EUR/USD Analyse: FED verbreitet Optimismus!

RoboForex: Der Wechselkurs EUR/USD  konnte trotz eines negativen technischen Ausblicks in der vergangenen Handelswoche wieder deutlich zulegen und die 50er-EMA wieder zurückerobern. Zum Schluss der abgelaufenen Handelswoche kämpfte das Währungspaar mit der 200er-EMA, konnte diese aber nicht abschließend überwinden. Impulse kamen in der vergangenen Woche insbesondere von der FED. Diese zeigte sich hinsichtlich der kurzfristigen Aussichten optimistisch und hielt eine Zinserhöhung noch in 2016 nicht für ausgeschlossen. Eigentlich hätte dies einen stärkeren US-Dollar zur Folge haben müssen aber auch hier spielen die Erwartungen wieder eine besondere Rolle.

 

Übergeordnete Marktsituation EUR/USD

Trotz der Aussichten auf eine weitere Zinserhöhung des FED in 2016 konnte der Euro gegenüber dem USD nach dem Zinsentscheid des FED deutlich zulegen. Grundsätzlich würde eine Zinserhöhung des FED einen stärkeren USD und damit fallende Notierungen beim EUR/USD zur Folge haben. Die Entwicklung beim Währungspaar ist aber genau umgekehrt und damit nicht wirklich logisch. Es zeigt vielmehr deutlich auf, dass an den Finanzmärkten die Erwartungen die Notierungen bestimmen und Kursentwicklungen immer aus einem Abgleich der eingetretenen Fakten mit den vorangegangenen Erwartungen resultieren.

 

Chart

 

Die Entwicklung beim Währungspaar EUR/USD seit Mittwoch lässt den Schluss zu, dass die Marktteilnehmer im Vorfeld mit einem stärkeren Signal des FED für eine Zinserhöhung gerechnet haben. Die zuletzt starken US-Arbeitsmarktdaten aus den USA sprechen zumindest dafür. Das Fed verwies nach dem Zinsentscheid auf die moderat wachsende Wirtschaft und den starken Stellenzuwachs im Juni. Viele Analysten halten den Ton der Fed-Erklärung für "deutlich optimistischer" als noch im Juni. Damit könnte der Weg für eine Zinserhöhung in September gebahnt werden. Allerdings ist eine Zinsanhebung im Dezember deutlich wahrscheinlicher, da im November die US-Wahlen auf der Agenda stehen.

 

Der Wahlausgang dürfte auf die Geldpolitik des FED einen nicht unerheblichen Einfluss haben. Für die ursprüngliche Planung, den Zinssatz auf 0,75 bis 1,00 Prozent anzuheben, wird die Zeit jetzt immer knapper und die Anhebung damit zunehmend unwahrscheinlicher. Hierfür hätte das FED um Janet Yellen in der Sitzung unter der Woche ein deutliches Signal und einen Plan verkünden müssen. Dies blieb aus und der Markt beginnt einzupreisen, was schon länger klar war: Eine weitere Zinserhöhung in 2016 ist möglich aber zwei Zinsschritte fast schon unmöglich.

 

 

Ausblick für den EUR/USD:

Die 50er-EMA (rot gestrichelt) konnte durch das Währungspaar in der letzten Handelswoche zurückerobert werden. Ein Wochenschlusskurs über der 100er- und 200er-EMA (blau gestrichelt) konnte dem Währungspaar allerdings nicht gelingen. Die beiden Durchschnittslinien begrenzen das Währungspaar zugleich auf der Oberseite. Hinzu kommen zwei Verlaufshochs auf einem ähnlichen Kursniveau. Für den Wochenstart ist es daher durchaus wahrscheinlich, dass der EUR/USD zunächst eine kurze Korrektur vollzieht und diesen wichtigen Widerstand nicht beim ersten Anlauf bullish aushebelt. Sofern dies doch gelingen sollte, wäre eine dynamische Fortsetzung der Aufwärtsbewegung die Folge.

 

Chart

 

Bei einer kurzfristigen Korrektur ergeben sich unter anderem die im Chart eingezeichneten Korrekturlevel. Zum einen das 38,2er-Retracement, das mit dem Verlaufshoch vom 28. Juli einhergeht. Hier würde sich beim EUR/USD die erste Chance für eine Stabilisierung bieten. Ein weiteres Korrekturziel wäre das 61,8er-Retracement in Verbindung mit der 20er-EMA (grün gestrichelt). Hier befindet sich bereits ein weiteres Korrekturtief, ebenfalls vom 28. Juli. Darunter bestünde lediglich noch beim 76,4er-Retracement das Potenzial für eine Stabilisierung. Oberhalb des Vorwochenhochs dürfte die derzeitige Aufwärtsbewegung fortgesetzt und eine Korrektur zunächst verschoben werden.

 

 

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