US-Berichtssaison & Brexit im Blickpunkt

London Capital GroupDie asiatischen Märkte hatten einen gemischten Start in die neue Handelswoche, doch die europäischen Futures deuten auf Verluste zu Handelsbeginn hin, da in den USA die Berichtssaison bevorsteht. Bei den großen bewegenden Themen, die den Handel in den letzten Wochen beeinflusst haben, nämlich die Fed und die Handelsbeziehungen zwischen den USA und China, wird es auch in dieser Woche keine wesentlichen Veränderungen geben. 100% der Aufmerksamkeit wird auf die Unternehmensberichte gerichtet sein.

Falls die Fed die Zinsen wirklich erhöhen will, dann sieht es so aus, dass dies erst später im Jahr 2019 geschieht.

Der Stillstand der US-Regierung, der jetzt in den 24. Tag geht, wird sich wie Mehltau auf die Berichte der Unternehmen legen, die der Markt verarbeiten muss.

Da es keine neuen Daten gibt und keine Zinserhöhung zu erwarten ist, kann man von einer unveränderten Lage ausgehen.

 

 

Bei den Handelsgesprächen zwischen den USA und China hatten sich die US-amerikanischen und chinesischen Beamten gerade getroffen. Das Treffen verlief nach Ansicht aller Seiten sehr gut. Es gibt jedoch keine weiteren Beweise für einen Erfolg, so dass die Märkte nur eine begrenzte Munition für eine Fortentwicklung zur Verfügung haben. Das nächste US-amerikanische und chinesische Treffen findet Ende des Monats statt, zu dem der chinesische Vizepräsident nach Washington reisen wird.

Die Pause bei der Entwicklung dieser beiden Makrothemen lässt die Börsen vor dem Beginn der Berichtssaison unentschlossen erscheinen.

Heute beginnt die Berichtssaison in den USA, wobei erwartet wird, dass die Erträge langsamer gestiegen sein werden. Die Analysten haben die Gewinnerwartungen im Vorfeld der Q4-Berichte schneller als sonst zurückgenommen. Die hochkarätige Warnung von Apple könnte die Messlatte für andere Unternehmen über Gebühr gesenkt haben.

Angesichts der Sorgen um die Aussichten für die USA und die globalen Märkte werden die Investoren die Wachstumserwartungen der Unternehmen genau verfolgen, um Hinweise darauf zu erhalten, wohin die Märkte als nächstes marschieren werden.

 

 

Pfund fester, aber kein Ende für Brexit in Sicht
Der Schwerpunkt dieser Woche liegt auf Europa, was für die Stimmung nicht positiv ist. Am Dienstag wird im Parlament über die Brexit-Vereinbarung abgestimmt, und es ist ein mögliches Ende des Chaos in Sicht. Von den europäischen Daten wird erwartet, dass die Wirtschaft der Eurozone an Dynamik verliert und die Inflation niedriger hereinkommt. Alles in allem wird Europa den Anlegern in dieser Woche keinen Grund zur Freude geben.

Nur noch einen Tag bis zum D-Day von Theresa May im Parlament, doch das Pfund hat die Rallye vom Freitag fortgesetzt. Am Freitag schickten Berichte über eine mögliche Verlängerung von Artikel 50 das Pfund auf ein Siebenwochenhoch von 1,2866 USD. Das Sterling wird sicherlich über die Abstimmung am Dienstag hinausblicken, die Theresa May trotz Drohungen und Zugeständnissen voraussichtlich mit großer Mehrheit verlieren wird.

Da die Möglichkeiten zunehmen, dass es mehr Zeit für Überlegungen geben wird, wie ein zweites Referendum und / oder gar keinem Brexit, wird sich das Pfund über Wasser halten können.

Sollte das Pfund das Freitagshoch von 1,2866 USD überwinden, könnte eine Rallye mit einem Ziel von 1,30 USD bevorstehen.

 

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