Steigende US-Staatsanleihenrenditen ziehen Märkte nach unten

London Capital GroupDie Wall Street fiel am Donnerstag deutlich zurück, nachdem die Treasury-Renditen den höchsten Stand seit 2011 erreichten. Schnell steigende Treasury-Renditen dämpfen den Appetit auf Aktien und schüren die Befürchtung, dass höhere Zinsen das Wachstum bremsen werden. Eine weitere Runde beeindruckender Daten aus den USA schürte die Sorgen um die Inflation und das Potenzial für einen steileren Straffungspfad der Fed. Insbesondere die Dividenden zahlenden Aktien, die zinssensitiv sind, waren im Allgemeinen niedriger, während die Banktitel, die von höheren Zinsen profitieren, anzogen.

Dies ist nicht das erste Mal, dass wir in diesem Jahr einen Renditesprung und einen Rückgang der Aktien beobachten konnten. Die Bewegung ist diesmal jedoch noch überzeugender, da der Zuwachs an starken Daten länger anhält und die Daten noch beeindruckender waren. Auch die Fed schürt mit ihren Kommentaren die höheren Renditen. Die US-Wirtschaft brennt gerade und der Rentenmarkt hat unterschätzt, wie heiß die Wirtschaft ist. Was wir hier sehen, ist, dass die Selbstzufriedenheit allmählich nachlässt.

Die asiatischen Märkte haben die schwachen Vorgaben aus den USA übernommen und notieren niedriger. Europa scheint sich gegen den Trend zu behaupten, da der Start positiv aussieht. Die einzige Datenveröffentlichung, die für das Vereinigte Königreich ansteht, werden die Halifax-Wohnungspreise sein, die in den drei Monaten bis September voraussichtlich sinken, aber auf Monatsbasis um einen Tick höher liegen werden.

Warum könnten die NFP die US-Aktien nach unten ziehen?
Es ist wieder soweit, und der US-Arbeitsmarktbericht wird heißer erwartet als sonst. Vor den NFP bewegen sich die US-Treasury-Renditen auf 7-Jahres-Höchstständen und der Dollar ist nahe an einem Sechswochen-Hoch. Es wird erwartet, dass im September 184.000 Arbeitsplätze in den USA geschaffen worden sind, im Vergleich zu den beeindruckenden 201.000 im August. Wie schon bei den anderen Stellenberichten wird den Lohndaten große Aufmerksamkeit geschenkt werden. Es wird erwartet, dass die Einkommen gestiegen sind und zwar gegenüber dem Vormonat um 0,3%, während die Arbeitslosenquote von 3,9% auf 3,8% gefallen sein dürfte.

Einige Indikatoren deuten auf eine mögliche Überraschung nach oben hin, nachdem die privaten Lohndaten von ADP die Erwartungen Anfang der Woche übertroffen haben, ebenso wie der Nicht-Produktionsindex. Gerüchteweise wird die Zahl von 500.000 Stellen herumgereicht. Das würde mit ziemlicher Sicherheit ein Feuerwerk auslösen.

Eine weitere Straffung des Arbeitsmarktes und eine gesunde Steigerung der Einkommen werden der Fed eine schnellere Politikstraffung ermöglichen. Dies ist vor allem im Hinblick auf die Bemerkungen des Fed-Vorsitzenden Jerome Powell Anfang der Woche von Bedeutung. Eine starke Zahl heute wäre ein weiterer Beweis für Powells Annahme einer fast zu guten Wirtschaft.

Angesichts der hohen Erwartungen an die heutige Veröffentlichung nach einer Woche mit außergewöhnlichen Daten müssen die Zahlen solide sein und den Dollarbullen frisches Futter bieten, damit sie sich weiter nach oben bewegen können. Eine starke Veröffentlichung sollte die staatlichen Renditen weiter ansteigen lassen, den Dollar beflügeln, aber die Aktien noch tiefer herunterziehen, denn Verzweiflungsängste von schneller als erwarteten Zinserhöhungen dämpfen das Wachstum.

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