Ängste um Schwellenländer & Handelsspannungen lassen Aktien sinken

London Capital Group: Die Wall Street schloss über Nacht im Minus, doch oberhalb ihrer Tiefstände. Billionen Dollar schwere Technologieaktien trugen dazu bei, der wachsenden Sorge um die Gesundheit der Schwellenländer entgegenzuwirken. In jeder Woche trifft es eine andere Schwellenmarktwährung. Zuerst war es die Türkei, vor kurzem Argentinien, wo die Politiker die Kontrolle der Märkte wieder zurückgewinnen wollen, und über Nacht kam die Nachricht, dass Südafrika im ersten Halbjahr in die Rezession gefallen ist, was den Rand deutlich in den Keller schickte.

Obwohl die Besorgnis über die Gesundheit der Schwellenländer die Risikobereitschaft beeinträchtigte und die Aktien in die Verlustzone zog, fanden die Anleger Trost beim Tech-Riesen Amazon, der die Marktkapitalisierung von 1 Billionen Dollar überschritt, knapp gefolgt von Apple. Doch die asiatischen Märkte gaben über Nacht nach, da die Handelsspannungen vor dem Beginn der Handelsgespräche zwischen den USA und Kanada belasteten. Die europäischen Märkte weisen auf einen schwächeren Start hin.

Amazon übertrifft 1 Billion Dollar
Amazon hat nur 21 Jahre gebraucht, um ein Billionen-Dollar-Unternehmen zu werden, deutlich weniger als die 38 Jahre, die Apple benötigt hat. Die Amazon-Aktien haben sich im Laufe des vergangenen Jahres aufgrund seines starken Einzelhandels- und schnell wachsenden Cloud-Geschäfts verdoppelt. Sollte Amazon weiterhin mit dem derzeitigen Wachstumstempo zulegen, wird es eine Frage sein, wann, nein, wenn es Apple als das wertvollste Unternehmen der Welt nach Marktkapitalisierung übernimmt.

 

Ängste um Schwellenländer bleiben bestehen
Verluste in Währungen der Schwellenländer und anderen Währungen wie dem Euro trugen dazu bei, den mächtigen Dollar in einer weiteren Sitzung zu stärken. Ebenso haben beeindruckend starke US-Produktionsdaten die Befürchtung schwinden lassen, dass sich die Handelsspannungen negativ auf den Sektor auswirken könnten.

Kurz gesagt, die Wirtschaft feuert aus allen Rohren und ist mehr als bereit, einen weiteren Anstieg der Fed-Zinsen zu verkraften.

Starker Dollar und Handelsspannungen belasten Silber
Der stärkere Dollar kommt aber nicht ohne Kollateralschäden daher. Während die Dollarstärke dem Gold den Glanz genommen hat und seinen Status als sicherer Hafen überschattet, trifft dies auch Silber. Silber ist in diesem Jahr um 17% eingebrochen und hat in der vorangegangenen Sitzung damit den niedrigsten Stand seit Januar 2016 erreicht.

Nicht nur belastet der stärkere Dollar die Nachfrage nach Silber, sondern auch die industrielle Nachfrage nach Silber wird durch die anhaltende Handelsauseinandersetzung der USA mit China, Mexiko, Kanada und anderen Ländern beeinträchtigt.

 

 


 

 

Können Daten des UK Dienstleistungssektors das Pfund beflügeln?
Nach 5 aufeinander folgenden Verlustsitzungen war das Pfund heute endlich wieder im positiven Bereich. Nach enttäuschenden Produktions- und Baudaten richten sich die Erwartungen auf die Aktivitäten des britischen Dienstleistungssektors, der im August von 53,5 im Juli auf 53,9 gestiegen ist.  Dies und zusätzliche Gerüchte, dass die EU einige ermutigende Bemerkungen zum Brexit-Vorschlag von Theresa May machen könnte, indem sie ihre Unterstützung anbietet, hilft dem Pfund wieder auf die Sprünge.

In letzter Zeit sah sich Theresa May zunehmend mit dem Druck von euroskeptischen Abgeordneten konfrontiert.

Auch die Bestätigung, dass Theresa May den BoE-Gouverneur Mark Carney in seinem Amt unterstützt, um das Vereinigte Königreich durch den Brexit zu führen, ist positiv für das Pfund.

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