Rohöl (WTI): Naht das Ende des Petrodollar?

IGVor wenigen Tagen hatte die Volksrepublik China an der Börse in Schanghai mit dem Handel von in Yuan denominierten Termingeschäften begonnen. Damit wurde zum ersten Mal eine Verbindung zwischen der chinesischen Währung und den Ölmärkten aufgebaut.

Es wird in der Zukunft weiterhin für Markteilnehmer interessant sein, inwiefern China es schafft, den Rohölhandel zu dominieren. Eine Bezahlung der Rohölimporte Chinas in Yuan dürfte die Rolle des Yuan als aufstrebende Alternative zum Dollar stärken und das bislang bestimmende Petrodollar-System unter Druck setzen. Schließlich ist die chinesische Volksrepublik aufgrund ihres Energiedurstes größte Abnehmer von Rohöl aus Saudi-Arabien.

Die Chinesen könnten das arabische Königreich in Zukunft drängen, Yuan als Zahlungsmittel für seine Exporte zu akzeptieren. Darüber hinaus wird für große Rohölexporteure, die nicht gut auf die USA zusprechen sind, möglich die US-Sanktionen durch den Handel mit Öl in Yuan zu umgehen.

Widerstand bei 66,50 US-Dollar bleibt hartnäckig

Bei Betrachtung des Chartverlaufs fällt auf das die Bullen weiterhin ihren langfristigen Bullentrend fortsetzen. Dieser kommt kurzfristig jedoch ins Stocken. Bereits Anfang Februar 2018 haben die Bullen die an der Oberseite entstandene Widerstandszone zwischen 66,12 USD und 66,50 US-Dollar auf Schlusskursbasis nicht überwinden können. Ende März scheiterten die Bullen ebenfalls an dieser bedeutenden Marke.

Für eine konsequente Fortsetzung des Trends sollten die Bullen die Widerstandszone zügig übernehmen, um weitere bullische Akzente setzen zu können. Aktuell wird ein Barrel der Sorte West Texas Intermediate (WTI) vom Brokerhaus IG Markets auf 63,35 US-Dollar taxiert. Damit liegt der Kurs aktuell rund 0,64 Prozentpunkte im Plus.

Bullischer Ausbruch aus Dreieckformation bleibt gültig

Mitte März konnten die Bullen durch den Ausbruch aus der symmetrischen Dreiecksformation den bullischen Druck fortsetzen. Dieser endete jedoch wie zuvor erwähnt an der Widerstandzone bei rund 66,50 USD. Von dort ging es abwärts. Derzeit versuchen die Bullen den Schaden zu begrenzen und kämpfen um die Unterseite des Keltner-Kanals.

Sollten die Bullen auf Schlusskursbasis die Unterseite zurückgewinnen und im Anschluss auch den Tagespivotpunkt bei 63,76 US-Dollar, so könnte der Aufwärtstrend kurzfristig wieder mehr Energie erlangen und einen Angriff auf die Widerstandszone anvisieren.

An der Unterseite dürfen die Bullen jedoch nicht die horizontale Unterstützung an der Spitze der kurzfristigen Dreiecksformation bei 62,26 USD preisgeben. Ansonsten könnten die Bären den Abwärtsdruck erhöhen und die 200-Tage-Linie angreifen. Ein konsequenter Fall unterhalb der 200-Tage-Gleitenden-Durchschnittslinie könnte ein erstes Anzeichen für eine Korrektur sein.

Rohöl (WT) auf Tagesbasis


Quelle: IG Handelsplattform

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