ETF-Monitor: Die Rekordjagd geht weiter

DEKA ETFsNeue Argumente für die Börsenrallye gab es im März keine, und so wurden angesichts der steigenden Kurse die bekannten bemüht: Sinkende Inflation, robustes Wirtschaftswachstum vor allem in den USA, Zinssenkungen der Notenbanken im zweiten Halbjahr.

Die Kriege in der Ukraine und Nahost beeinflussten die Börsen kaum.

Der DAX, der sich in den Monaten zuvor im internationalen Vergleich eher schwergetan hatte, setzte sich im März sogar mit einem Plus von 4,6 Prozent an die Spitze der großen Indizes, gefolgt vom EURO STOXX 50 mit 4,2 Prozent.

Für den S&P 500 waren es 3,1 Prozent.

Der japanische Nikkei 225 legte 2,6 Prozent zu.

Die Emerging Markets hinkten hinterher, brachten aber für den entsprechenden MSCI-Index immer noch 1,9 Prozent mehr auf die Waage.

Der Nasdaq Composite, der viele Monate die Rallye angeführt hatte, zog mühsam mit und verbuchte ein Plus von 1,8 Prozent.

Nur der Shanghai Composite endete mit 0,15 Prozent wieder einmal leicht im Minus.

 

Rohstoffpreise und ETPs steigen, während spezifische Branchen-ETFs zurückfallen.

Auch wenn die Weltwirtschaft insgesamt noch lahmt, Rohstoffe waren nach Monaten der schwachen Nachfrage im März dank konstruktiver Konjunkturdaten wieder gefragt.

Der S&P Global Base Metal machte einen Sprung um 15,2 Prozent, der Goldpreis verteuerte sich um 9,1 Prozent.

Der Ölpreis legte für die Sorte Brent um 4,6 Prozent zu und kam in die Nähe der Marke von 90 US-Dollar pro Fass.

Am Währungsmarkt fing sich der zuvor schwächelnde US-Dollar und legte gegenüber dem Euro 0,2 Prozent zu.

Wie die Indizes so liefen auch die ETPs, die Exchange Traded Products mit Notes und ETFs.

Rund 80 Prozent der in Europa gehandelten Titel waren im März positiv.

Abgesehen von gehebelten Produkten lagen Minenwerte ganz weit vorne.

Gold- und Silberminen-ETFs verteuerten sich um 19 Prozent, für Kupferminen-Fonds waren es noch 17 Prozent.

Dienstleister für die Ölindustrie glänzten mit 13 Prozent. Europäische Banken schoben sich 11,7 Prozent hoch.

Von den Länderfonds ragte Spanien heraus, dessen ETFs bis 11,5 Prozent zulegten.

Bei den relativ wenigen Verlierern waren es vor allem chinesische Branchen-ETFs, die kräftig verloren, für Biotech zum Beispiel rund sechs Prozent.

Auch die Schwäche beim Verkauf von Elektroautos hinterließ Spuren.

Fonds auf die Infrastruktur dafür verloren glatt 7,3 Prozent.

 

Entwicklung AuM in Assetklassen in % (indexiert, rollierend 5 Jahre)

 

 

Anlageklassen

Bei den Flows ragten einsam die Aktien heraus.

Für sie gab es netto 9,7 Milliarden Euro neue Mittel.

Für den Geldmarkt waren es 797,4 Millionen Euro-Nettomittel mehr, während sich die Anleihen mit 445 Millionen und die Rohstoffe mit 204,6 Millionen Euro begnügen mussten.

 

Netto-Mittel: Ab- und Zuflüsse nach Anlageklassen in Mio. Euro

 

Nettomittelabflüsse

Verlierer waren Aktien-ETFs mit Titel außerhalb der großen Indizes. Aus ihnen wurden 1,1 Milliarden Euro abgezogen.

Euro-Unternehmensanleihen wurden abgebaut, ein Verlust von 967,3 Millionen Euro.

Ein Minus von 962,2 Millionen war es für globale Schwellenländer-Anleihen in lokalen Währungen.

Kurzlaufende Euro-Staatsanleihen wurden abgestoßen. Sie verloren Nettomittel von 808 Millionen Euro.

Auch der Medizinsektor, sonst als stabile Anlage beliebt, musste Federn lassen. Er verlor 548,7 Millionen Euro.

 

Nettomittelzuflüsse

Auch die einzelnen Anlagekategorien zeigten eine klare Aktiendominanz bei den Gewinnern.

Globale Standardwerte erhöhten ihr Volumen um 3,4 Milliarden Euro, gefolgt von US-Standardaktien mit 2,9 Milliarden Euro.

Aber trotzdem waren auch Anleihen gesucht. Die Euro-Staatsanleihen sammelten 1,6 Milliarden frisches Geld ein.

1,2 Milliarden Euro waren es für die Standardaktien der Eurozone.

Schließlich profitierten die Schweizer Aktien mit 904,7 Millionen Euro.

 

Fazit

Kann die Rekordjagd so weiterlaufen? Kurzfristig sicherlich, aber warnende Stimmen am Markt werden lauter.

Der DAX seit Jahresbeginn mit zehn Prozent Plus, der EURO STOXX 50 mit 12 Prozent, der Nikkei mit zwanzig Prozent, und gleichzeitig schießt der Preis des Goldes nach oben, das ja oft als Absicherung gegen Marktverwerfungen gekauft wird.

So hört man öfter den alten Börsenspruch: „What goes up, must come down.“

Danach sollten auch die Märkte früher oder später korrigieren und zur Normalität zurückkehren.

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