flatex-markets: DAX knabbert an der 6600 – Euro hält 1,22 Dollar

Sind die Hürden zu hoch? DAX und S&P 500 schauten gestern kurz über 6000 beziehungsweise 1370 Punkte, doch heute früh liegt die vorbörsliche Notiz beim DAX wieder bei 6581 Zählern. Dabei hat Ben Bernanke eigentlich geliefert, was man von ihm hören wollte. Zwar kein sofortiges QE3, womit auch niemand gerechnet hatte, doch eine kühle Analyse der Lage in den USA. Dazu gehört ein desaströser Arbeitsmarkt, die Möglichkeit einer leichten Rezession und unzureichende Wirtschaftsdaten. Desweiteren sieht er die Krise in Europa auch klar auf die USA ausstrahlen. Ergo steht man mit weiteren Maßnahmen Gewehr bei Fuß, wenn sie denn nötig sein sollten. Am Markt spricht nun aber einiges dafür, dass kurzfristig alleine aufgrund mangelnder Phantasie die Zeiten härter werden. Das könnte auch den Dollar betreffen, der gestern kurzfristig wieder deutlich stärker wurde zum Euro, jetzt aber wieder bei 1,2285 zum Euro liegt.

 

Fundamental steht der Markt heute im Zeichen von Hausmarktdaten aus den USA. Erst kommt der MBA Hypothekenindex um 13 Uhr, danach folgen um halb drei die Wohnbaubeginne, erwartet mit 740.0000 und die Wohnbaugenehmigungen mit 733.000. Nach dem Ölmarktbericht um halb fünf steht dann um 20 Uhr die endgültige Veröffentlichung des Beige Book der Fed an. Gerade für den Ölsektor wird der Strauß an Daten auch spannend. Denn noch haben WTI und Brent den Ausbruch aus ihrer Seitwärtsspanne der letzten zwei Wochen nicht bestätigt.

 

Heute früh hängt WTI bei 88,77 Dollar etwas im Minus, auch Brent liegt bei 103,40 Dollar etwas schwächer. Negativ ist auch die Reaktion der Edelmetalle auf Bernankes Aussagen. Gold fällt auf 1578 Dollar zurück, Silber auf 27,20 Dollar. Damit zeigt sich, dass die Edelmetalle einfach einen Auslöser brauchen, um aus ihrem immer engeren Seitwärtstrend auszubrechen. Ein kurzer Blick noch auf die Firmendaten: Yahoo enttäuschte gestern beim Umsatz, Intel konnte den Umsatz nachbörslich als verbessert melden, die Gewinne gingen jedoch zurück. Als Reaktion stieg die Aktie auf passable Aussichten hin aber um 0,8 Prozent an. Heute kommen nun zum Beispiel ebay und IBM mit Zahlen.

 

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