Die lauwarme Reaktion des Pfundes auf das Budget des Schatzkanzlers

London Capital GroupTrotz großer Ankündigungen von höheren Ausgaben und Steuersenkungen ab dem nächsten Jahr reagierte das Pfund nur mäßig auf den Herbsthaushalt des Schatzkanzlers. Dieser begann seine Rede mit verbesserten Wachstumsprognosen des OBR. Danach folgten zusätzliche Ausgaben für NHS, Verteidigung, Universalkredite und die High-Street-Banken. Dies waren die großzügigsten Geschenke seit 2010. Nach der endgültigen Aufgabe der Sparmaßnahmen, wird der persönliche Freibetrag für die Einkommensteuer angehoben, und es wird eine neue digitale Dienstleistungssteuer für Big Tech eingeführt.

Kurz gesagt, es gab viel, was man mögen konnte. Dies alles steht dem Vereinigten Königreich aber unter der Bedingung zur Verfügung, dass ein Brexit-Deal abgeschlossen wird.

Dieser von einem Brexit-Deal abhängige Haushalt hat die Anleger trotz der Aussicht auf mehr Ausgaben von Luftsprüngen abgehalten und hat eine Pfund-Rallye erstickt. Da kein Brexit-Deal abgeschlossen ist und die Gespräche in einer festgefahrenen Lage sind, bestehen Zweifel, ob das größte Finanzgeschenk seit 8 Jahren tatsächlich realisiert werden wird. Das Pfund ging gegenüber dem Dollar niedriger aus der Sitzung.

Das Pfund Sterling hat die Sitzung am Dienstag positiv begonnen, doch der britische Wirtschaftskalender enthält nur wenige Highlights. Nachdem die Brexit-Entwicklungen weiterhin nicht vorankommen sind die Anleger beunruhigt und auch das Pfund wird kaum an Fahrt gewinnen. Auf der Unterseite verharrt der GBP/USD verdächtig nahe bei 1,2776 USD, einem Mehrmonatstief, das in der vergangenen Woche erreicht wurde. Ein Ausbruch über den Widerstand bei 1,2850 USD könnte für das Paar weitere Gewinne in Richtung 1,2880 USD generieren.

Kommen weitere Handelszölle?
Die Wall Street setzte den Ausverkauf der letzten Woche fort und die asiatischen Händler waren über Nacht nervös, nachdem es weitere Zollerhöhungsdrohungen von Trump gegeben hatte. Berichten zufolge hat Präsident Trump ab Dezember Zölle auf alle verbleibenden chinesischen Einfuhren angedroht, falls die nächste Gesprächsrunde mit China scheitern sollte. Das wären Zölle auf Einfuhren im Umfang von etwa weiteren 250 Milliarden Dollar.

 


 

Angesichts der derzeitigen schwachen Marktstimmung würde dieser jüngste Schritt darauf hinauslaufen, auf den bereits am Boden liegenden Markt weiter eingetreten würde und die Aussichten auf eine solide Erholung würden zu Nichte gemacht, was die Wahrscheinlichkeit erhöhen würde, dass die Bären weiterhin die Kontrolle behalten. Der Volatilitätsindex, oder Angstmesser, wie er allgemein genannt wird, stieg auf 27,86 Punkte, den höchsten Stand seit dem 11. Oktober, dies ist auch der zweithöchste Wert seit dem Anstieg der Volatilität im Februar.

Die europäischen Märkte deuten auf eine weitgehend festere Eröffnung hin. Es sieht danach aus, dass sich der FTSE sich gegen den Trend stellen will, da zur Eröffnung mit leichten Abgaben gerechnet wird. Hier belasten insbesondere die Ölschwergewichte, die unter den sinkenden Ölpreisen leiden.

US-Verbrauchervertrauen sinkt von seinem 18-Jahreshoch
Der Dollar profitiert weiterhin von seinem Status als sicherer Hafen, denn er gewann in der vorangegangenen Sitzung über 0,2% gegenüber einem Währungskorb. Die Nachfrage nach einem sicheren Hafen hat die Nachfrage nach dem Dollar im frühen Handel am Dienstag weiter angeheizt. Die Dollar-Händler warten auf das US- Verbrauchervertrauen, das im Laufe des Tages veröffentlicht wird.

Das Vertrauen wird voraussichtlich leicht auf 136 im Oktober sinken, gegenüber 138,6 im September, einem 18-Jahres-Hoch.

Voller Wirtschaftskalender in der Eurozone
Der Wirtschaftskalender der Eurozone sieht einige Veröffentlichungen vor, wie das BIP der Eurozone und Italiens sowie der deutschen Inflation und den Arbeitslosenzahlen. Der Euro könnte vor einer gewissen Volatilität stehen, da er versucht, sich von den Tiefstständen der letzten 7 Wochen zu erholen.

 

 

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