China und US-Demokraten stoppen die Börse aus

Bernstein Bank: Die Bären haben die Macht auf dem Frankfurter Parkett übernommen. Zum einen musste der weltweite Handel die offizielle Aufnahme eines Impeachment-Verfahrens der Demokraten gegen US-Präsident Donald Trump verarbeiten. Zum anderen wetterte The Donald unerwartet harsch gegen die Volksprepublik China.

Ein Deal im Zollstreit rückt offenbar in weite Ferne.

 

Deutsche Industrie enttäuscht
Es geht bergab an der deutschen Börse: Der DAX hat im frühen Handel 1 Prozent nachgegeben auf 12.184 Zähler. Zunächst sorgte die deutsche Industrie mit neuen, negativen Daten für Skepsis. Die Ausfuhrerwartungen der Industrie fielen im September um 2,9 auf minus 5,2 Punkte, wie das Ifo-Institut mitteilte.   Damit ist die Stimmung unter den deutschen Exporteuren so schlecht wie seit der Finanzkrise 2009 nicht mehr.

 

Demokraten starten Trump-Impeachment
Zudem sinnierten die Börsianer über die jüngste politische Entwicklung in Washington D.C. – die möglichen Auswirkungen haben wir für Sie schon in einem Special Report zusammengefasst. Die US-Demokraten kündigten gestern die Einleitung eines Amtsenthebungsverfahrens des Repräsentantenhauses gegen Trump an.

Der jüngste Auslöser dafür war der angebliche Machtmissbrauch von Donald Trump – er soll die Ukraine gedrängt haben, Korruptionsermittlungen gegen die Familie des demokratischen Herausforderers Joe Biden einzuleiten.

Das dürfte mindestens die Unsicherheit an den Weltbörsen steigern.

 

Verluste in Asien
So sorgte das mögliche Impeachment auch an den asiatischen Börsen für Zurückhaltung: Der chinesische CSI-300 gab um 0,8 Prozent nach auf 3.871 Stellen. Der Nikkei 225 schloss in Tokio mit einem Verlust von 0,4 Prozent bei 22.020 Zählern. Zwar könnten die Republikaner im Senat das Verfahren abschmettern. Doch wahrscheinlich hat das Gezerre Einfluss auf den US-chinesischen Handelsstreit. Denn wenn der amerikanische Präsident seine Zeit mit Schlammschlachten verplempern muss, kann er keine Deals aushandeln.

Zumal die Kommunisten in Peking die Angelegenheit genau beobachten werden und vielleicht darauf warten, dass ein softer Nachfolger im Weißen Haus den Zollstreit im Sinne der Volksrepublik beendet.

Was sowohl die chinesische als auch die amerikanische Wirtschaft belasten dürfte.

 


 

Tiraden gegen China
Trump selbst scheint sich dessen bewusst zu sein, gestern nahm er gegenüber Peking kein Blatt vor den Mund. Auf der Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York warf er China abermals unfaire Handelspraktiken vor. Die Anklageliste ist lang: Erhoffte Reformen nicht durchgeführt, Staatssubventionen, Währungsmanipulationen, Technologie-Klau, Diebstahl geistigen Eigentums.

Trump wurde noch deutlicher:
Er hoffe zwar auf eine Einigung im Handelsstreit, werde jedoch kein schlechtes Abkommen für die USA akzeptieren.

 

Schrecken in New York
Angesichts der jüngsten Entwicklungen zogen die US-Börsianer am Vorabend die Handbremse an. Zudem hatte sich die Stimmung der US-Verbraucher im September wegen des Handelskonfliktes mit China überraschend deutlich abgekühlt hat.

Der Dow Jones rutschte um 0,5 Prozent auf 26.808 Punkte, der S&P 500 verlor 0,8 Prozent auf 2.967 Zähler und der Nasdaq 100 knickte um 1,4 Prozent auf 7.710 Stellen ein.

 

Das bringt der Tag
Trader im britischen Pfund dürfen sich auf einen neuen Akt im Brexit-Theater freuen:
Die britischen Abgeordneten werden heute aus ihrer Zwangspause ins Parlament zurückkehren, nachdem das oberste britische Gericht die Pause für illegal erklärt hatte.

Um 16.00 Uhr stehen die US-Neubauverkäufe im August an.

Und um 16.30 Uhr werden die Rohöllagerbestandsdaten (Woche) der staatlichen Energy Information Administration gemeldet.

 


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