Rebound nach dem Black Monday

Bernstein Bank: Das war überfällig: Die Anleger an der Frankfurter Börse greifen im frühen Handel am Dienstag wieder zu. Zuvor war der DAX so stark gecrasht wie zuletzt am 11. September 2001. Die Anleger hoffen nun auf Staatsgeld in den USA.

 

Moderater Turnaround in Frankfurt
Die Schnäppchenjäger sind da: Einige Mutige steigen wieder in die ausgebombten Aktien ein. Der DAX kletterte am Dienstagvormittag um 3,4 Prozent auf 10.991 Stellen. Auch die US-Futures zogen zuletzt um gut 4 Prozent an.

 

Trump kündigt Staatshilfe an
Unterstützt wurde die neue Kauflaune vom Dienstag durch die US-Politik: Präsident Donald Trump hat ein größeres Hilfspaket angekündigt, Details will er im Tagesverlauf nennen. Zuvor hatte er über mögliche Lohnsteuer-Erleichterungen sowie über Kredite für Kleinunternehmen informiert. Außerdem könnte es Hilfen für all jene geben, die nach Stundenlohn bezahlt werden – denn sie sind nach einem krankheitsbedingten Arbeitsausfall besonders schwer getroffen. Zudem stehen Hilfen für die gebeutelte US-Ölindustrie im Raum.

Derweil meldete CNBC, dass sich Trump um 15.00 Uhr Ostküsten-Zeit mit führenden Managern und Leitern der sieben größten US-Banken treffen will. Gestern hatte die Federal Reserve die Banken gedrängt, Kunden, die bei Ratenzahlungen in Verzug sind, entgegenzukommen. Wir sind gespannt.

Wenn Sie CFD und online Aktien handeln, dann sollten Sie Ihre Handelsplattform offen und die News im Blick haben.

Übrigens kündigte die New York Fed an, mehr Geld für Repo-Geschäfte bereitzustellen.

Nebenbei: Auch Italien versprach Staatshilfen in Höhe von 10 Milliarden Euro.

 


 

Leichte Erholung in Asien
All dies sorgte für verhaltenen Mut in Asien. In China zog der CSI-300 am Dienstag um 2,1 Prozent an auf 4.083 Stellen.

Und der Nikkei gewann 0,9 Prozent auf 19.867 Punkte.

 

Größter Crash seit 9/11
Der deutsche Leitindex hatte gestern seinen größten Tagesverlust seit fast 20 Jahren verbucht. Letztlich tauchte der DAX am Schwarzen Montag um 7,9 Prozent ab auf 10.625 Punkte. Ein absolutes Minus von sagenhaften 916 Zählern. Im Tagestief war der DAX bis auf 10.556 Punkte gerutscht. Dies war der höchste Verlust seit dem Anschlag auf das World Trade Center am 11. September 2001. Letztlich hatte ein Doppelschlag aus Corona und dem Preiskrieg zwischen der OPEC und Russland die Bullen auf die Bretter geschickt.

Bleibt eine kritische Anmerkung dazu: Wieso eigentlich haben die Anleger den Absturz der Ölpreise nicht gefeiert?

Letztlich ist das für die westliche Wirtschaft das gigantischste Konjunkturprogramm überhaupt.

Wir sind sicher, dass sich diese Erkenntnis in Kürze auf dem Parkett verbreiten wird.

 

Schlachtfest in Moskau

Ganz anders sieht es für Ölexporteure aus. Nach der ersten Salve der Saudis gegen Russland im Preiskrieg ging die Börse in Moskau in die Knie, das hatten wir in unserem gestrigen Special Report zum neuen Ölkrieg schon vermutet. Der russische RTS-Index brach am Dienstagmorgen um bis zu 12,7 Prozent auf 1.055 Zähler ein.

Vor allem die Öl- und Gasaktien wurden aufs Schafott geführt.

Der Ausverkauf war somit also weit stärker als in Frankfurt oder an der Wall Street – weil eben die russische Föderation komplett von den Einnahmen aus dem Öl- und Gasgeschäft abhängig ist.

Die russische Börse war gestern wegen des Weltfrauentags geschlossen geblieben.

 


 

 

Mega-Ausverkauf in New York
Der gestrige Tag an der Wall Street gestern dürfte in die Geschichtsbücher eingehen: Der Dow Jones Industrial verlor mehr als 2000 Punkte oder 7,8 Prozent auf 23.851 Zähler. Der schlimmste Ausverkauf für den Dow seit der Finanzkrise 2008. Der S&P 500 sackte gestern 7,6 Prozent ab auf 2.747 Stellen. Auch hier gingen die Ölaktien in die Knie.

Und der Nasdaq 100 rutschte um 6,8 Prozent auf 7.948 Zähler. Nach der frühen Verkaufspanik wurde der Aktienhandel zunächst für 15 Minuten unterbrochen – zum ersten Mal seit 1997.

Das bringt der Tag
Der Terminkalender bringt am Dienstag kaum interessante Events.

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