Gold – Neue Woche, neues Allzeithoch?

Seit Ende Oktober konnte der Goldkurs wöchentlich neue Allzeichhochs markieren. Auch in dieser Woche konnte Der Goldpreis neue Höchststände verzeichnen. Der Kurs konnte am Mittwoch zeitweilig die 1.150 US-$-Marke überspringen, musste dann aber erstmal seinen Rückzug antreten. Trotzdem ist die Euphorie am Goldmarkt ungebremst. Die ersten Analysten projizieren den Anstieg der letzten Woche in die Zukunft weiter und sehen noch bis zum Ende des Jahres Kurse von 1.300 oder gar 1.400 US-$/Feinunze.

Die weiterhin Preistreibenden Faktoren sind auf der Fundamentalen Seite der schwache Dollar und die Zweifel an der konjunkturellen Erholung. Auch der Versuch des Fed-Chefs Bernanke den Dollar in dieser Woche verbal zu stützen, konnte an dieser Situation wenig ändern. Die Daten die Aufschluss über die wirtschaftliche Entwicklung geben können, sind weiterhin ohne klare Tendenz. Die Fed wird den Leitzins nach Schätzungen der Volkswirte frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2010 erstmals wieder anheben. Während erwartet wird, dass die EZB schon bis zum Sommer die Zinswende einleiten wird. Das spricht auch weit bis in nächste Jahr hinein für einen schwachen Dollar und einen aufwärts tendierenden Goldpreis.

Auf der psychologischen Seite lockt der bisherige Anstieg des Goldpreises immer neue Anleger in den Markt, die auch vom steigenden Goldpreis profitieren wollen. Dadurch gewinnt der Kurs weiter an Dynamik, wie man in den letzten zwei Wochen sehr schön beobachten konnte. Daneben spielt auch die Befürchtung der Anleger um eine aufziehende Inflation eine Preistreibende Rolle im Goldmarkt. Aktuell zeigt sich aber noch keine Entwicklung im Preisniveau. In Japan mehreren sich hingegen schon wieder die deflationären Tendenzen.

Wie könnte es in der nächsten Woche beim Gold weiter gehen?

Das Gold befindet sich weiterhin in einem intakten Abwärtstrend. Zum Zeitpunkt der Analyse liegt der Kurs bei 1.135,91 US-$.

Die seit August bestehende Abwärtstrendlinie verläuft derzeit im Bereich von 1.070 US-$. Unterstützung erhält der Dollar derzeit im Bereich von 1.105 US-$. Wird diese Unterstützung gebrochen, liegt im Bereich von 1.070 US-$ ein sehr starker Unterstützungsbereich. Darunter wäre dann Platz bis 1.020 US-$. Der nach dem Bruch der Trendlinie sehr wahrscheinlich auch angetestet würde.

Der RSI liegt mit einem Wert von 73,64 im überkauften Bereich und wäre damit reif für eine Erholung.

Der MACD zeigt noch einen Aufwärtstrend an. In der nächsten Woche könnte sich das Bild aber schon wenden.

Der Tageschart generiert die Fibonacci-Level wie folgt:

0% – 1152,50 / 38,2% – 1104,50 / 50% – 1089,20 / 61,8% – 1074,40 / 76,% – 1056 / 100% – 1026.

Die Zeit für eine Korrektur scheint gekommen. Mutigen Tradern wird empfohlen kleine Shortpositionen aufzubauen, die beim erreichen der Widerstände bzw. Fibonacci-Level glatt gestellt werden sollten.

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