Hitzefrei in Frankfurt – Warten auf die EZB

Bernstein Bank: Der DAX legt erst einmal eine Ruhepause ein. Nach dem starken Plus vom Dienstag warten die Anleger ab, kühlen sich herunter und sondieren die Lage. Interessante Themen gibt es auf nahe Sicht genug: EZB-Zinsentscheid, Brexit, Zollstreit China-USA sowie die Berichtssaison können die Kurse kräftig beeinflussen.

Verschnaufpause an der Börse
Alles so ruhig auf der Handelsplattform, passend zur Hitze kaum ein Lebenszeichen bei den Realtime-Kursen. Doch den Anlegern sei die Pause gegönnt, tags zuvor hatte der DAX aus Sicht der Bullen den besten Börsentag seit rund vier Wochen hingelegt. Am Mittwochmittag jedoch pendelte der Leitindex unentschlossen mit einem mageren Plus von 0,1 Prozent. Immerhin bewegte sich der Indikator somit in Reichweite der Marke von 12.500. Freuen können Sie sich einer Lethargie wie dieser nur, wenn Sie tagesaktuell CFD handeln. Dann nehmen Sie dank des Hebels auch kleinste Bewegungen mit.

Ein Engagement im Online-Aktienhandel erfordert dagegen Geduld.

Derweil sorgte die Deutsche Bank einmal mehr mit einem größer als erwarteten Minus für Aufsehen. Auch Daimler meldete schwache Zahlen. Am Devisenmarkt behielten die Anleger nach der Ernennung von Boris Johnson zum neuen britischen Premierminister das Pfund im Blick.

 

Warten auf die EZB
Kaum anzunehmen, dass sich bis zum morgigen Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank die Lage auf dem Frankfurter Parkett entscheidend verändert. Die Anleger warten auf eine klare Aussage von EZB-Chef Mario Draghi, ob er schon jetzt eine Wiederaufnahme der Anleihekäufe ankündigt oder wenigstens in Aussicht stellt.

Falls nicht, dürfte das einige Optimisten aus dem Markt treiben.

 


 

Sie wollen wieder verhandeln
Hoffnungen auf eine zeitnahe Beilegung des Zollstreits zwischen den USA und China hatten am Morgen die Kurse in Asien beflügelt. In Tokio schloss der Nikkei 225 um 0,4 Prozent fester bei 21.710 Zählern. In China verabschiedete sich der CSI-300 mit einem Plus von 0,8 Prozent bei 3.820 Stellen. Eine amerikanische Handelsdelegation will irgendwann im Zeitraum zwischen Freitag – dann beginnt die sechswöchige Sommerpause des Kongress im tropisch aufgeheizten Washington – und dem 1. August nach China reisen.

Dies meldete CNBC unter Berufung auf Insider.

Der Stand der Dinge:
Die USA hatten angeboten, die Sanktionen gegen Huawei zu lockern, sofern China verstärkt Agrarprodukte in Amerika einkauft.

 

New York schrammt am Rekord vorbei
Gute Quartalszahlen – etwa von Coca Cola und United Technologies – sowie die aufkeimende Hoffnung im US-Handelsstreit mit China hatten am Vorabend die Wall Street angeschoben. Außerdem applaudierten die Börsianer dem abgewendeten Shutdown, nachdem sich die US-Regierung und Kongressvertreter auf ein neues Haushaltspaket geeinigt hatten. Der Dow Jones Industrial rückte zur Schlussglocke um 0,7 Prozent vor auf 27.349 Stellen. Damit nahm er wieder Kontakt auf zum Allzeithoch aus der Vorwoche – in der Spitze fehlten bei 27.398 Punkten nur rund 30 Zähler zum neuen Rekord.

Auch die anderen Indizes erzielten kein neues Hoch: Der S&P 500 ging 0,7 Prozent fester bei 3.005 Punkten aus dem Handel. Der technologielastige Nasdaq 100 stieg um 0,6 Prozent auf 7.955 Zähler.

 


 

Überraschung am Ölmarkt
Für Aufsehen hatte am Vorabend der Interessenverband American Petroleum Institute (API) gesorgt. API meldete einen Rückgang der amerikanischen Lagerbestände an Rohöl in der vergangenen Woche um fast elf Millionen Barrel. Dieses Minus ist trotz Urlaubssaison und Reisezeit ungewöhnlich stark. Wir sind gespannt, wie der wöchentliche Ölbericht heute um 16.30 Uhr ausfällt.

Das bringt der Tag
Daneben ist der Terminkalender eher dünn befüllt. Interessant wird der amerikanische Einkaufsmanagerindex um 15.45 Uhr.
Außerdem der US-Eigenheimabsatz im Juni um 16.00 Uhr.
An Quartalszahlen wird die Wall Street vorbörslich vor allem Boeing, Caterpillar und UPS begutachten.
Nachbörslich stehen unter anderem die Zahlen von Facebook und Ford an.

 

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