Aktienmärkte erholen sich; Aufmerksamkeit auf US-Inflationszahlen gerichtet

London Capital Group: Die Aktienmärkte brachen am Mittwoch weltweit ein, da die Anleger eine Verschärfung der Handelsspannungen verdauten, nachdem das Weiße Haus mit Zöllen auf weitere chinesische Importe im Wert von 200 Mrd. USD gedroht hatte.

Die Industrieaktien, die am stärksten im Dax und Dow vertreten sind, waren am stärksten betroffen, was dazu führte, dass der Dax am Mittwoch 1,5% einbüßte und der Dow über Nacht 0,9% verlor.

Die Risikobereitschaft war niedrig, umfassende Zuflüsse in zehnjährige US-Treasuries drückten die Rendite auf 2,84% und führten zu einem Dollaranstieg gegenüber seinen Peers. Auch die Rohstoffwährungen lagen deutlich tiefer, was dem Greenback Auftrieb verlieh und zwar zu dem  Ausmaß, dass der Dollar gegenüber dem traditionellen sicheren Hafen japanischer Yen zulegte, während er auch den Reiz des sicheren Hafen Goldes übertraf, was das Metall fallen ließ – etwas, was wir aufgrund der Risikoaversion nicht gerade erwarten würden.

Die Rohstoffe waren jetzt, wo Trump den Einsatz erneut erhöht hat, stärker betroffen als die Aktien; die Basismetalle fielen aufgrund von Nachfragebedenken, Kupfer erfuhr in der letzten Sitzung einen Rückgang von 3% und büßte über Nacht weitere 0,6% ein.

Öl fällt 6%
Was als Rückgang des Öls begonnen hatte endete in einem Einbruch um 6%. Das war der größte Verlust an einem Tag in zwei Jahren für das Rohöl, da die Nachfragesorgen zusammen mit dem erhöhten Angebot den Preis einbrechen ließen.

Da China und die USA zusammen ca. ein Drittel der globalen Ölnachfrage stellen, würde jede Verlangsamung in diesen Wirtschaften im Zusammenhang mit dem Handelskrieg logischerweise die Ölnachfrage und somit auch den Ölpreis beeinträchtigen; das ist eine begründete Angst und eine Angst, die dazu führen könnte, dass das Brent-Öl die Unterstützung bei 72,50 USD aufgrund der Nachrichten um eine Vergeltung durch China verliert.

 

 


 

 


Optimismus bei Handelsmustern
Die asiatischen Märkte ignorierten den Rückgang an der Wall Street über Nacht und konsolidierten die Verluste, bevor sie dann anzogen, Europa zog nach. Das Muster, das wir in den letzten 24 Stunden mit Verlusten und Konsolidierung gesehen haben und dem solide Aufwärtsbewegungen folgten, ist dasselbe, dass wir nach alten Zollankündigungen gesehen haben und eines, das wir wohl auch sehen werden, sollte China zurückschlagen.

Es deutet Optimismus bei den Händlern an, dass die Handelsspannungen in der Zukunft durch Verhandlungen nachlassen werden.

Jegliche Vergeltung durch China wird heute eine wichtige treibende Kraft an den Märkten sein, was die Rohstoffe möglicherweise in den Keller ziehen und dem Dollar Auftrieb verleihen wird.

 

Wird die US-Inflation den Dollar auf 95,00 anheben?
Der Dollar hielt sich über Nacht und konnte seine Gewinne aus der Vorsitzung halten, da die Anleger ihre Aufmerksamkeit auf die US-amerikanischen VPI-Daten richten. Die Inflation in den USA dürfte im Juni im Jahresvergleich mit 2,9% auf ein 6,5-Jahreshoch geklettert sein, während die Kerninflation im Jahresvergleich mit 2,3% deutlich über das Ziel der Fed gestiegen sein dürfte.

Auch wenn es sich hierbei nicht um das Lieblingsmaß der Inflation handelt, so wird es genau verfolgt werden, nachdem die Durchschnittslöhne im Stellenbericht die Erwartungen nicht erfüllen konnten.

Eine höhere Inflationszahl als erwartet könnte den Dollar-Index auf 95,00 gehen lassen. In der Zwischenzeit könnte eine negative Überraschung den überragenden Dollar wieder unter Kontrolle bringen.

 

 

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