EUR/USD Analyse: Die Rückkehr zur Logik

RoboForex: Nach den deutlich schwächeren Notierungen in den letzten Tagen und Wochen scheint der Wechselkurs EUR zu USD  jetzt eine Bodenbildung vollzogen zu haben. Trotz des Festhaltens an der Nullzinspolitik der EZB bleiben dem Währungspaar weitere Kursverluste erspart. Dies ist auch darauf zurückzuführen, dass der Markt weitere Lockerungen nicht erwartet hat und die EZB vorerst auf eine Überraschung verzichtet hat. Die schwachen Zahlen zum US-Arbeitsmarkt vom Freitag sorgten zum Wochenabschluss dann für deutliche Kursgewinne beim Währungspaar und bestätigten somit eine vorzeitige Bodenbildung.

 

Übergeordnete Marktsituation EUR/USD

Auf Tagesbasis konnte das Währungspaar einen Rückfall unter die übergeordnete Trendlinie im letzten Moment noch verhindern. Durch den starken Anstieg am Freitag, resultierend aus den schwachen US-Arbeitsmarktdaten, ist zudem wieder eine gewisse Distanz zu dem gefährlichen Bereich hergestellt worden.

 

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Auch in den kommenden Wochen scheint eine Positionierung zu Gunsten des Euro die bessere Alternative zu sein. Durch die schwachen Arbeitsmarktdaten scheint eine Zinserhöhung im Juni durch die US-Notenbank mehr oder weniger vom Tisch. Bereits im Vorfeld hat man sich bezüglich einer Zinserhöhung etwas zurückhaltender geäußert. Unter anderem war zu hören, dass die Entscheidung über den Brexit am 23. Juni maßgeblichen Einfluss auf die Entscheidungen des FED hat und es schwierig erscheint, sich vor dieser Abstimmung schon auf eine Zinserhöhung festzulegen. Die schwachen Non-Farm-Payrolls hatte das FED zudem nicht auf dem Plan und eine Erhöhung der Leitzinsen wird nun noch schwieriger zu rechtfertigen. Vielleicht hat man sich hier im Vorfeld zu weit aus dem Fenster gelehnt.

 

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Aufgrund der angekündigten Zinserhöhung hatte der Euro massiven Nachholbedarf. Der Zinsentscheid der EZB hatte auf den Devisenkurs keinen merklichen Einfluss. Der Markt schien ohnehin weitere geldpolitische Lockerungen nicht auf der Agenda zu haben. Eine Überraschung blieb daher aus und dies spiegelte sich auch im Kurs wieder. Dennoch war eine Bodenbildung bereits zum Donnerstag bereits zu erkennen (abflachende und leicht ansteigende Tiefpunkte – gelbe Rechtecke). Die Abwärtsdynamik ließ im Laufe der Woche zunehmend nach und am Donnerstag wurden bereits steigende Tiefpunkte ausgebildet. Die Kursreaktion nach Veröffentlichung der Non-Farm-Payrolls bestätigte die Bodenbildung abschließend.

 

Unterstützungen und Widerstände:

 

Non-Farm-Payrolls beim EUR/USD:

Auf dem M15-Chart wird das Ausmaß der Bewegung nochmal besonders deutlich. Kursschwankungen des EUR/USD vor Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktzahlen sind nur unwesentlich zu erkennen. Hier lässt sich gut erkennen was passiert, wenn der Markt überrascht wird und plötzlich ein besonders hohes Volumen auftritt und alle in den Markt rein oder raus wollen. Solange man auf der richtigen Seite steht, ist alles in Ordnung. Wenn dies aber nicht der Fall ist, ist ein gutes Krisenmanagement angesagt.

 

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