LYNX Broker: Wochenausblick Broker KW 42

LYNX Broker: Noch zeigen sich die globalen Märkte recht stabil, doch nach Tag dreizehn des Shutdown in den USA liegen die Nerven blank. Blendend läuft es hingegen beim Automobilkonzern Volkswagen, welcher einen Absatzrekord nach dem anderen produziert. Unser Ausblick auf die Fundamentaldaten Shutdown – die Zeit läuft den USA davon Weltweit mehren sich die Stimmen, die vor einem weiter anhaltenden Shutdown warnen. Nun hat auch noch die Weltbank vor schwerwiegenden Konsequenzen gewarnt, sollten die US-Politiker die Schuldendecke nicht bis Donnerstag nach oben anpassen. Möglicherweise seien rapide ansteigende Zinsen und geringeres Wachstum die unangenehme Folge, so der Präsident der Weltbank Jim Yong Kim. Die Auswirkungen wären vor allem für Entwicklungsländer und Emerging Markets eine Katastrophe. Auch China fürchtet die Konsequenzen.

Am Montag ist in den USA noch Feiertag (Columbus Day). Die Börsen in den USA haben geöffnet, die Anleihemärkte jedoch geschlossen. Am Montag ist bereits der 13. Tag des Shutdowns. Ob Zentralbanker anderer Währungsräume, IWF-Offizielle, Politiker aus Europa und Asien – sie alle haben das jährliche Meeting des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington genutzt, um die führenden Beteiligten im US-Schuldenstreit aufzufordern, die Schuldendecke in Höhe von 16,7 Billionen US-Dollar unbedingt anzuheben. Gespräche zwischen Demokraten und Republikanern wurden am Samstag ergebnislos abgebrochen.

China präsentiert Konjunkturdaten
Am Freitag werden chinesische Daten zum BIP für das dritte Quartal erwartet. Obendrein kommen Zahlen zu den chinesischen Anlageinvestitionen, Einzelhandelsumsätzen und der Industrieproduktion im September. Die Regierung in Peking sieht ihr Ziel einer Wachstumsrate in Höhe von 7,5 Prozent nicht in Gefahr. Chinas Notenbank prognostiziert sogar ein höheres Wachstum. Die Exporte aus dem Reich der Mitte gingen jedoch im Vergleich zum Vormonat bereits um 0,3 Prozent zurück. Die zweitgrößte Volkswirtschaft und Werkbank der Welt ist stark exportabhängig. Fallen starke Abnehmer wie zum Beispiel die USA und Europa wirtschaftlich gesehen stärker zurück, so reduziert sich Chinas Wachstum deutlich.

Irland benötigt den EU-Rettungsschirm nicht mehr
Dem irischen Ministerpräsidenten Kenny zufolge ist Irland die erste Erfolgsgeschichte der Euro-Rettung. Ab Mitte Dezember soll man in Dublin nicht mehr auf den Euro-Rettungsschirm angewiesen sein, ist aus Quellen der BBC zu erfahren. Am Dienstag legt Kenny den Haushalt für 2014 vor. Ab dem 15. Dezember wird Irland sich wieder selbst an den Kapitalmärkten refinanzieren. 2010 bekamen die Iren von der EU, der EZB und dem IWF 67,5 Mrd. Euro an Hilfen zugesagt. Neben Irland erhielten Griechenland, Portugal und Zypern Unterstützung. Am Montag treffen sich die EU-Finanzminister in Luxemburg. Unterdessen wird bekannt, dass die EZB nun Stresstests beabsichtigt. Die 130 größten Banken in der Eurozone werden auf Herz und Nieren geprüft.

Shutdown von den Märkten beinahe ignoriert
Die vergangene Handelswoche erwischte so manchen Marktbären mit Sicherheit auf dem falschen Fuß. Der Unsicherheit rund um das Thema Shutdown trotzend, sah die Performance der wichtigsten Indizes verblüffend gut aus. Die designierte Nachfolgerin von Fed-Chef Ben Bernanke, Frau Yellen, wurde von den Börsenbullen schon einmal begeistert mit steigenden Notierungen gefeiert. Man rechnet wohl nicht mehr mit einem schnellen Ende der quantitativen Lockerungspolitik der US-Notenbank Federal Reserve. Die Geschehnisse im Kongress sind jedoch ein weiteres Stück unberechenbarer geworden.

Der deutsche Leitindex DAX beendete den Freitag mit einem Punktestand von 8.724,83 und einem Plus von 0,45 Prozent. Der Dow Jones schloss mit einem Plus von 0,73 Prozent bei 15.237,11 Punkten. Der NASDAQ 100 legte an der Technologiebörse NASDAQ um 0,72 Prozent auf 3.233,83 Punkte zu. Der breiter gefasste S&P 500 ging mit einem Zuwachs von 0,63 Prozent und 1.703,20 Zählern ins Wochenende. Gold schloss mit 1.270,20 US-Dollar die Feinunze und gab über die Handelswoche 2,91 Prozent ab. Das Minus auf Jahressicht summiert sich bis dato auf 28,10 Prozent. Rohöl der Nordseesorte Brent notierte zum Handelsschluss bei 111,30 US-Dollar je Barrel. Der EUR/USD zog leicht auf einen Wechselkurs von 1,3542 an, und der Euro-Bund-Future beendete die Woche bei 139,63 Zählern. Zehnjährige Bundesanleihen rentieren nunmehr mit 1,868 Prozent.

Die Finanzagentur der Bundesrepublik Deutschland kündigte für Montag eine neue Auktion für sechsmonatige sogenannte „Bubills “ mit einem Volumen von 3,0 Mrd. Euro und eine Aufstockung von „SchatzII “ mit einer Laufzeit bis zum 11. September 2015 um ein Volumen von 5,0 Mrd. Euro an.

Volkswirtschaftliche Daten und Unternehmensnachrichten
Die neue Handelswoche beginnt am Montag mit nur wenigen Wirtschaftsdaten. In der Schweiz werden um 09:00 Uhr die Erzeuger- und Importpreise für den Monat September ausgewiesen, und um 11:00 Uhr wird die Industrieproduktion der Eurozone für den August publiziert. Am Nachmittag treffen sich die Finanzminister der Eurozone in Luxemburg. Ahlers (D), InVision (D) und 15 US-Unternehmen berichten von ihren aktuellen Quartalszahlen.

Der Dienstag beginnt in der asiatisch-pazifischen Handelszeit mit dem Sitzungsprotokoll der australischen Notenbank RBA (Reserve Bank of Australia) um 02:30 Uhr. Um 06:30 Uhr werden Daten zur japanischen Industrieproduktion und Kapazitätsauslastung im August veröffentlicht. Die deutschen Importpreise für den September erreichen die Händler um 08:00 Uhr. Kurz vor dem europäischen Börsenstart werden noch die französischen Verbraucherpreise für den September ausgegeben. Um 10:30 Uhr – zur gewohnten britischen Datenausgabezeit – werden Verbraucher-, Erzeuger- und Einzelhandelspreise für den September und der Hauspreisindex für den August ausgewiesen. Um 11:00 Uhr bilden die ZEW-Konjunkturerwartungen für den Oktober aus Deutschland und zeitgleich die für die Eurozone das Highlight der europäischen Session. Zum Nachmittag bewegen um 14:30 Uhr der Empire State Manufacturing Index für den Oktober und um 15:00 Uhr die Redbook-Einzelhandelsumsätze aus den USA die Märkte. Die zeitgleich erscheinenden kanadischen Häusermarktdaten für den September werden für Loonie-Trader (USD/CAD) und Engagierte in kanadischen Wertpapieren von Bedeutung sein. Zum Ende des Handelstages um 23:45 Uhr werden noch die neuseeländischen Verbraucherpreise für das dritte Quartal erwartet. Auf Unternehmensseite berichten unter anderem die US-Konzerne Charles Schwab, Citigroup, Coca Cola, Intel, Interactive Brokers, Johnson & Johnson und Yahoo von ihren aktuellen Quartalszahlen. Vor allem Intel und Yahoo könnten an der Technologiebörse NASDAQ für Impulse sorgen.

Der Mittwoch beginnt um 01:30 Uhr in Australien mit dem führenden Indikator des Investmenthauses Westpac für den Monat August. Anleger und Trader in Automobilwerten beachten um 08:00 Uhr die KFZ-Neuzulassungen im September für Europa. Der italienische Handelsbilanzsaldo für den August wird um 10:00 Uhr erwartet. Um 10:30 Uhr werden die britischen Arbeitsmarktdaten für den September publiziert. Die britische Arbeitslosenquote wird weiterhin bei 7,7 Prozent gesehen. Die ZEW-Konjunkturumfrage für den Oktober aus der Schweiz läuft um 11:00 Uhr über die Ticker. Zeitgleich werden die August-Außenhandelszahlen sowie die Verbraucherpreise der Eurozone im September veröffentlicht. Erste US-Daten werden um 13:00 Uhr mit den MBA-Hypothekenanträgen ausgewiesen. Um 14:30 Uhr werden zeitgleich der kanadische Industriebericht für den August und die Verbraucherpreise für den September bekanntgegeben. Die internationalen Kapitalströme für den August aus den USA werden um 15:00 Uhr veröffentlicht. Händler von Rohölkontrakten beachten den Ölmarktbericht der EIA um 16:30 Uhr. Um 19:00 Uhr wird dann noch der NAHB/WF-Hausmarktpreisindex der USA für Oktober zu bewerten sein, bevor um 20:00 Uhr das Beige Book der US-Notenbank Fed die Märkte beschäftigt. Zeitgleich spricht EZB-Präsident Mario Draghi in Frankfurt. Am Mittwoch berichten unter anderem die Unternehmen ASML Holding (NL), Danone (F) und Roche Holding (CH) von ihren aktuellen Quartalszahlen.

Der Donnerstag bringt um 02:00 Uhr das neuseeländische Verbrauchervertrauen im Oktober und um 02:30 Uhr das australische Geschäftsklima für das dritte Quartal. Um 08:00 Uhr werden die japanischen Werkzeugmaschinenaufträge für den September und um 10:00 Uhr die Leistungsbilanz der Eurozone im Monat August bekanntgegeben. Der britische Einzelhandelsumsatz im September wird um 10:30 Uhr veröffentlicht. Um 11:00 Uhr kommen die Produktionszahlen des Baugewerbes der Eurozone im August und die Zahlungsbilanz der Eurozone im zweiten Quartal. Voraussichtlich werden zum Nachmittag um 14:30 Uhr mit den Erstanträgen und fortgesetzten Anträgen auf Arbeitslosenhilfe, den Wohnbaubeginnen und Wohnbaugenehmigungen im September die ersten US-Zahlen ausgegeben. Durch den Shutdown kann es jedoch zu Ausfällen kommen, oder die Ausgabe könnte sich verspäten. Um 15:15 Uhr wird die US-Kapazitätsauslastung im September und um 16:00 Uhr der Philadelphia-Fed-Index für den Oktober publiziert. Von Seiten der Unternehmen werden unter anderem Quartalsberichte von Metro (D), Nestlé (CH) und Delticom (D) erwartet.

Am Freitag stehen vorwiegend Unternehmensnachrichten aus den USA auf der Agenda. Rund 15 US-Unternehmen legen ihre aktuellen Zahlen vor, darunter Morgan Stanley, Schlumberger, Honeywell, General Electric und Baker Hughes. Bei den volkswirtschaftlichen Daten steht schon im asiatischen Handel ab 04:00 Uhr China im Vordergrund: Das chinesische BIP für das dritte Quartal, die Anlageinvestitionen im September, die Einzelhandelsumsätze für den September und die Industrieproduktion für den September beherrschen die Märkte. Die Zahlen werden deutlichen Einfluss auf die Eröffnung an den europäischen Handelsplätzen haben. Ausnahmslos werden im Vergleich zum vorherigen Erhebungszeitraum bessere Daten erwartet. Wie immer werden um 12:00 Uhr die wöchentlichen LTRO-Rückzahlungen an die EZB veröffentlicht. Um 13:00 Uhr findet der kleine Verfall von Optionen auf den DAX und Einzelaktien statt (nicht zu verwechseln mit dem dreifachen Hexensabbat, der als „großer Verfall“ bezeichnet wird). Zum Nachmittag um 14:30 Uhr werden die kanadischen Verbraucherpreise für den September ausgegeben. Um 16:00 Uhr folgt der Index der Frühindikatoren aus den USA für den September. Am späten Abend um 21:30 Uhr wird noch der COT-Report (Commitment of Traders) veröffentlicht.

Volkswagen – auch die Aktie läuft und läuft und läuft
Beachte: Die vorliegende Analyse bezieht sich auf die Vorzugsaktie der Volkswagen AG und nicht auf die Stammaktie des Konzerns. Die Vorzugsaktie der Volkswagen AG (Börsenkürzel: VOW3) ist Mitglied im deutschen Leitindex DAX. Was haben VW PKW, Audi, Seat, Skoda, Bentley, Bugatti, Lamborghini, Porsche, Ducati, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Scania und MAN gemeinsam? Antwort: Sie gehören alle zum Volkswagen-Konzern. Stück für Stück haben sich die Wolfsburger zu einem Automobilgiganten an den globalen Märkten entwickelt. Heute ist der Volkswagen-Konzern eigenen Angaben zufolge der größte Automobilhersteller in Europa. Im Jahr 2012 wurden 9,276 Mio. Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert. 2011 waren es noch 8,265 Mio. Fahrzeuge. Der PKW-Weltmarktanteil des Konzerns lag 2012 bei 12,8 Prozent.

Volkswagen bietet vom Motorrad über den Kleinwagen, die Luxuslimousine bis hin zum Sportboliden das komplette Spektrum. Auch vom Pick-up bis zum Bus und Schwerlast-LKW ist alles dabei. Beispielsweise die Zusammenarbeit mit MAN brachte zudem Einiges mit sich, was viele vielleicht nicht sofort mit Volkswagen in Verbindung bringen. Man fertigt heute nämlich neben Großdieselmotoren (etwa für Schiffe) und Kraftwerken auch Turbolader, Turbomaschinen wie Dampf- und Gasturbinen, Kompressoren und Spezialgetriebe und ist sogar eine Größe im Bereich der Finanzdienstleistungen. Volkswagen beschäftigt rund 550.000 Mitarbeiter in 104 Fertigungsstätten in 27 Ländern (Stand September 2013). Den Angaben von Volkswagen zufolge werden pro Arbeitstag 37.700 Fahrzeuge gefertigt, die in 153 Ländern angeboten werden.

Allein die Pressemitteilungen des Konzerns lassen den Aktionär der Volkswagen AG frohlocken. Am 08.10. wurde publik, dass die Marke Volkswagen PKW in den ersten drei Quartalen 4,36 Mio. Fahrzeuge ausgeliefert habe. Dies entspricht einem Plus von 3,6 Prozent. Am 09.10. wurde gemeldet, Porsche habe die Auslieferungen an seine Kunden um 15 Prozent steigern können und in den ersten drei Quartalen 2013 rund 120.000 Fahrzeuge verkauft. Am 10.10. wurden auch für die Marken Skoda und Bentley Erfolge mit höheren Verkaufszahlen gemeldet. Am 11.10. veröffentlichte VW dann für die ersten drei Quartale 2013 die Zahl von 7,03 Mio. verkauften Fahrzeugen. In der Gesamtbetrachtung ist dies ein Plus von 4,8 Prozent. Es sieht derzeit ganz danach aus, als könne man zum Jahresende in Wolfsburg nochmals eine Steigerung der Absatzzahlen im Vergleich zu 2012 feiern. Einen Trend muss aber auch Volkswagen feststellen: Im Heimatmarkt Deutschland befinden sich die Wolfsburger mit einem Minus von 3,9 Prozent bei den Auslieferungen im Rückwärtsgang.

Am 30.10. kommt aus Wolfsburg der offizielle Zwischenbericht für Januar bis September. Die Jahrespressekonferenz findet dann am 13.03.2014 in Wolfsburg statt und die Hauptversammlung am 13.05.2014 in Hannover. Die Bilanzprognosen für 2013 und 2014 erwecken die Hoffnung auf weiter steigende Gewinne und Dividenden. Nach einem Umsatz von 192,68 Mrd. Euro im Jahr 2012 erwartet die Prognose für 2013 bereits 199,99 Mrd. Euro und für 2014 209,94 Mrd. Euro Jahresumsatz. Das EBIT könnte sich damit von 11,51 Mrd. Euro 2012 auf 11,76 Mrd. Euro 2013 und 13,82 Mrd. Euro 2014 steigern. Die Dividende je Vorzugsaktie könnte so von 3,56 Euro 2012 auf 4,06 Euro 2013 und sogar 5,06 Euro 2014 angehoben werden. Blickt man in die Dividendenhistorie, so entspricht dies mehr als einer Verdopplung der Dividende seit 2008.

Die Analysten geben der Aktie von Volkswagen seit Anfang September einhellig gute Noten. Am 10.09. vergab die UBS das Votum „neutral“ mit dem Kursziel 165,00 Euro. Am gleichen Tag votierten Equinet mit „buy“ und einem Kursziel von 185,00 Euro sowie Independent Research mit „kaufen“ und einem Kursziel von 210,00 Euro. Bernstein sieht am 20.09. ein „market perform“ mit einem Ziel von 170,00 Euro, Kepler Cheuvreux sieht ein „buy“ mit einem Ziel von 210,00 Euro. Die britische Barclays senkt das Kursziel am 23.09. auf 192,00 Euro mit dem Votum „overweight“ und Citigroup vergibt ein „buy“ mit einem Kursziel von 220,00 Euro. Am 24.09. sieht Warburg Research das Papier bei 217,00 Euro und rät zu einem „buy“. JPMorgan urteilt am 25.09. „overweight“ mit Kursziel 214,00 Euro. Die Deutsche Bank senkt am 02.10. das Kursziel auf 220,00 Euro, rät aber zum „buy“. Die Analysten von Nomura belassen am 03.10. die Aktie von Volkswagen mit einem neutralen Votum bei einem Kursziel von 170,00 Euro. Goldman Sachs senkt am 04.10. das Kursziel auf 226,00 Euro, spricht sich aber weiter für ein „buy“ aus. Die Berenberg Bank belässt Volkswagen ebenfalls am 04.10. auf „buy“ mit einem Kursziel von 240,00 Euro (das höchste Kursziel). Die Analysten von Merrill Lynch senken das Kursziel am 07.10. auf 210,00 Euro, vergeben aber ein „buy“. Am 10.10. sieht die Commerzbank das Wertpapier bei 205,00 Euro mit einem „buy“, und am 11.10. vergibt die NordLB das Votum „kaufen“ mit einem Kursziel von 195,00 Euro. Kumuliert man diese Kursziele, so ergibt sich ein Durchschnitt von 203,06 Euro und demzufolge noch ein Kurspotenzial von rund 16 Prozent.

Die Aktie ging am Freitag mit einem Kurs von 175,20 Euro aus dem Xetra-Handel. Das 52-Wochen-Hoch lag bei 187,40, das 52-Wochen-Tief bei 136,60 Euro. Die Performance der Aktie kann sich auf Wochensicht mit 4,22 Prozent sehen lassen, vor allem aber überzeugt die Fünfjahressicht mit 128,33 Prozent. Möglicherweise steuert der VW-Konzern auf einen neuen Absatzrekord zum Jahresende zu. Ein „selling on good news“ ist zum Jahresende hin aber auch ohne Weiteres möglich.

Übrigens: Auf fallende Kurse bei Volkswagen zu setzen ging bei der Stammaktie schon einmal gründlich schief. Zwar ist dies ein extremer Sonderfall, doch die Börsenhistorie zeugt von vielen Überraschungen. In diesem Fall rauschte die VW-Stammaktie binnen zweier Handelstage von rund 200 Euro auf über 1.000 Euro – ein klassischer Short Squeeze der deutschen Börsengeschichte. Gerade deshalb sollte man hier zumindest behutsam und respektvoll vorgehen und Vorsicht walten lassen. Diese Trades sollten nicht zu lange gegen den Seller laufen und Verluste rechtzeitig begrenzt werden.

Unser charttechnischer Ausblick – Ruhe vor neuem Sturm DAX-Future (Kontrakt 12-13)
Wie prognostiziert war der Bereich um 8.500/8.525 Punkte der Umkehrpunkt zur Long-Seite. Der Trendwechsel führte die Kurse zur zweiten Wochenhälfte erneut in Richtung 8.750 Punkte, nur geringfügig unterhalb des bisherigen Allzeithochs. Nun richtet sich der Blick weiterhin tendenziell auf die Long-Seite. Die Unterstützung von 8.500/8.525 Punkten hielt, und der Weg für weiter steigende Kurse wäre möglich. Auch weiterhin bleibt die Zone 8.500/8.525 richtungsentscheidend. Falls die Kurse darunter fallen, sollte vorerst abgewartet werden. Direkte Short-Gedanken sollten weiterhin eher zurückgestellt werden.

DAX 800

EUR.USD
Der EUR/USD blieb auch in der vergangenen Woche oberhalb der Unterstützungsbereiche 1,3500 und 1,3450, was der Long-Seite die eine oder andere Chance bot. Neue Hochs konnten jedoch noch nicht ausgebildet werden. Die Wochenschwankung liegt bei etwa 100 Ticks und geht somit derzeit etwas zurück. Die erwähnten Marken 1,3500 und 1,3450 bleiben für die nächsten Tage bestehen. Kurse darüber sind weiterhin long, und somit könnte auf dieser Seite nach Einstiegen gesucht werden. Ein Absacken unter die Marke 1,3450 sollte das Handeln auf der Long-Seite vorerst beenden. Als sehr aggressiv, aber gegebenenfalls interessant könnten dann Short-Gedanken bewertet werden. Hier wäre dann aber eine angepasste Gewinnmitnahme sinnvoll.

Bund-Future (Kontrakt 12-13)
Die Long-Prognose für den Bund-Future war zunächst bis Mitte der Woche richtig. Der Markt bewegte sich knapp vor das konservativ gewählte Kursziel von 140,75. Erst nach dieser Bewegung gab der Markt etwas nach und sackte unter die Marke von 140,00. Zu beobachten ist auch, dass die erhöhte Volatilität der vergangenen Wochen offenbar wieder etwas zurückgeht. In den nächsten Tagen sollte nun eher vorsichtig gehandelt werden. Generell bleibt die Annahme bestehen, dass Kurse oberhalb von 139,00 ihren Long-Charakter nicht verlieren. Eindeutiger wird das Bild erst wieder, wenn die Kurse über die Marke 140,00 steigen. Zwischen 140,00 und 139,00 sollte eher defensiv gehandelt werden. Die Short-Seite ist vorerst als sehr aggressiv anzusehen.

Bund 800

S&P-Future (Kontrakt 12-13)
Der S&P-Future gab zu Anfang der vergangenen Woche vorerst nochmals etwas ab, bevor der Markt am Donnerstag und Freitag mit zunehmendem Momentum wieder über die Marke von 1.687,50 Punkten stieg. Diese Bewegung versetzt den S&P wieder in den Long-Modus. Die richtungsentscheidende Marke verschiebt sich von 1.687,50 auf 1.675,00. Kurse darüber könnten für Long-Einstiege genutzt werden. Etwas aggressiv, aber nicht aussichtslos wäre ein Spekulieren auf Kurse um 1.725,00 Punkte. Für Einstiege wär eine Korrektur, zum Beispiel an die 1.687,50 Punkte, ideal. Die Short-Seite sollte weiterhin nicht unbedingt im Vordergrund stehen.

Aktie: Volkswagen (Xetra)
Während der letzten drei Jahre stieg die Aktie von Volkswagen (Börsenkürzel: VOW3) tendenziell, wobei zwischenzeitlich die eine oder andere Korrektur zu verkraften war. Gerade im Jahr 2013 ging es bis dato eher volatil seitwärts mit Kursen zwischen 135,00 und 180,00 Euro. Aktuell rangieren die Kurse auf dem Jahreseröffnungsniveau zwischen 165,00 und 170,00 Euro. Aus charttechnischer Sicht stehen die Vorzeichen nun weiterhin auf long. Erst ein Absacken unter den Bereich um 150,00 Euro würde dieses Bild etwas trüben. Bei Kursen oberhalb des Jahreseröffnungsbereiches, der zugleich auch eine charttechnische Unterstützung darstellt, könnte die Herangehensweise etwas aggressiver gewählt werden.

Disclaimer

CFD sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 66% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

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