Die Nachfrage nach Benzin sinkt. Die Exporteure haben es nicht eilig?

Bernstein Bank: Am Mittwoch waren die Märkte noch voller negativer Stimmung. In Europa können sie sich nicht auf Hilfe für die betroffenen Unternehmen einigen. Jedes Mitglied der Europäischen Union will ein leckeres Stück von diesem Geldkuchen. Die USA kämpfen gegen die Angst vor einem vorzeitigen Austritt der Wirtschaft aus der Quarantäne.

 

Dow Jones
Der Mittwoch ist gefüllt mit Aussagen von geldpolitischen Entscheidungsträgern in Europa und den USA. George Powell kritisierte den Vorschlag von Donald Trump für negative Zinssätze. Seiner Meinung nach verfügt die Fed über gute Instrumente für weitere Maßnahmen. Offenbar ist die Rallye auf dem US-Markt vorbei, und die Indizes werden sich weiter korrigieren. Der S&P500 verliert deutlich 2% und ist noch weiter von den geliebten 3000 entfernt. EZB-Vizepräsident Luis de Gindos ist jedoch der Ansicht, dass das Schlimmste in Europa vorbei ist, aber die Folgen der Epidemie noch mindestens zwei Jahre lang bewältigt werden müssen.

Allerdings glauben die europäischen Händler solchen Aussagen nicht wirklich. Der DAX-Index verliert am Mittwoch 2,56%. Der Banken- und der Automobilsektor stehen an der Spitze des Verfalls.

 

Die BIP-Daten des Vereinigten Königreichs waren etwas besser als prognostiziert, aber sie hatten fast keinen Einfluss auf den Preis des GPB/USD-Paares. Vor dem Hintergrund des erstarkenden Dollars hat das Pfund vor dem Hintergrund der rückläufigen britischen Wirtschaft überhaupt keine Kraft zum Kämpfen. Jetzt nehmen die Risiken für das Pfund zu.

Wenn die US-Notenbank immer noch negative Zinssätze beschließt, dann werden höchstwahrscheinlich andere Banken das Gleiche tun müssen. In dieser Situation wird sich der Rückgang fortsetzen, da viele Investoren das Pfund bereits jetzt für überbewertet halten. Die Grenze 1.22 bleibt die letzte Stütze vor dem Weg zu 1.14.

In der aktuellen Situation ist es besser, die Entwicklung der Lage von der Seitenlinie zu beobachten.

 


 


Öl

Die OPEC hat am Mittwoch ihre Prognose für die weltweite Ölnachfrage gesenkt. Nach Angaben der Organisation soll sie um 9 Mio. Barrel pro Tag sinken, was etwa 9% der Gesamtproduktion entspricht. Beim Öl reichten die schlechten Vorzeichen und sogar die Daten zu den Ölreserven, die etwas besser ausfielen als die Prognosen, nicht aus, um einen Anstieg auf 30 Dollar pro Barrel zu testen. Bislang hängen die Nachfrage und der Preis für Öl im derzeitigen Stadium nur von der Aufhebung der Quarantänebeschränkungen und der wirtschaftlichen Erholung ab.


Gold

Gold kann jetzt nur aufgrund einiger ernsthafter Äußerungen der obersten Instanzen in die Höhe schnellen. Es scheint, dass die Anleger einen ernsthaften Impuls, vielleicht sehr negative Nachrichten oder Daten, erwarten, der den Goldpreis auf über $ 1730 pro Unze steigen lassen wird.


Was erwartet uns heute?

08.00 Verbraucherpreisindex in Deutschland für April
10.00 EZB-Monatsbericht
14.30 Anzahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung in den Vereinigten Staaten

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