Handelsspannungen & italienische Schlagzeilen ziehen weiter Aufmerksamkeit auf sich

London Capital Group: Die Technologieaktien waren wieder einmal für die Aufregung an der Wall Street verantwortlich. Netflix und Amazon legten jeweils um 1,9% bzw. 1,1% zu, was dazu führte, dass der Nasdaq auf einem Rekordhoch von 7637 schloss. Somit handelt es sich um die zweite Sitzung in Folge, in der die Technologieaktien im Rampenlicht standen und wir hören eine Menge positive Nachrichten zum Sektor, Microsoft kauft GitHub, Apple treibt neue Software voran und der Amazon-Umsatz läuft bestens, während alles andere am Markt etwas trist aussieht.

Der Nasdaq erholte sich die zweite Sitzung in Folge. Die allgemeinere Marktstimmung war deutlich weniger beschwingt, da die Angst vor einem Handelskrieg die Stimmung belastete. Der Dow schloss um 0,05% tiefer und der S&P 1 Punkt höher. Ein eher enttäuschendes Ende, da die ISM-Zahlen für das nicht verarbeitende Gewerbe stark ausgefallen waren und wir Nachrichten hörten, dass der Gipfel zwischen den USA und Nordkorea am 12. Juni wieder stattfinden soll.

Höherer Start in Europa erwartet
Mit Ausnahme des überragenden Technologiesektors, der dem Nasdaq Auftrieb verlieh, führte ein allgemein wenig inspirierendes Handelsende über Nacht an der Wall Street zu einer durchwachsenen Sitzung in Asien. Ein leicht belebterer Handelsstart in Europa dürfte vom FTSE MIB angeführt werden, der auf gutem Weg ist, einen guten Anteil des Abverkaufs in Höhe von 1,1% vom Dienstag wiedergutzumachen.

 


 

Italien ist weiter ein Grund zur Sorge
Auch wenn Italien politisch gesehen das Schlimmste überstanden hat, ist das Bild wirtschaftlich gesehen alles andere als rosig. Die Tatsache, dass neue italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte eine Wirtschaftspolitik einführen dürfte, die die hohe Verschuldung des Landes noch verstärken dürfte, führte bei den Anlegern zu Panik, die nach traditionellen sicheren Häfen wie US-amerikanischen Staatsanleihen suchten, was die Renditen fallen ließ.

 

Der Euro scheint in Giuseppe Conte einen unerwarteten Verbündeten gefunden zu haben, der sagte, dass die neue italienische Regierung keine Pläne habe, aus der Eurozone auszusteigen. Das führte im Zusammenhang mit Berichten, dass die EZB bei ihrer Sitzung am 14. Juni eine lebhafte Diskussion zum Ausstieg aus den QE führen wird, dazu, dass der Euro weiter von den jüngsten Zehnmonatshochs gegenüber dem Dollar zulegte und ein Sitzungshoch von 1,1732 USD erreichte.

 

Loonie erholt sich wegen Optimismus zu Ausnahmen, mexikanischer Peso fällt wegen Nachrichten um Vergeltung
Während der Loonie zulegte, da man hoffte, dass Kanada von den Stahl- und Aluminiumzölle ausgenommen wird, schickten eine Vergeltungsmaßnahmen Mexikos im Rahmen einer deutlichen Eskalation in dem Handelskrieg über die Tarife und ein zunehmend schwer definierbares NAFTA-Abkommen den Peso auf ein Fünfzehnjahrestief.

Mexiko reagierte auf die US-Metallzölle mit Vergeltungszöllen zu einer weiten Bandbreite an US-Agrarprodukten, u.a. Schweinefleisch, Käse und Äpfel. Die Maßnahmen dürften die Handelsspannungen noch verstärken und eine Einigung zum NAFTA-Abkommen vor den mexikanischen Wahlen im Sommer unwahrscheinlich machen.

 

 

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