Euro trotz Koalition der populistischen Parteien in Italien höher

London Capital Group:
Da die Devisenmärkte am Sonntag geöffnet sind, sahen wir bisher keine Reaktion auf den deutlichen Fortschritt bei den Gesprächen zwischen den beiden Führern der Anti-Establisment-Parteien in Italien. Der Vorsitzende der euroskeptischen Partei MoVimento 5 Stelle, Lugigi Di Maio und der Vorsitzende der extremen Rechten, Matteo Salvini, versuchen eine funktionierende Koalition zu schaffen, um das politische Vakuum zu füllen, das in Italien seit der Wahl im März besteht. Die populistischen Parteien dürften ihre Entscheidung am Montag bekanntgeben.

Sollten ihre Verhandlungen gut verlaufen, wie der Bericht vermuten lässt, und sollten sie sich auf einen Premierminister einigen, den der italienische Präsident akzeptiert, so werden sie die erste Anti-Establishment-Regierung in Italien und Westeuropa bilden.

Das ist nach einer seit 2 Monaten anhaltenden politischen Sackgasse sicherlich positiv, hat jedoch einen deutlich negativen Punkt in dem Sinne, dass eine solche Koalition die italienischen Beziehungen zur Europäischen Union beeinträchtigen könnte, was möglicherweise die sich langsam erholende italienische Wirtschaft durcheinander wirbelt.

Zu den erwarteten Maßnahmen gehören neue Verhandlungen von EU-Abkommen mit einer härteren Einstellung, auch wenn ein kompletter Rückzug aus der Europäischen Union nicht angestrebt werden dürfte, was in gewisser Weise erklärt, warum der Euro nicht auf die Nachrichten reagiert hat. In der Zwischenzeit verleiht auch ein schwächerer Dollar dem Euro Auftrieb.

 

Dollar im Korrekturmodus
Auch wenn er in der Vorwoche ein Viereinhalbmonatshoch erreicht hat, so zeigte sich der Dollar zum Ende müde und schloss die Woche im Vergleich zu den meisten seiner Pendants schwach. Eine leicht schwache VPI-Zahl und Fed-Chef Jerome Powell, der sich genau an das Skript hielt, leiteten für den Dollar einen Korrekturmodus ein, der sich in die neue Woche strecken dürfte. Externe Faktoren könnten die Dollar-Rallye in den kommenden Tagen wieder entfachen, vor allem, da VIP- und BIP-Daten aus Japan und der Eurozone schwach ausfallen dürften.

 

FTSE dürfte aufgrund des schwächeren Pfundes schwächer eröffnen
Die BoE hat die Zinsen am Donnerstag nicht angehoben, was das Pfund fallen lassen hat. Das schwächere Pfund verlieh dem FTSE Auftrieb, der 7728 erreicht hat, seinen höchsten Wert seit Januar. Die Währungskorrelation zwischen dem FTSE und dem Pfund war in der letzten Woche recht stark. Da das Pfund im frühen Handel bereits 0,2% zugelegt hat, dürfte sich der FTSE bei der Eröffnung schwertun und hinter seinen europäischen Pendants hinterherhinken.

 


 

Mehr Aufwärtspotenzial fürs Öl?
Nach einer soliden Rallye beim WTI und Brent in der letzten Woche werden sich die Händler diese Woche fragen, ob es weiteres Aufwärtspotenzial gibt? Auch wenn sicherlich das Iranproblem und die Spannungen im Nahen Osten den jüngsten Anstieg zu verantworten haben, dürfte die Aufmerksamkeit erneut auf die einfachen Fundamentaldaten Angebot und Nachfrage zurückgehen.

Die OPEC-Straffung, neue Sanktionen für den Iran und die anhaltenden Probleme in Venezuela bedeuten, dass das Angebot gefallen ist, während die stärker werdende globale Wirtschaft bedeutet, dass die Nachfrage nun viel höher ist.

 

 

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