DAX: Unterstützungszone ist gefallen, wie geht es weiter?

RoboForex: Der Unterstützungsbereich bei 9.250 wurde gleich zu Beginn der letzten Handelswoche am 08. Februar durch eine dynamische Abwärtsbewegung ausgehebelt. Diese Abwärtsbewegung führte den DAX im Tief bis auf 8.770 Punkte. Das Tief der Vorwoche liegt bei 8.693 Punkten und sollte für die kommende Woche als Unterstützung fungieren. Von diesem Tief aus setzte am Donnerstag eine Erholungsbewegung ein, die bis zum Handelsschluss am Freitag Bestand hatte. Allerdings fehlt bei dieser Erholungsbewegung eine gewisse Dynamik, sodass die Nachhaltigkeit dieser Bewegung zumindest fragwürdig erscheint.

 

Abwärtstrend nur pausiert?
Festzuhalten bleibt, dass sich die technische Situation im DAX durch den Bruch der Unterstützungszone massiv eingetrübt hat und weitere Abwärtsbewegungen in der kommenden Handelswoche einkalkuliert werden müssen.

Unterstützungen und Widerstände:

  • Unterstützungen 8.890 – 8.690 – 8.555 – 8.353
  • Widerstände: 9.130 – 9.250 – 9.300 – 9.610 – 9.790


Ausblick für den DAX:
Zu Wochenbeginn besteht zunächst die Möglichkeit, dass die Zwischenerholung sich bis zum Verlaufshoch bei 9.115 Punkten fortsetzt. Hier befindet sich der erste Widerstand für die kommende Woche. Sollte dieser Widerstand überwunden werden können, steht für den DAX aber die weitaus schwierigere Hürde bevor. Bei 9.250 / 9.300 Punkten befindet sich der vorherige Unterstützungsbereich. Diese Unterstützungszone ist nach der bearishen Auflösung zu einem massiven Widerstandsbereich für den DAX geworden. Gleichzeit verläuft in diesem Punktebereich die Abwärtstrendlinie der diesjährigen Abwärtsbewegung. Hinzu kommt die 20er EMA (grün gestrichelt), sowie das 76,4 Retracement der langfristigen Aufwärtsbewegung. Vor dem DAX liegt also eine Clusterzone mit verschiedenen Widerständen, die eine gute Möglichkeit bietet, um Shorteinstiege in den Abwärtstrend zu suchen.

Sollte dieser Widerstandsbereich durchbrochen werden, könnte durchaus eine ausgedehntere Erholungsbewegung folgen. Da hierbei dann ein Großteil der Anleger auf dem falschen Fuß erwischt werden könnte, sollte dabei auch eine gewisse Dynamik auftreten, die den DAX durchaus bis in den Bereich 9.850/ 9.930 Punkte bringen könnte. Hier liegen die 50er EMA (rot gestrichelt) sowie das Verlaufshoch vom 27. Januar.

Wichtige Wirtschaftsdaten für die kommende Handelswoche:

Zu Beginn der kommenden Woche sind die amerikanischen Börsen aufgrund des President Day´s geschlossen. In der Nacht von Sonntag auf Montag kommen um 03:55 Daten zum Handelsbilanzsaldo aus China. Erwartet wird ein Wert von 60,6 nach 60,1 zuvor. Diese Daten können zu Handelsbeginn gleich für Bewegung sorgen. Man beachte dabei, dass die amerikanischen Börsen geschlossen sind und diese Daten daher bis Dienstag noch nachwirken können.


Weiterhin ist am Montag zu beachten, dass der EZB-Vorsitzende Mario Draghi eine Rede in Brüssel hält. Da die Politik der Notenbanken eine besonders große Beachtung an den Börsen erfährt, sollte man Montag 15 Uhr im Kalender haben. Am Dienstag folgen um 11:00 Uhr die ZEW-Konjunkturerwartungen für den Februar. Nach einem Wert von 10,2 im Vormonat wird für Februar nur ein Wert von 3,2 erwartet. Positive Überraschungen sind hier nicht ausgeschlossen. Neben Draghi am Montag steht für die Anleger am Mittwoch um 20 Uhr ein weiterer wichtiger Termin zum Thema Geldpolitik auf dem Plan. Dann werden die FOMC-Sitzungsprotokolle veröffentlicht. Diese sind eine detaillierte Aufzeichnung der Sitzung des FED, welche 2 Wochen vorher abgehalten wird. Die Protokolle bieten einen detaillierten Einblick in die Diskussionen der FED-Mitglieder.

Am Donnerstag folgen der Verbraucherpreisindex aus China für den Januar (Prognose 1,9% nach 1,6% zuvor) sowie der Philly Fed Herstellungsindex aus den USA. Hier wird ein Wert von -2,8 nach -3,5 zuvor erwartet. Den Abschluss der kommenden Handelswoche machen am Freitag Daten zum Kern-Verbraucherpreisindex für den Januar in den USA. Hier wird eine Verteuerung von 0,2% nach 0,1% zuvor erwartet.

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