Mit kleinem Budget Geld anlegen: der Einstieg in die Kapitalanlage lohnt sich!
Geld anzulegen lohnt sich nicht erst, wenn monatlich mehrere Hundert Euro übrig bleiben.
Bevor Sie Geld langfristig anlegen, sollten Sie jedoch prüfen, ob Sie über eine ausreichende finanzielle Reserve verfügen.
Ein Notgroschen kann helfen, unerwartete Ausgaben, wie eine Autoreparatur oder eine kaputte Waschmaschine zu finanzieren, ohne, dass Sie auf Ihre Geldanlage zugreifen müssen.
Kleine Beträge können mit der Zeit wachsen
25 oder 50 Euro im Monat wirken zunächst nicht viel. Über einen längeren Zeitraum summieren sich regelmäßige Sparbeiträge jedoch. Wer beispielsweise jeden Monat 50 Euro zurücklegt, hat nach fünf Jahren insgesamt 3.000 Euro eingezahlt. Nach zehn Jahren sind es 6.000 Euro und nach 20 Jahren bereits 12.000 Euro. Wer Erträge anlegt, statt sie sich auszahlen zu lassen, kann den Vermögensaufbau zusätzlich beschleunigen. Denn auch diese Erträge können weitere Erträge erwirtschaften. Dieser sogenannte Zinseszinseffekt kann den Vermögensaufbau über einen langen Zeitraum hinweg verstärken. Eine kleine Sparrate kann ihre Stärke vor allem bei einem langen Anlagezeitraum entfalten.
Ein Beispiel: Wer monatlich 50 Euro spart, baut mit durchschnittlichen Erträgen über viele Jahre in der Regel deutlich mehr Vermögen auf als die reine Summe der Einzahlungen. Bei einer monatlichen Geldanlage von 50 Euro über zehn Jahre zu drei Prozent Zinsen würde das Vermögen dank des Zinseszinseffekts am Ende der Laufzeit 6.990,10 Euro betragen.
Davon stammen 6.000 Euro aus Einzahlungen und 990,10 Euro aus Zinsen.
Wer heute mit einem kleinen Betrag beginnt, kann die Sparrate später erhöhen, beispielsweise nach einer Gehaltserhöhung.
Wenig Geld ist kein Grund, mit dem Sparen zu warten
Eine geringe Sparrate lässt sich natürlich nicht allein durch einen längeren Zeitraum ausgleichen. Wer weniger spart, baut bei gleicher Rendite grundsätzlich weniger Vermögen auf als jemand, der regelmäßig höhere Beträge anlegt.
Trotzdem kann es sich lohnen, mit einem Betrag zu beginnen, der heute zum eigenen Budget passt, statt den Vermögensaufbau immer weiter aufzuschieben.
Viele Menschen warten auf den vermeintlich perfekten Zeitpunkt oder auf mehr finanziellen Spielraum. In der Praxis kann es sinnvoll sein, zunächst mit einer kleinen Sparrate zu starten und diese später anzupassen.
So können aus 25 Euro monatlicher Sparrate mit der Zeit beispielsweise 50 oder 100 Euro werden.
Entscheidend ist, wann Sie das Geld brauchen
Bei der Wahl einer Geldanlage ist auch die folgende Frage wichtig: Wann benötigen Sie das Geld? Je kürzer der Anlagezeitraum ist und je wichtiger ein bestimmter Auszahlungszeitpunkt ist, desto stärker sollte die Sicherheit im Vordergrund stehen. Sparen Sie beispielsweise für einen Urlaub, den Führerschein Ihrer Kinder oder eine größere Anschaffung in etwa fünf Jahren, können Geldanlagen mit stärkeren Kursschwankungen genau dann an Wert verlieren, wenn Sie das Geld benötigen.
Für solche kurz- bis mittelfristigen Zeiträume können beispielsweise Tages- oder Festgeld in Betracht gezogen werden. Bei Festgeld sollten Sie darauf achten, dass die Laufzeit zu Ihrem Auszahlungszeitpunkt passt.Benötigen Sie das Geld dagegen erst in 15 oder 20 Jahren, haben Sie mehr Zeit, zwischenzeitliche Wertschwankungen auszusitzen. Dadurch können auch Anlagen mit höheren Wertschwankungen grundsätzlich eine Möglichkeit sein, wie beispielsweise Aktienfonds oder ETFs. Dafür sind höhere Erträge möglich.
Dabei gilt: Höhere Renditechancen gehen meist mit höheren Risiken einher. Bei Aktienfonds und ETFs sind zwischenzeitliche Verluste möglich. Wer in einer schwachen Marktphase verkaufen muss, kann unter Umständen weniger Geld zurückbekommen, als ursprünglich eingezahlt wurde. Außerdem spielt die Inflation eine Rolle. Steigen die Preise über viele Jahre hinweg, sinkt die Kaufkraft des Geldes.
Deshalb ist nicht nur entscheidend, wie viel Geld Sie ansparen, sondern auch, welche Erträge nach Abzug der Inflation übrig bleiben.
Auch bei kleinen Beträgen auf die Kosten achten
Eine geringe Sparrate bedeutet nicht automatisch, dass jedes Anlageprodukt dafür geeignet ist. Gerade bei kleinen Beträgen können die Gebühren einen spürbaren Teil der möglichen Erträge ausmachen. Viele Banken bieten inzwischen Sparpläne bereits ab kleinen monatlichen Beträgen an.
Das erleichtert den Einstieg auch dann, wenn nur wenig Geld zum Anlegen verfügbar ist.
- Prüfen Sie deshalb vor einer Entscheidung die Kosten. Welche Gebühren fallen für die Einrichtung oder Ausführung eines Sparplans an?
- Was kostet der Kauf oder Verkauf?
- Und welche laufenden Produktkosten gibt es?
Entscheidend ist immer das Gesamtpaket aus Kosten, Risiko, Anlagezeitraum und Ihren persönlichen Zielen.
Staatliche Förderung für die private Altersvorsorge nutzen
Denn das Altersvorsorgedepot ist für die Altersvorsorge gedacht. Wenn Sie gefördertes Geld vorzeitig entnehmen wollen, müssen Sie die erhaltene Förderung in der Regel zurückzahlen. Legen Sie deshalb nur Geld an, das Sie voraussichtlich bis zum Ruhestand nicht benötigen.
Auch das Altersvorsorgedepot setzt auf die Chancen des Kapitalmarkts. Dadurch sind höhere Erträge möglich.
Allerdings können die Kurse zwischenzeitlich auch fallen und es gibt keine Garantie auf das eingezahlte Kapital.
Die Erfahrung der Vergangenheit zeigt, dass sich Wertschwankungen im Zeitablauf langfristig ausgleichen können und höhere Renditen als bei Garantieprodukten möglich sind.
Prüfen Sie vor einer Entscheidung nicht nur die Förderung, sondern achten Sie auch darauf, wie lange und für welchen Zweck Sie das Geld anlegen möchten.
Regelmäßig sparen, statt auf den perfekten Zeitpunkt zu warten
Machen Sie es sich möglichst einfach. Wenn Sie regelmäßig einen kleinen Betrag zurücklegen, müssen Sie sich nicht ständig fragen, wann der richtige Zeitpunkt für eine Anlageentscheidung ist. Ein Sparplan kann dabei helfen, das Sparen zur Gewohnheit werden zu lassen und bewahrt Sie davor, das Vorhaben immer wieder aufzuschieben. Wenn sich Ihr finanzieller Spielraum später vergrößert, können Sie die Sparrate erhöhen, etwa nach einer Gehaltserhöhung oder bei einer Sonderzahlung.
Wichtig ist, die eigene finanzielle Situation zu kennen, ein konkretes Ziel zu haben und eine Geldanlage zu wählen, die zum Anlagezeitraum und zum eigenen Risikoverständnis passt. Wenn Sie Fragen haben, kann Ihnen Ihre Bank eine individuelle Beratung anbieten.

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Mit nur 3-4 ETFs können Sie ein Portfolio aufbauen, das professionellen Strategien in nichts nachsteht – bei einem Bruchteil der Kosten.
Der Schlüssel liegt nicht im perfekten Timing, sondern in der richtigen Struktur: Ein breit diversifizierter Kern-ETF als Fundament, dazu gezielte Beimischungen je nach Ihrer Situation. So vermeiden Sie typische Kostenfallen und nutzen den Zinseszinseffekt optimal.
Das Beste: Nach der Einrichtung reichen 30 Minuten im Monat.
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