Aktien mit zaghaften Aufschlägen; Saudi-Fokus begrenzt Gewinne

London Capital GroupObwohl sich die europäischen Börsen am Montag erholten, folgte die Wall Street dem Beispiel nicht. Der Dow, S&P und Nasdaq fielen über Nacht wieder zurück und bauten die Verluste der Vorwoche aus. Die Tech-Aktien wurden wieder mal am härtesten getroffen, wobei Netflix und Apple nach zurückgenommenen Kurszielen und Befürchtungen vor der bevorstehenden Berichtssaison stark zurückgingen.

Die Aktien in Asien verbesserten sich über Nacht, nachdem sie in der Vorwoche schwere Verluste hinnehmen mussten, doch die geopolitischen Spannungen mit Saudi-Arabien hielten die Gewinne begrenzt. Ohne eine Erholung der amerikanischen Börsen werden die Märkte kaum zu einer sinnvollen Aufwärtsbewegung in der Lage sein, zumal die Vorfälle um Saudi-Arabien weiterhin ein Schwerpunkt für den Markt sind.

Die Investoren möchten gerne einen überzeugenden Anstieg der US-Aktien sehen, nachdem der jüngste Anstieg der Treasury-Renditen zu einem Ausverkauf geführt hatte, damit die globalen Aktien wieder freie Luft atmen können.

 

Chinesische Inflation fällt (wieder)
Die chinesische Inflation auf Großhandelsebene ging im September den dritten Monat in Folge zurück, was zu Bedenken hinsichtlich der Inlandsnachfrage und der Gesundheit der größten Volkswirtschaft der Welt führte, da die Spannungen im Handel mit den USA für das Land weiterhin hoch sind.

Der Dollar ist gegenüber dem Yen über Nacht zurückgefallen, da die Risikobereitschaft nachließ und der Zufluss in sichere Häfen zunahm. Der Yen erholte sich dann von der über Nacht getesteten Marke bei 111,62 und bewegt sich heute im Frühhandel höher, da die Stimmung nervös ist und die Risikobereitschaft wieder etwas an Fahrt gewinnt.

 

Pfund stabil, da Brexit-Optimismus zurückgeht
Das Pfund konnte sich gegenüber dem schwächeren Dollar in der vorangegangenen Sitzung und über Nacht behaupten. Da Theresa May eher auf Zeit spielt, als einen Brexit-Vertrag durchzuboxen, ist das Pfund in der Schwebe. Wichtige Fragen sind in den Brexit-Verhandlungen noch offen und eine Lösung wird nicht vor dem EU-Gipfel am Mittwoch in Brüssel gefunden werden. Die Uhren wurden nicht nur auf November, sondern sogar auf Dezember verschoben, da die Verhandlungen noch anhalten. Es wächst das Gefühl, dass die irische Grenzfrage nicht gelöst wird; nach den Worten des EU-Kommissars ist ein No Brexit-Deal wahrscheinlicher als je zuvor.

Trotz der Unklarheiten sah das Pfund gegenüber dem Dollar robust aus. Die Entwicklung des Brexit dürfte der wichtigste Treiber für das Pfund bleiben; für einige flüchtige Minuten werden die Händler jedoch ihre Aufmerksamkeit auf die britischen Arbeitsmarktdaten richten. Es wird nicht erwartet, dass die Daten zu großen Überraschungen führen. Die Arbeitslosigkeit wird im August voraussichtlich konstant bei 4% bleiben. Und die wöchentlichen Einkommen werden in den ersten drei Monaten bis August konstant bei 2,9% erwartet. Sollte es zu deutlichen Aufschlägen kommen, würde dies dem Pfund etwas Optimismus verleihen. Andererseits würden schwache Zahlen das Pfund weiter herunterziehen, da die Brexit-Abwärtsrisiken das Pfund bereits angeschlagen haben.

 


 

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