Marktsensitivität gegenüber Handelsgesprächen & Brexit deutlich erkennbar

London Capital GroupDer frühe Ausverkauf an der Wall Street wich einer breiten Börsenerholung, nachdem eines der gemäßigten Mitglieder der Fed, Raphael Bostic, sich zu Wort gemeldet hatte. Bostic sprach sich dafür aus, dass die Fed vorsichtig sein müsse, da er annimmt, dass sie nahe an einem neutralen Zinssatz sei. Wenn diese Äußerungen von einem restriktiven Fed-Mitglied gekommen wären, hätten sie mehr Gewicht gehabt. Gleichwohl lockerten sie den Druck auf die Aktien und ließen den Dow zusammen mit einer Erholung der Apple-Aktien und dem Optimismus über die US-Handelsgespräche um 400 Punkte steigen.

Zum Handelsschluss konnte er davon 200 Punkte bewahren.

 

Die positiven Schlussnotierungen an der Wall Street konnten sich nicht auf Asien übertragen. Nur wenige Stunden zuvor hatte der Optimismus über die Handelsgespräche noch die Wall Street befeuert, doch die asiatischen Märkte hatten eine gemischte Sitzung, da ein Durchbruch bei den Handelsgesprächen wieder unwahrscheinlich aussah. Wir sehen weiterhin eine hohe Sensibilität gegenüber den Nachrichten zum Handelskrieg.

Der Markt blickte optimistisch auf das G20-Treffen und rechnete mit einem möglichen Durchbruchsdatum, aber Tatsache ist, dass, wenn die beiden Präsidenten dort zusammentreffen, wird das Szenario günstigenfalls so aussehen, dass sie sich darauf einigen, weiter zu reden. Dies wird ein sehr langer, sehr langsamer Prozess sein, an den sich die Märkte gewöhnen werden müssen.

Die Erhöhung der Zölle auf chinesische Importe, die im Januar von den USA eingeführt wurden, dürfte trotz der Hoffnungen zu Beginn der Woche weitergehen.

 

 

Ausblick für May und Pfund bleibt wackelig
Das Pfund stabilisierte sich über Nacht, nachdem es ein Blutbad in der vorangegangenen Sitzung gegeben hatte, da Theresa May weiterhin um ihr politisches Überleben kämpft. Äußerungen der Premierministerin, dass sie keine Pläne für einen Rücktritt habe, boten dem fallenden Pfund einen Boden, das heute Morgen im frühen Handel leicht höher notierte. Allerdings erwarten wir von dem Sterling keine Wunder. Pfundhändler werden weiterhin auf der Hut sein und nach Rücktrittsgerüchten Ausschau halten, während die Sorge um ein Misstrauensvotum und die Wahrscheinlichkeit eines Staatsstreichs nach wie vor hoch sind.

Die Händler werden sich auf einen Machtzugriff der Euroskeptiker einstellen. Wir sehen vorerst nicht, dass das Pfund bedeutsame Anstrengungen nach oben unternimmt.

Auf dem Weg zur Abstimmung durch das Parlament werden – wenn es das Abkommen so weit schafft – negative Nachrichten hereinkommen, von denen wir erwarten, dass sie das Pfund Sterling stark belasten.

 

 

Verbraucherpreisindex der Eurozone im Fokus
Der Euro verzeichnete im frühen Handel Gewinne, die vierte Aufwärtssitzung in Folge. Berichte, wonach Italien bereit sein könnte, mit Brüssel über seine Ausgabenpläne zusammenzuarbeiten, um eine Geldstrafe zu vermeiden, haben der gemeinsamen Währung eine gewisse Unterstützung geboten. In den Mittelpunkt rücken nun die CPI-Zahlen der Eurozone, die gegenüber dem Vorjahr von 2,1% auf 2,2% ansteigen dürften. Die Inflation gegenüber dem Vormonat dürfte im Oktober von 0,5% auf 0,2% sinken, während die Kerninflation eher schwach bei 1,1% prognostiziert wird. Jede Enttäuschung könnte dazu führen, dass der Euro einen Teil seiner jüngsten Gewinne schnell wieder abgibt.

 

 

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