Aktie im Fokus: BASF – Analysten von Deutsche Bank Research prognostizieren über 20% Kurspotenzial

Die im DAX eingebundene Aktie des Konzerns BASF notierte am 09. März 2026 via Xetra auf einem hier für die Analyse relevanten Zwischentief von 43,90 Euro.

Seitdem konnte sich das Wertpapier bis auf ein Zwischenhoch vom 14. April 2026 auf 55,05 Euro erholen.

Zuletzt handelte die BASF Aktie im Bereich rund um die 49,11 Euro Marke.

Aufgrund dieses Kursverlaufs wären die nächsten Ziele auf der Ober- und Unterseite näher abzuleiten.

  • Die Widerstände kämen bei 50,79 Euro, 52,42 Euro, 55,05 Euro, 57,68 Euro, 59,31 Euro und 61,94 Euro in Betracht.
  • Die Unterstützungen lägen bei 46,53 Euro und 43,90 Euro.

 

BASF Aktie Chart

Analyse der Broker-Test.de Redaktion

Bei einem Kurs rund um 48,90 Euro hat sich die BASF-Aktie von ihrem Zwischentief im März spürbar erholt und liegt seit Jahresbeginn mit etwa 14% im Plus. Vom 52-Wochen-Hoch bei 55,05 Euro trennt den Titel damit nur noch ein überschaubarer Abstand. Doch wie es weitergeht, darüber sind sich die Analysten so uneinig wie selten – und genau das macht den Wert interessant.

Den optimistischen Pol markiert die Deutsche Bank: Analystin Virginie Boucher-Ferte bestätigte erst Mitte Juni ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 60 Euro – das entspricht einem Aufwärtspotenzial von gut 23%. Sie rechnet damit, dass das operative Ergebnis (EBITDA) des Chemiekonzerns im zweiten Quartal um fast ein Drittel zulegt. Am anderen Ende der Skala steht JPMorgan: Analyst Chetan Udeshi hält an seiner „Underweight“-Einstufung fest und sieht den fairen Wert trotz einer leichten Anhebung lediglich bei 40 Euro. Seine Sorge gilt der schwachen Nachfragesichtbarkeit in den wichtigen chemischen Endmärkten.

Dazwischen liegt Jefferies mit einem „Hold“ und 49 Euro – ziemlich genau auf Höhe des aktuellen Kurses.

 

BASF: Kurs und Kursziele auf einen Blick
Angaben in Euro (Xetra)
48,92 €
Aktueller Kurs
▲ rund +14 % seit Jahresbeginn
60 €
Höchstes Kursziel (Deutsche Bank)
▲ +23 % Potenzial
40 €
Vorsichtigstes Kursziel (JPMorgan)
▼ rund -18 % unter aktuellem Kurs
4,6 %
Dividendenrendite
▲ überdurchschnittlich im DAX
Quelle: Unternehmensangaben, Analystenschätzungen. Keine Anlageberatung. Stand: Juni 2026.

 

Die Kern-Fundamentaldaten

Der Reiz von BASF liegt weniger in Wachstumsfantasie als in der Ausschüttung und der Hoffnung auf eine Ergebniserholung. Mit einem KGV von knapp 25 ist der Titel nach den zyklisch gedrückten Gewinnen des vergangenen Jahres optisch nicht billig – auf Basis der für die kommenden Quartale erwarteten Gewinnerholung fällt das Verhältnis allerdings spürbar niedriger aus.

Die Marktkapitalisierung liegt bei knapp 44 Milliarden Euro. Für das Geschäftsjahr 2025 schüttete der Konzern unverändert 2,25 Euro je Aktie aus, woraus sich beim aktuellen Kurs eine attraktive Dividendenrendite von rund 4,6% ergibt – einer der höheren Werte im DAX.

Hinzu kommt ein technischer Rückenwind: BASF läuft noch ein Aktienrückkaufprogramm über bis zu 1,5 Milliarden Euro, dessen erste Tranche Ende Juni ausläuft und das die Nachfrage nach den eigenen Papieren strukturell stützt.

 

Analysten-Einstufungen für die BASF-Aktie
Aktuelle Bewertungen großer Investmenthäuser
Institut Rating Kursziel Stand
Deutsche Bank Buy 60 EUR Juni 2026
Jefferies Hold 49 EUR Mai 2026
JPMorgan Underweight 40 EUR Mai 2026
Quelle: Analystenberichte der genannten Institute. Keine Anlageberatung. Stand: Juni 2026.

 

Fazit: Eher Dividenden- als Wachstumsstory

Anders als bei den großen Wachstumswerten gibt es bei BASF keine einhellige Kurszielfantasie: Das durchschnittliche Analystenziel liegt mit knapp unter 50 Euro nahezu auf Höhe des aktuellen Kurses.

Die Aktie gilt damit als ungefähr fair bewertet – mit einer klaren Zweiteilung zwischen Optimisten, die auf die operative Erholung setzen, und Skeptikern, die auf die zyklische Abhängigkeit und die mauen Endmärkte verweisen.

Wer hier investiert, kauft also weniger ein Kursfeuerwerk als vielmehr einen soliden Industriewert mit ordentlicher Dividende und der laufenden Stütze durch das Rückkaufprogramm.

Ob daraus mehr wird, hängt eben stark von der Konjunktur ab…

Die Quartalszahlen am 29. Juli dürften zeigen, ob die von der Deutschen Bank erwartete Ergebniserholung tatsächlich greift.

Die relevanten charttechnischen Marken für den weiteren Verlauf finden sich im ersten Teil dieser Analyse.

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