Der Euro bereitet sich auf einen neuen Durchbruch vor

Bernstein Bank: Wir alle erinnern uns noch, wie die Rallye des S&P 500 vom späten Frühjahr bis Mitte Sommer das Währungspaar EUR/USD in die Höhe trieb. Das Paar stieg dann von 1,08 auf 1,18. Das vierte Quartal des Jahres 2020 ist dem zweiten Quartal sehr ähnlich. Wird sich diese Geschichte wirklich wiederholen?

EUR/USD

EURUSD

Wir sehen jetzt, dass der US-Aktienmarkt nach den Präsidentschaftswahlen beginnt, den Aufwärtstrend umzukehren. Die Investoren sagen voraus, dass die Demokraten die Wirtschaft in beispielloser Weise unterstützen und riesige Mengen an Liquidität in die Finanzmärkte fließen lassen werden.

Erwähnenswert ist auch, dass in einer Zeit der Unsicherheit vor der Wahl viele Anleger pausiert haben und nun beginnen, zu Risikoanlagen zurückzukehren. In dieser Situation dürfte der US-Dollar gegenüber den wichtigsten Weltwährungen zunehmend an Boden verlieren.

 


 

Was geschieht jetzt in Europa?

Das Coronavirus verbreitet sich mehr und mehr in ganz Europa, aber diesmal versucht die Regierung, die Situation unter Kontrolle zu bringen. Die Menschen arbeiten weiter, und es werden verschiedene Quarantänemaßnahmen eingeführt, aber es ist bereits jetzt zu erkennen, dass die zweite Welle der Krankheit auf organisiertere Weise bekämpft wird.

Im Allgemeinen bricht die Wirtschaft nicht wie im Frühjahr zusammen, und es ist wahrscheinlich, dass Europa in diesem Zustand auf einen Impfstoff warten kann, um die Situation zu stabilisieren.

Natürlich gefällt der EZB diese Art von Euro überhaupt nicht, da der billige Euro immer den Export unterstützt und die Inflation beschleunigt. Es ist kein Zufall, dass Christine Lagarde in ihrer letzten Rede die Wirksamkeit des Sofortprogramms zum Rückkauf von Vermögenswerten aufgrund der Pandemie sowie die Anti-Krisen-Frührefinanzierungsoperationen bestätigt hat.

Nach ihren Worten können wir davon ausgehen, dass diese Maßnahmen der EZB in naher Zukunft fortgesetzt werden.

Wird der Euro höher steigen?

Die EZB-Bilanz wächst langsamer als die US-Notenbank, so dass wir jetzt davon ausgehen können, dass das EUR/USD-Paar das Potenzial hat, zumindest auf den nächsten Wert von 1,20 zu wachsen, obwohl die EZB versuchen wird, dies auf viele Arten zu verhindern.

Aber jeder erinnert sich noch gut daran, als die Ankündigung der Lockerung der Geldpolitik der Bank of England im November zu einem Anstieg des Pfunds führte. Dasselbe könnte sich für den Euro wiederholen.

Natürlich wird in der gegenwärtigen Situation viel vom Zustand der US-Finanzmärkte abhängen, aber die Euro-Bullen haben gute Chancen, sich zu zeigen.

Was erwartet uns heute?

08.45 Uhr Harmonisierter Verbraucherpreisindex in Frankreich für Oktober
11.00 BIP der Eurozone für Q3 und seit Jahresbeginn
14.30 US-Produzentenpreisindex für Oktober

Disclaimer & Risikohinweis

78% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter.

Der Inhalt dieser Publikation dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich in diesem Kontext weder um eine individuelle Anlageempfehlung oder -beratung, noch um ein Angebot zum Erwerb oder der Veräußerung von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Der betreffende Inhalt sowie sämtliche enthaltenen Informationen ersetzen in keiner Weise eine individuelle anleger- bzw. anlagegerechte Beratung. Jegliche Darstellungen oder Angaben zu gegenwertigen oder vergangenen Wertentwicklungen der betreffenden Basiswerte erlauben keine verlässliche Prognose oder Indikation für die Zukunft. Sämtliche aufgeführte Informationen und Daten dieser Publikation basieren auf zuverlässigen Quellen. Die Bernstein Bank übernimmt jedoch keine Gewähr bezüglich der Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Informationen und Daten. An den Finanzmärkten gehandelte Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Ein Contract for Difference (CFD) stellt darüber hinaus ein Finanzinstrument mit Hebelwirkung dar. Der CFD-Handel beinhaltet vor diesem Hintergrund ein hohes Risiko bis zum Totalverlust und ist damit unter Umständen nicht für jeden Anleger geeignet. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Weitere News Beiträge Weitere News Beiträge