DAX rutscht unter 25 000 Punkte – Waffenruhe in Nahost schon wieder Geschichte
Mit der Aufkündigung der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran schalten die Anleger langsam in den Panikmodus. Mit den Worten von US-Präsident Trump und den nun drohenden Taten kommen unangenehme Erinnerungen zurück.
Die Ölpreise reagieren entsprechend und springen aus ihrem wochenlangen Abwärtstrend nach oben.
Der DAX setzt seinen Abwärtstrend nach dem Erreichen eines neuen Rekordhochs zu Beginn der Woche fort und rutscht wieder unter die Marke von 25 000 Punkten.
DAX Chart
Lediglich die Aktien von E.ON, RWE, Brenntag und BASF als Profiteure steigender Energiepreise konnten sich dem Abwärtssog entziehen.
Die Investoren reduzieren ihre konjunkturellen Risikopositionen und versuchen sich über Käufe von Energieunternehmen abzusichern.
Die unwägbare Situation im Nahen Osten gleicht einem kurz vor der Explosion stehenden Pulverfass.
Mit einer Fortsetzung des Krieges im Nahen Osten würde eine vollkommen neue Dimension des Konflikts in der Region erreicht.
Unter starken Verkaufsdruck geraten auch die Banken und Immobilienwerte.
BASF Chart
Die wieder steigenden Ölpreise verstärken die Inflationsgefahr.
Rohöl Chart
Das heute anstehende Sitzungsprotokoll der US-Notenbank rückt dadurch in den Fokus.
Sollte das Pendel auf der Sitzung in zwei Wochen bereits in Richtung Zinserhöhung ausgeschlagen haben, dürften die jetzt anziehenden Energiepreise zusätzlichen Druck auf die Notenbanker ausüben.
Das Eskalationspotenzial im Iran war jedem klar, doch der Zeitpunkt kommt ungelegen.
Inmitten der aktuellen Konsolidierung im Halbleitersektor sieht sich der Markt zusätzlich steigenden geopolitischen Risiken ausgesetzt.
Die zuletzt favorisierten zyklischen Branchen könnten sich als Schuss in den Ofen herausstellen, käme jetzt ein erneuter Bremsklotz für die Konjunktur.
Länger auf höherem Niveau verweilende Energiepreise würden das zarte Pflänzchen Wachstum in Deutschland austrocknen, bevor es die ersten großen Blätter bekommen hat.
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