf 3.691 Zähler. Der Nikkei in Tokio rutschte um 0,4 Prozent auf 21.130 Punkte.

 

Gewinnserie in New York reißt
Am Vorabend war die Skepsis auf dem New Yorker Parkett zu spüren. Der Dow Jones Industrial kam von frühen Gewinnen zurück und stand zur Schlussglocke mit minus 0,1 Prozent bei 26.049 Punkten. Davor hatte der Dow sechs Handelstage nacheinander im Plus geschlossen. Der marktbreite S&P 500 gab um kaum merkliche 0,03 Prozent auf 2.886 Punkte nach. Dagegen zog der Nasdaq 100 mit plus 0,2 Prozent moderat an auf 7.514 Stellen.

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Der Grund für die Scheu der US-Anleger:
Präsident Donald Trump hatte am Dienstag Öl in den schwelenden Zollstreit gegossen.

Er sagte: „Wir hatten einen Deal mit China und sie sind zurückgewichen. Wenn sie nicht wieder zurückkommen zu diesem Deal, dann habe ich kein Interesse.“ China brauche ein Abkommen. Was die oben erwähnten Konjunkturdaten zu bestätigen scheinen.

 

Das bringt der Tag
Bleibt zu guter Letzt der Blick in den Terminkalender. Spannend wird es um 14.30 Uhr, dann laufen die US-Verbraucherpreise für den Mai ein. Zeitgleich werden die Realeinkommen für den Mai gemeldet.

Und um 16.30 folgen die Rohöllagerbestandsdaten der staatlichen Energy Information Administration.

 


 

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