Aktienausverkauf geht weiter nachdem Amazon & Alphabet enttäuschen

London Capital GroupDank der ermutigenden Ergebnisse von Microsoft feierte die Wall Street am Donnerstag ein fulminantes Comeback und konnte die meisten der hohen Verluste aus der Mittwochssitzung wieder aufholen. Doch wenn die Anleger dachten, dass die Show für die Woche vorbei sei, lagen sie gründlich falsch. Denn diie globalen Märkte waren über Nacht wiederum schwach, nachdem Alphabet und Amazon enttäuschende Ergebnisse vorgelegt hatten, so dass wieder Bedenken über die US-Berichtssaison, das globale Wachstum und den Handel aufkamen.

Amazon und Alphabet enttäuschen
Noch nicht einmal ein Rekordquartalsgewinn reichte aus, um diesen nervösen Markt zu beruhigen. Amazon meldete für die drei Monate bis September einen Quartalsgewinn von 2,9 Milliarden US-Dollar, seinen bisher größten Gewinn überhaupt und seinen vierten Gewinn in Folge über 1 Milliarde US-Dollar. Doch die Wall Street ist eine verwöhnte Diva und immer schwieriger zufrieden zu stellen. Die Verkaufserlöse verfehlten die Erwartungen, und die Verkaufsprognosen für das vierte Quartal waren auch überraschend zurückgenommen worden, so dass die Aktien im nachbörslichen Handel um 9% zurückgingen.

Alphabet verzeichnete einen Umsatz von 33,75 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 21% gegenüber dem Vorjahreszeitraum, verpasste aber die Erwartungen der Analysten deutlich.

 


 

Die Enttäuschungen der Lieblinge der Wall Street reichten aus, um die Aktien wieder einmal weltweit in die Tiefe zu schicken, was zeigt, wie zerbrechlich jeder Aufschwung ist. Die asiatischen Märkte gaben ebenfalls nach, und auch die europäischen Börsen deuten auf einen schwächeren Start hin.

US-BIP im Fokus
Der Dollar verzeichnete gegenüber einem Währungskorb den höchsten Stand seit mehr als einem Jahr, da die Anleger vor der Volatilität an den Aktienmärkten flohen so dass die Zuflüsse in die sichereren Häfen zunahmen. Da der Dollar auf einem solch hohen Niveau handelt, werden die Anleger dem BIP und den heutigen Inflationszahlen besondere Aufmerksamkeit schenken.

Es wird erwartet, dass das BIP der Vereinigten Staaten im dritten Quartal auf Jahressicht noch immer bei sehr respektablen 3,3% notieren wird, nachdem es im zweiten Quartal bei 4,2% lag. Dies stellt zwar eine spürbare Verlangsamung dar, aber die US-Wirtschaft wäre weiterhin auf dem Weg zu einem Wachstum von 3% im Jahr 2018, dem höchsten seit 13 Jahren. Sollte die BIP-Zahl schwächer als prognostiziert ausfallen, wird dies die Angst vor einer Abkühlung der Wachstumsdynamik nur noch verstärken. Dies könnte die Anleger auch dazu veranlassen, sich zu fragen, ob die Fed ihren Weg der zukünftigen Zinserhöhungen überdenken muss, was den Dollar schnell nach unten ziehen könnte.

Vergessen wir nicht, dass die Daten zu langlebigen Gütern und Wohnimmobilien in letzter Zeit schwächer waren; jede Verlangsamung des Wirtschaftswachstums wird die Anleger dazu zwingen, sich zu fragen, ob wir uns in der Nähe von Gewinnspitzen für US-Unternehmen befinden. Diese Frage belastet den Markt während der gesamten Ertragssaison – die Stimmung ist allenfalls fragil zu nennen.

 

 

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