FXCM: Trading Coach Stefan Riße im Interview

Interview mit Stefan Riße

David Ernsting, Herausgeber von broker-test.de, hat mit Stefan Riße, Trading Coach bei FXCM, über die aktuelle Marktlage und sein Engagement beim Forex Broker FXCM gesprochen.

Hallo Herr Riße. Sie sind der neue Trading Coach bei FXCM Deutschland. Was bedeutet das genau und welche Aufgaben warten auf Sie als Trading Coach?

Ich werde zukünftig in Form von Webinaren, Seminaren und Roadshows den Kunden von FXCM mit meiner Trading-Erfahrung insbesondere im Bereich von CFDs bzw. Forex zur Verfügung stehen. Hier werde ich Handelsstrategien mal etwas außerhalb des üblichen technische-Analyse-Mainstreams präsentieren. Ich coache also denjenigen, der gecoacht werden möchte. FXCM wird dadurch vor allem auch für Leute attraktiv, die mit dem Trading erst starten.

Wie kam es zu diesem Engagement? Es heißt, Sie waren auch schon vorher mit der FXCM-Handelsplattform sehr vertraut.

Ich bin seit Oktober für die HPM Hanseatische Portfoliomanagement als Portfoliomanager tätig, und in naher Zukunft auch als Partner und Teil der Geschäftsleitung. Meine bisher ausschließlich im Eigenhandel sehr erfolgreich umgesetzte Handelsstrategie, die ich Anfang des Jahres auch testiert vorlegen werde, setze ich zukünftig auch für Kunden um.
Hier kommt FXCM ins Spiel, denn als institutioneller Anleger brauche ich eine verlässliche Tradingplattform mit allzeit fairen Ausführungen. Die bietet nach meinen sehr eingehenden Recherchen vor allem FXCM mit ihrer "No Dealing Desk Policy"

Hat das eine Rolle bei der Entscheidung gespielt für FXCM tätig zu werden?

Ja, natürlich. Ich bin von der Plattform überzeugt und deshalb auch bereit, diese weiterzuempfehlen. Und als ehemaliger Vorstandsvorsitzender des Contracts-for-Difference-Verbandes habe ich einen ziemlich guten Überblick bezüglich der Qualitätsunterschiede.

Sie arbeiten ja schon seit vielen Jahren in der Finanzbranche. Viele Trader kennen Sie nicht nur als Buchautor, sondern vor allem durch Ihre Berichte beim Fernsehsender n-tv. Werden Sie in diesen Bereichen weiter tätig sein?

Mit meinem Buch "Die Inflation kommt!" habe ich ja einen der Wirtschaftsbestseller des Jahres 2010 gelandet. Die enorme Schuldenblase treibt die Leute um, und deshalb widme ich mich der Thematik auch laufend in meinem Blog www.rissesblog.de und werde dies auch mit einem aktuellen Buch wieder tun, wenn es an der Zeit ist. Nach wie vor bin ich zudem einmal pro Woche bei n-tv als Experte zu sehen. In der Regel donnerstags um 11:40 Uhr.

Als Finanzmarktexperte stehen Sie schon immer für klare Aussagen, die auch mal konträr zum allgemeinen Medientenor stehen. Wie bewerten Sie daher die aktuelle Lage an den Finanzmärkten, vor allem hinsichtlich der Währungsmärkte?

Der Euro wird im kommenden Jahr stärker werden als es die meisten glauben. Diese Prognose fußt aber nicht etwa auf meinem Glauben in die Handlungsfähigkeit der Eurozonenländer. Das Bild, das hier insbesondere Deutschland abliefert, ist grauenvoll. Denn wenn wir den Euro retten wollen, dann muss dies mit einem klaren Bekenntnis geschehen, um die Spekulation aus dem Markt zu nehmen.

Aber die Regierung Merkel versteht von den Märkten leider nicht viel.
So oder so wird aber auch ein Scheitern des Euros so schnell nicht gehen, wie sich das die Marktteilnehmer vorstellen, die short in der Gemeinschaftswährung positioniert sind. Da das nach meinen Indikatoren sehr viele sind, setze ich als „Contrarian“ hier einfach auf die Gegenseite und den Short-Squeeze.

Welchen Rat würden Sie der deutschen Bundesregierung mit auf den Weg geben, um aus der Staatsfinanzkrise heraus zu kommen?

Unbedingt mal die Geschichte der Weimarer Republik genau studieren und hier insbesondere die Zeit der Regierung Brüning. Dann würde sie sehen, dass übertriebene Sparpolitik viel schlimmere Folgen haben kann, als eine Inflation, die durch etwas zu lockere Geldpolitik ausgelöst werden kann. Denn auf Brüning folgte Hitler!

Und welchen Tip haben Sie für unsere Leser parat?

Ihre Leser sind ja börseninteressiert, sonst würden sie hier ja nicht unterwegs sein. Das ist schon von Vorteil, denn die Mehrheit der Deutschen hat sich nach dem Platzen der Dotcom-Blase und dem Lehman-Crash völlig von der Börse zurückgezogen und setzt mehr denn je auf sichere Anlagen – sprich Festzinsanlagen.

Das mag nominale Kapitalsicherheit bedeuten, aber ich bin durchaus nicht so pessimistisch, dass ich reihenweise Staaten und Banken zusammenbrechen sehe. Reale Kapitalsicherheit aber bedeutet es nicht, weil die Minizinsen schon jetzt unter der Inflation liegen, was langfristig nach meiner Prognose noch schlimmer wird.

Anleger sollten sich deshalb auch hier wie immer außerhalb des Mainstreams bewegen und gewisse Risiken eingehen. Die Inflation bietet durchaus auch große Chancen für diejenigen, die auf die richtigen Assets setzen. Meine Vermögensverwaltungsstrategie heißt deshalb auch „Inflation Opportunities“.

Herr Riße, vielen Dank für das Interview!

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