Europäischen Märkte verschieben Fokus von BoJ auf US BIP

ThinkForex: Japan: Die Händler sind am Freitag sehr über die geldpolitische Entscheidung der Bank of Japan enttäuscht. Wie am Anfang der Woche schon berichtet, hatten die Märkte erwartet, dass die BoJ richtig Gas gibt und das Risiko für Enttäuschungen demnach sehr hoch ist. Es hat den Anschein, dass die Zentralbanken ihre Ansätze synchronisieren und zu keinen großen Maßnahmen greifen. Dies wurde zuerst bei der Bank of England beobachtet, wo der Markt ein großes quantitatives Packet nach der Brexitwahl erwartete, dennoch hat sich die BoE dazu entschieden zu warten. Die EZB folgte den Spuren der BoE und nahm die "warten was passiert"-Haltung ein. Am Freitag hat sich die BoJ dazu entschieden die quantitativen Lockerungen nicht zu erhöhen oder den Zins zu verändern.

Die Entscheidung der BoJ hat den japanischen Yen gestärkt und man kann beobachten, dass die Währung das Level von 100 Yen gegenüber dem Dollar im kommenden Quartal brechen wird. Ein starker Yen ist schlecht für die Landesexporte und die Zentralbank ist daran interessiert, dass der Yen nicht zu stark wird. Es war die These der Investoren, die dachten das die BOJ die Füße nicht still halten würde und nicht eingreifen wird.

Die BoJ hat beschlossen ihr Asset-Kaufprogramm zu erweitern und ETFs zu kaufen. Der Gesamtbetrag des Kaufes wird 6,6 Billion Yen sein, im Gegensatz zum vorherrigen Level von 3,3 Billion Yen. Das ist sicherlich ein beachtlicher Anstieg, doch nicht gerade das was der Markt erwartet hat. Die Bank bestätigte das die globale Wachstumsschwäche, die Brexit Abstimmung und die Volatilität, was ein direktes Resultat daraus ist, zu dieser Entscheidung gezwungen hat.

Amerika:
Die Händler legen den Fokus auf die kommenden US Q2 BIP Zahlen. Das jüngste FOMC Statement zeigte aggressive Anzeichen, aber wie üblich bei Bekanntgabe des nächsten Zinssatzes, lenkte sie nicht den Markt. September und Dezember sind die einzigen beiden Optionen und beachtet man, dass die US Wahlen im November sind, so glauben die Anleger das die FED das Risiko einer unnötigen Erhöhung der Volatilität der Märkte nicht in Kauf nimmt. Somit ist der Dezember der einzige Monat wo man eine Zinserhöhung erwarten kann, sollte diese in diesem Jahr noch kommen.

Autor: Naeem Aslam

 

 

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