Pfund durchbricht 1,30 nach Barniers Brexit-Optimismus

London Capital GroupAn der Wall Street trug eine Rallye in den großen Technologiewerten dazu bei, den S&P 500 und den Nasdaq weiter auf Rekordhöhen zu treiben. Die Aktien von Apple und Amazon erreichten beide Rekordstände. Europäische Investoren blicken mit Missmut auf die Reihe der neuen Rekorde an der Wall Street, denn diese haben den großen Teich noch nicht überquert.

Die Nachricht, dass Kanada wieder an den Verhandlungstisch für NAFTA 2.0 zurückgekehrt ist, hat die Marktstimmung beflügelt. Sowohl der kanadische Dollar als auch der mexikanische Peso konnten ihre Gewinne an den Devisenmärkten ausbauen, nachdem es Hoffnung auf ein neues nordamerikanisches Handelsabkommen gibt.

Es ist aber immer noch nicht klar, ob Kanada viele Teile des zwischen den USA und Mexiko vereinbarten Abkommens akzeptieren wird. Kanada muss nun geschwind einen Deal ausarbeiten. Das Beste, worauf Kanada wahrscheinlich hoffen kann, ist, die Antidumping- und Ausgleichszölle der USA im Rahmen von Kapitel 19 anzufechten.

Kanada wird wahrscheinlich den Rest unterzeichnen müssen, oder es läuft Gefahr, dass die Vereinbarungen mit den USA außerhalb des Handelsabkommens wesentlich schlechter ausfallen. Jedes Abkommen, an dem sich Kanada beteiligt, dürfte gut für die Marktstimmung sein, aber einige kanadische (vor allem Energie-)Unternehmen werden enttäuscht sein, je nach den vereinbarten Bedingungen.

Die Abstufung türkischer Banken durch Moody’s hat den wirtschaftlichen Konflikt in der Türkei wieder ins Rampenlicht gerückt. Seine Nachbarn in Europa diskutieren über eine finanzielle Unterstützung. Angesichts der Tatsache, dass die Europäische Union unter großem Protest dazu gedrängt wurde, Griechenland, eines ihrer eigenen Mitglieder, zu helfen, scheint es unwahrscheinlich, dass die Türkei mehr als einen Klaps auf die Schulter bekommt.

 


 

Die Geschäftslage in der Türkei wird sich voraussichtlich verschlechtern, wenn die Sanktionen nicht aufgehoben werden. Es scheint aber, dass die Sanktionen nur aufgehoben werden können, wenn Präsident Erdogan sich zurückzieht und den US-Pastor freilässt.

An den Devisenmärkten ist das Pfund wieder auf 3-Wochen-Höchststände gestiegen, der GBPUSD notiert wieder über 1,30. Der verantwortliche Brexit-Unterhändler Barnier zeigte in seinen bisher positivsten Äußerungen zu einem Brexit-Deal, dass die EU ein No-Deal-Szenario ernst nimmt.

Seine Äußerungen erfolgten nach einem Bericht, dass der Stichtag im Oktober für die Brexit Scheidunggespräche auf einen Stichtag im November verschoben wird. Wir sehen diese Äußerungen als mittelfristigen Wendepunkt für das Pfund. Sterling hat bisher die Fundamentaldaten von höheren britischen Zinssätzen wegen des Risikos eines No Deals ignoriert. Wenn die EU entschlossen ist, eine Vereinbarung nach dem Vorbild des Chequers-Abkommens zu schließen, hat das Pfund noch ausreichend Raum, sich in Richtung Norden zu bewegen.

 

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