UK Inflation: das nächste Hindernis für das Pfund

London Capital GroupDas Pfund konsolidierte über Nacht seine Verluste, nachdem das Brexit-Durcheinander in der konservativen Partei das Pfund Sterling in der vorherigen Sitzung auf eine Achterbahnfahrt geschickt hatte. Die Ängste, dass Theresa May durch konservative Bleibe-Stimmen überstimmt werden könnte, nachdem sie Tage zuvor Änderungen von Brexit-Befürwortern zugestimmt hatte, hatte das Pfund mit Abschlägen von 1,5% in den Keller geschickt, wo es bei 1,3079 USD notierte.

Doch nachdem sie eine demütigende Niederlage bei den Zollgesetzen knapp vermeiden konnte, konnte das Pfund wieder auf 1,3110 USD steigen, wo es auch in der asiatischen Sitzung notierte.

 

Nachdem Theresa May einem Aufstand der Pro-EU-Tory-Rebellen nur knapp entgehen konnte, wird das nächste Hindernis für das Pfund heute Morgen die Inflation sein. Die CPI-Daten dürften zeigen, dass die Inflation im Juni wieder ansteigt und sich im Jahresvergleich von 2,4 % im Mai auf 2,6 % zubewegt.

Die erwarteten stärkeren Inflationszahlen sind auf den Anstieg der Energiepreise zurückzuführen, da das Öl auf ein 3 ½-Jahreshoch geklettert ist, zumal das Pfund Sterling seit seinem April-Hoch bei 1,4379 USD um fast 9% gefallen ist. Die Kerninflation dürfte im Juni mit 2,1 % gegenüber dem Vorjahr konstant bleiben.

 

Die wieder ansteigende Inflationsrate könnte die BoE für eine Zinserhöhung optimistisch stimmen, wenn sie in zwei Wochen wieder zusammenkommt, nachdem am Dienstag ein wenig ermutigender Rückgang bei den Durchschnittseinkommen veröffentlicht worden war. Aber selbst wenn die Daten auf Bedingungen für eine Zinserhöhung im August hindeuten sollten, wäre die politische Landschaft längst noch nicht bereit für Zinserhöhungen.

 

 

Schafft es Theresa May bis zur Sommerpause?
Die Sommerferien beginnen in 5 Tagen, und die Pfundhändler hoffen, dass Theresa May den wachsenden politischen Sturm bis dahin aushalten kann. Das Pfund fühlt sich wohler mit Theresa May, einem bekannten Risiko, als mit einem potentiellen harten Brexit-Befürworter oder einem sozialistischen Arbeiterführer aus der Downing Street 10 auskommen zu müssen.

Sollte es Theresa May nicht bis zum nächsten Dienstag als Premierministerin schaffen, dann schwinden die Chancen der BoE für eine Zinserhöhung schnell dahin. Sollte die Premierministerin dagegen die immer härter werdende Fraktion in ihrer Partei überleben und als Anführerin in die Sommerpause gehen, könnte die BoE einer Zinserhöhung aufgeschlossener gegenüberstehen.

 

 

Wird der Fed-Vorsitzende Powell den Dollar wieder ankurbeln?
Während der vorangegangenen Sitzung konnte sich der Dollar dank der optimistischen Einschätzung von Fed Powell zur US-Wirtschaft erholen, was das Pfund Sterling belastete. Heute wird Jay Powell seine Anhörung fortsetzen, diesmal vor dem Plenum. Erneute bullische Äußerungen von Powell zur Stärke der US-Wirtschaft könnten dazu führen, dass der Dollar seine Kursgewinne vom Dienstag ausweitet.

 

Die zuversichtlichen Äußerungen des Fed-Vorsitzenden Powell über die Gesundheit der US-Wirtschaft sorgten für positive Schlussnotierungen an der Wall Street. Der Nasdaq verzeichnete sogar ein neues Rekordhoch, nur 24 Stunden nach dem enttäuschenden Netflix-Bericht. Die optimistischen Vorgaben aus den USA zogen auch die Aktien im asiatischen Raum nach oben und auch für Europa wird heute eine festere Eröffnung erwartet.

 

 

 

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