Globale Stimmung trotz politischer Unklarheit im Vereinigten Königreich beflügelt

London Capital Group: Eine Pause bei den Drohungen vor einem Handelskrieg zum Wochenbeginn gab den Händlern die Chance, sich wieder auf die Fundamentaldaten und vor allem auf die anstehende US-Berichtsaison zu konzentrieren. Der Enthusiasmus in diesem Zusammenhang führte dazu, dass die Wall Street die dritte Sitzung in Folge Gewinne verbuchen konnte.

Analog zur USA weiteten die asiatischen Märkte ihre Gewinne über Nacht aus, was zu einem weiteren positiven Start für Europa führt.

Der FTSE, der sich in der Vorsitzung um 0,9% erholte, zeigte gegenüber seinen Peers eine Outperformance, was weitgehend einem deutlich schwächeren Pfund zuzuschreiben war. Der Index könnte heute eher im Einklang mit seinen europäischen Gegenstücken handeln, wenn das Pfund versucht, sich zu stabilisieren.

Pfund stabilisiert sich, da May bleibt und Boris geht
Theresa May konnte sich am Montag hartnäckig behaupten; da die Bedrohungen eines Misstrauensvotums sich als unbegründet erwiesen, bleibt sie weiter PM. Mit der Stabilisierung von Theresa Mays Position konnte das Pfund seine Tiefstwerte hinter sich lassen und schloss den Montag nur 0,3% tiefer.

Britisches verarbeitendes Gewerbe, Industrieproduktion & monatliches BIP
Da es keine weiteren Brexit-Schlagzeilen oder politische Unklarheit im Land gibt, werden die Anleger heute Morgen auf die Daten des verarbeitenden Gewerbes und der Industrieproduktion schauen. Beide Zahlen dürften sich im Mai deutlich erholt haben, nachdem sie im März und April stark gefallen sind, was an den für die Jahreszeit ungewöhnlich harten Wetterbedingungen lag.

Das verarbeitende Gewerbe dürfte im Monatsvergleich um 0,9% zugelegt haben, während die Industrieproduktion im Monatsvergleich 0,5% zugelegt hat, gegenüber einer Schrumpfung von 0,8% im April.

 

 


 

 

Ab diesem Monat wird auch das Nationale Statistikamt einen monatlichen BIP-Bericht veröffentlichen, so dass die Währungshüter häufiger Daten zum Wachstum der Wirtschaft an sich erhalten. Das britische BIP dürfte im Monatsvergleich im Mai um 0,3% gestiegen sein, wobei die dreimonatigen durchschnittlichen Prognosen bei 0,2% liegen, was das niedrigere Wachstum aus den vorangehenden Monaten widerspiegelt.

 

Stärkere Daten dürften dem Pfund Auftrieb verleihen, vor allem eine solide Zahl im Rahmen der monatlichen BIP-Veröffentlichung, die dazu beitragen könnte, das die BoE eher Grund sieht, die Zinsen anzuheben, wenn sich die Währungshüter in drei Wochen treffen.

Jegliche Belege, die darauf hinweisen, dass sich die britische Wirtschaft von ihrem flauen Start in das neue Jahr erholen könnte, könnten dazu führen, dass die Zinserwartungen steigen, was dazu beitragen würde, dass die inländischen politischen Sorgen (aktuell) der Vergangenheit angehören würden und das Pfund in Richtung 1,33 USD steigen dürfte.

 

ZEW-Stimmungsdaten für Deutschland und EZ
Der Euro macht im Juli weiter verlorenen Boden gut, nachdem er unter Handelskriegssorgen und italienischen politischen Sorgen gelitten hatte, die dazu geführt haben, dass er im April, Mai und Juni um 5% gefallen ist. Die Erholung könnte jedoch heute mit der Veröffentlichung der ZEW-Daten zur deutschen Stimmung ins Straucheln geraten. Die Wirtschaftsstimmung hat im letzten Monat ihren niedrigsten Wert seit 2012 erreicht und dürfte in diesem Monat eine weitere Verschlechterung zeigen.

Sollte das der Fall sein, könnte der EURUSD auf 1,1720 USD abzielen, eine positive Überraschung jedoch könnte dazu führen, dass der Euro seine Gewinne ausweitet, was die 1,18 USD erneut in den Fokus bringt.

 

 

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