Aktien steigen moderat – US-Schulterschluss mit Japan

Bernstein Bank: Nach der angeblichen Schicksalswahl reagiert der Euro gelassen, der DAX steigt moderat. Kurz: Der Markt hat die Europawahl abgehakt. Dagegen gab in Asien und im Ölmarkt durchaus die Politik den Takt vor.

Da politische Börsen aber kurze Beine haben, müssen Sie stets ihre regelmäßigen Markt-Updates im Blick behalten.

Moderates Plus im DAX
Der DAX erkämpfte sich bis zum Mittag ein Plus von 0,4 Prozent. Echte News waren Mangelware, zudem auch die Bilanzsaison weitgehend gelaufen ist.

 

US-Schulterschluss mit Japan
Unterdessen wurde US-Präsident Donald Trump im Nippon auffallend herzlich begrüßt. Trump verbreitete Optimismus: Zwar werde es eine umfassende Handelsvereinbarung zwischen den USA und Japan in den nächsten Wochen nicht geben. Vieles werde bis nach den dortigen Wahlen im Juli warten, hatte Trump am Sonntag getwittert.

Doch anders als China will Japan vermeiden, dass Amerika Einfuhrzölle verhängt.

Der Tokioter Leitindex schloss 0,31 Prozent höher auf 21 182,58 Punkten.

 


 

Peking zeigt sich störrisch
Dagegen hat sich Peking offenbar in eine Schmollecke zurückgezogen. Erstmals verwendete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Samstag in einem Kommentar zum Zollstreit mit den USA den Begriff „Kerninteressen“ in Bezug auf die staatlich gelenkte Wirtschaft. Soll heißen: Themen wie das Ende der Bevorzugung heimischer Konzerne sind nicht verhandelbar. Peking will weiter planen und lenken.

Der Begriff „Kerninteressen“ wurde bislang vor allem für Taiwan verwendet. Dennoch kletterte der chinesische CSI 300 um 1,2 Prozent auf 3.637 Zähler.

 

Wall Street fester
Denn Trump hatte vorige Woche versucht, die Wogen rund um Huawei zu glätten. „Ich kann mir vorstellen, dass Huawei in irgendeine Form eines Handelsabkommens einbezogen wird“, sagte der US-Präsident. So ging der Dow Jones Industrial mit einem Plus von 0,4 Prozent bei 25.586 Punkten ins Wochenende.

Der S&P 500 stieg am Freitag um 0,1 Prozent auf 2.826 Zähler.

Der Nasdaq 100 gab dagegen um 0,1 Prozent auf 7301 Punkte nach.

 


 

Verbale Entspannung in Sachen Iran
Derweil scheint sich die Lage im Ölmarkt ein wenig zu normalisieren. „Wir streben keinen Führungswechsel an, wir streben an, dass es keine Atomwaffen gibt“, sagte Trump bei seinem Besuch in Tokio. Er fügte hinzu, er rechne mit „einem Deal“ mit Teheran. Zuvor hatte der US-Präsident den Mullahs noch mit Vernichtung gedroht.

Entspannung also überall. Die Woche könnte also ruhig werden, da wichtige Termine am Montag nicht anstehen und viele Trader wegen des Feiertages am Donnerstag in Urlaub sind.

Zudem bleiben die Börsen in den USA und in Großbritannien heute wegen des Memorial Day geschlossen. Doch gerade in einem dünnen Markt kann die Volatilität ganz plötzlich zuschlagen. Wir wünschen viel Erfolg bei Ihren Trades!

 


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