Steuer-Tipps für Rentner: 6 Maßnahmen, damit von der Rente mehr übrigbleibt

Credit Europe BankSeit 2005 sind gesetzliche Renten in Deutschland steuerpflichtig. Waren zu Beginn der Besteuerung nur 50 Prozent der Rentenbezüge steuerpflichtig, so müssen heutige Neurentner bereits 78 Prozent ihrer Bezüge beim Finanzamt abrechnen.

Steuertreibend wirken zudem die jährlichen Rentenanpassungen, denn diese sind stets voll steuerpflichtig. 2019 rutschen allein durch die Rentenanhebung weitere 48.000 Rentner in die Steuerpflicht hinein.

Wer als Rentner Steuern zahlen muss, der sucht nach Möglichkeiten, die Abgabenlast zu mindern. Sechs Tipps können die meisten Senioren für sich nutzen:

1. Sonderausgaben
Wie Arbeitnehmer so dürfen auch Senioren ihre Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung als Sonderausgaben absetzen. Das sind immerhin elf Prozent der Rente. Ferner sind sonstige Sonderausgaben steuerlich anerkannt, zum Beispiel Unterhaltsleistungen für Angehörige, Kirchensteuer, Spenden, Parteibeiträge oder ein gezahlter Versorgungsausgleich. Diese Ausgaben übersteigen den Pauschbetrag von 36 Euro pro Person und Jahr fast immer.

 

 

2. Außergewöhnliche Belastungen
Sämtliche Ausgaben, die zu den außergewöhnlichen Belastungen zählen, sollten für die Steuererklärung addiert und angesetzt werden. Dies können zum Beispiel Kosten für eine neue Brille oder das Hörgerät sein sowie Ausgaben für Zahnersatz oder den neuen Rollator.

Auch nicht verschreibungspflichtige Medikamente auf Rezept, medizinisch verordnete Behandlungen, Honorare für Heilpraktiker oder Zuzahlungen zur Physiotherapie werden anerkannt. Das gleiche gilt für den Einbau eines Treppenlifts im Zuge des altersgerechten Umbaus des Eigenheims.

Bei einem Jahreseinkommen von 20.000 Euro und außergewöhnlichen Belastungen in Höhe von 5.000 Euro können Alleinstehende immerhin fast 4.000 Euro steuerlich geltend machen.

3. Haushaltsnahe Dienstleistungen
Werden haushaltsnahe Dienstleistungen in Auftrag gegeben, so können von den Kosten 20 Prozent abgesetzt werden. Darunter fallen nicht nur Ausgaben für eine Putzhilfe oder ambulante Pflege, sondern auch der Hausnotruf. Wohnen Sie in einem Pflegeheim, sind alle Dienstleistungen, zum Beispiel Haare schneiden oder die Fußpflege, absetzbar.

Die 20-Prozent-Regel greift auch für anfallende Handwerkerrechnungen, die Mieter oder Eigentümer aus eigener Tasche bezahlen. Anerkannt sind beispielsweise Reparaturen an Heizung, Toiletten oder Elektrik, ebenso Maler- oder Gartenarbeiten.

 

 

4. Werbungskosten
Diese Ausgaben betreffen nicht nur Arbeitnehmer. Zwar steht jedem steuerpflichtigen Rentner eine Pauschale von 102 Euro zu, aber dieser Betrag wird oft überschritten.

Als absetzbare Ausgaben erkennt der Fiskus zum Beispiel Steuerberatungskosten an, Ausgaben für den Lohnsteuerhilfeverein, Kontoführungsgebühren, Verbandsbeiträge und Rechtsberatungskosten, wenn es Streit um die Rente gibt. Bei Nebenjobs, die keine Minijobs sind, können Fahrtkosten, Arbeitsmittel und Fortbildungskosten abgesetzt werden.

5. Günstigerprüfung für Kapitalerträge
Bei einem persönlichen Steuersatz von unter 25 Prozent und nicht unerheblichen Kapitalerträgen lohnt sich das Ankreuzen der Günstigerprüfung in der Anlage KAP der Steuererklärung. Dann erstattet das Finanzamt die Differenz zwischen dem niedrigeren persönlichen Steuersatz und der gezahlten Abgeltungssteuer zurück.

6. Behindertenpauschbetrag
Haben dauerhaft gesundheitlich eingeschränkte Personen einen ärztlich bescheinigten Behinderungsgrad zwischen 25 und 100, so können diese Personen je nach Behinderungsgrad Pauschbeträge zwischen 310 und 1.420 Euro pro Jahr geltend machen. Erhöhte Sätze gehen sogar bis 3.700 Euro im Jahr. Zusätzlich sind Fahrtkosten-Pauschalen möglich, die mehrere Tausend Euro jährlich betragen können.

 

Aktie im Fokus: BMW – etwas Luft nach oben ist noch da

Die Aktie der DAX-Konzerns BMW notierte am 03. Juni 2019 auf einem Verlaufstief von 61,14 Euro. Bis zum 25. Juli 2019 kletterte das Wertpapier dann auf ein Zwischenhoch von 70,56 Euro. Derzeit lieg…

Ölpreis: Die Shorties bleiben am Ball!

Der Ölpreis verbilligte sich seit April dieses Jahres um fast 20 Prozent und ein Ende der Talfahrt ist noch nicht in Sicht. Der Grund dafür dürfte aus charttechnischer Sicht der intakte Abwärtstren…

Wirtschaftskalender: Entscheidung der USA über Huawei

Der Wirtschaftskalender vom Montag scheint hinsichtlich makroökonomischer Daten wie üblich recht leer zu sein. Eurostat wird um 1100 Uhr die VPI-Daten für die Eurozone veröffentlichen. Da es sich u…

DAX: Erholungen?

Der DAX ging am Montagmorgen der vergangenen Handelswoche bei 11.762 Punkten in den vorbörslichen Handel. Er startete 2 Punkte über der ersten vorbörslichen Notierung am Montag der Vorwoche und 27 …

NIBC Aktion: Verlosung unter Neu- und Bestandskunden

NIBC Direct versüßt die Sommerzeit mit hochwertigen Gewinnen: Unter allen Neu- und Bestandskunden des Jugend-Tagesgeldkontos (Jugend.Zins.Konto) werden 10 x 100 € zusätzliches Guthaben verlost. Dar…

BaFin veröffentlicht Rundschreiben zu den Mindestanforderungen an das Depotgeschäft

Die BaFin hat die finale Fassung der MaDepot veröffentlicht, des Rundschreibens zu den Mindestanforderungen an die ordnungsgemäße Erbringung des Depotgeschäfts und den Schutz von Kundenfinanzinstru…

Aktie im Fokus: United Internet – Analysten von Jefferies sehen mögliche Kursverdopplung

Die Aktie des TexDAX-Konzern United Internet notierte am 13. Dezember 2016 auf einem hier langfristig relevanten Verlaufstief von 34,40 Euro. Das Wertpapier stieg seitdem bis zum 09. Januar 2018 au…

Britsches Pfund probt den Breakout!

Das Währungspaar GBPUSD stabilisiert sich seit Ende Juli in einer Seitwärtszone, welche von den Tiefs aus dem Jahr 2016 gestützt wird. Ergibt sich hier ein langfristiger Turnaround? Oder zumindest …

Admiral Markets bietet 0.01 Micro Lots im Gold CFD!

Es gibt aufregende Neuigkeiten Seit dem 12. August 2019 hat Admiral Markets die minimale Kontraktgröße im Gold CFD von 0.1 auf 0.01 Lots reduziert – Gold als Microlots bei Admiral Markets!Mit einem…