DAX Ausblick: Volkswagen-Aktie unter Druck wegen massivem Sparkurs

Der Xetra-DAX ging am Freitag, den 26. Juni 2026 mit einem Kursverlust von 1,29 Prozent und 24.671,22 Punkten aus dem Handel. Das Handelsvolumen via Xetra betrug rund 4,31 Milliarden Euro.

Im Fokus befanden sich zum Wochenschluss einmal mehr die Automobiltitel, vor allem die in den DAX eingebundene Vorzugsaktie von Volkswagen, die via Xetra um 3,91 Prozent auf 74,28 Euro nachgab. Die Marktkapitalisierung des Wolfsburger Automobilriesen schmilzt sukzessive dahin. Im Rahmen der neuesten negativen Nachrichtenlage rund um einen zusätzlichen scharfen Sparkurs, der einen Wegfall von bis zu 100.000 Stellen weltweit mit sich bringen würde (davon hatte das Manager Magazin berichtet), bekommt der gesamte deutsche Automobilsektor gemeinsam Schlagseite. Übel für die Beschäftigten bei Volkswagen, dass bis zu vier Werken in Deutschland die Schließung drohen dürfte. Deutschlands Massenfertiger von Pkws und einstiger global führender Produzent in Bezug auf Stückzahlen steht mit dem Rücken zur Wand.

In China läuft es überhaupt nicht, die Kosten allgemein sind nach wie vor zu hoch, die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland ist ohnehin nicht vorhanden (vor allem auch zu joche Energie- Lohn- und Lohnnebenkosten, sowie ausufernde Bürokratie bremsen) und auch in Bezug auf Modelle, Software und mehr hinkt man der Konkurrenz nicht nur im Reich der Mitte hinterher. Als zusätzlicher Bremsklotz und auch hinderlich bei der Umsetzung von notwendigen Restrukturierungen und massiven Sparmaßnahmen inklusiver Entlassungen von Mitarbeitern und Schließung von Werken, gilt die Konzernstruktur und erst recht die Stimmrechtsverteilung in Wolfsburg. Das Land Niedersachsen ist mir 20 Prozent der Stimmrechte eine blockierende Kraft gemeinsam mit den Vertretern der Arbeitnehmer. Wenn die Politik in Hannover in die Geschicke des Konzerns eingreift, ihr Veto-Ticket zieht, dann dürfte nicht viel Gutes in Bezug auf betriebswirtschaftlich notwenige Schritte dabei herauskommen. Die Automobiltitel verloren zusätzlich am Freitag, weil sich kurz vor dem Ende des ersten Halbjahres offensichtlich eine Reihe von institutionellen Anlegern aus den Einzelaktien von BMW, Mercedes und Volkswagen zurückzogen. Diese Titel gehören seit dem Jahresbeginn zu den Verlierern, wenngleich die Abverkäufe in diese Titel bereits als Abwärtsübertreibung zu werten sein dürften.

Die Leitindizes der Börsen in Amsterdam, London, Madrid, Mailand, Paris und Zürich legten am Freitag durchweg den Rückwärtsgang ein. Auch der Euro Stoxx50 verlor und schloss mit einem Abschlag von 0,73 Prozent und 6.221,55 Punkten.

An der Wall Street beendeten die drei führenden US-Indizes Dow Jones, Nasdaq100 und S&P500 den Handelstag allesamt in der Verlustzone, wobei der Nasdaq100 mit 1,09 Prozent am stärksten verlor und mit 29.118,24 Zählern ins Wochenende ging.

Einmal mehr zeigte sich das gleiche Bild, nämlich enorme Volatilität bei einer Reihe von bekannten Einzeltiteln wie Analog Devices, Applied Materials, Lam Research, Lumentum Holdings, Marvell Technology, Microchip Technology, Micron Technology, Monolithic Power Systems, Nebius Group, NXP Semiconductors, Qualcomm, Teradyne und Texas Instruments – diese Werte verloren alle zumindest 5 Prozent wenn nicht gar bis zu 8 Prozent an Wert.

Prozentual zweistellig ging es bei Western Digital, Seagate und Sandisk bergab.

Die Aktie von Space X zeigte sich recht unbeeindruckt und schloss gar mit einem Plus von 0,15 Prozent mit 153,23 US-Dollar.

Das ist weiterhin deutlich oberhalb des IPO-Preises von 135,00 US-Dollar und auch noch oberhalb des ersten Kurses von 150,00 US-Dollar.

Die asiatisch-pazifischen Aktienindizes gaben sich zum Wochenstart eher uneinheitlich. Während der Nikkei225 in Tokio und der Kospi in Seoul verloren, gewann der TWI in Taipeh, der Hang Seng Index in Hongkong und der ASX200 in Sydney hinzu.

 

 

DAX Kursziele

Die US-Futures wiesen in der Zeit des Wechsels von der asiatischen zur europäischen Handelszeit durchweg Zugewinne auf.

Der Xetra-DAX ging am Freitag, den 26. Juni 2026 mit einem Kursverlust von 1,29 Prozent und 24.671,22 Punkten aus dem Handel.

Zuletzt handelte der DAX im Bereich rund um die 24.731 Punkte Marke.

Ausgehend vom letzten Verlaufstief des 10. Juni 2026 von 24.043,52 Punkten bis zum Zwischenhoch des 22. Juni 2026 von 25.176,21 Punkten, wären die nächsten Ziele zur Ober- und Unterseite zu ermitteln.

 

  • Die Widerstände kämen bei den Marken von 24.744/24.909 und 25.176 Punkten, sowie bei den Projektionen zur Oberseite von 25.342/25.444/25.609/25.876 und 26.042 Punkten in Betracht.
  • Die Unterstützungen wären bei den Marken von 24.610/24.476/24.311 und 24.044 Punkten, sowie bei den Projektionen zur Unterseite von 23.878/23.776/23.611 und 23.344 Punkten zu ermitteln.

 

DAX – Chart

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