Aktien: Boxenstopp statt Jahresendrally
Zahlreiche Aktienindizes tun sich nach den bislang überdurchschnittlichen Kurszuwächsen inzwischen schwer, weiter zuzulegen. Rund um den Globus dominierten zuletzt die Minuszeichen. Dabei wäre saisonal betrachtet die gegenwärtige Phase sehr günstig für Aktien. Im langjährigen Durchschnitt hat sich der November sowohl am deutschen als auch am US-Aktienmarkt als der performancestärkste erwiesen. Zudem zählt er als der sicherste Monat.
Beim DAX traten in diesem Monat nur in 33%, beim S&P 500 in 30% der Jahre Kursverluste auf. Dies belegt einmal mehr, dass es nicht ausreicht, sich bei Anlageentscheidungen allein auf das saisonale Muster zu verlassen.

Märkte hinterfragen hohe Bewertungen zunehmend
Derzeit scheinen sich die Märkte in einer Phase zu befinden, in der die schon seit geraumer Zeit relativ hohen Bewertungen stärker hinterfragt werden. Die meisten der weltweit führenden Indizes notieren oberhalb ihres fairen Bereichs. Besonders diskutiert wird derzeit die Frage einer KI-Blase.
Zwar sind die Bewertungen im Technologiesektor noch deutlich niedriger als zur Hochphase des New-Economy-Hypes. Unter den Marktteilnehmern wachsen allerdings die Zweifel an der Nachhaltigkeit.

Investoren schalten bei KI-Aktien einen Gang zurück
Generell ist derzeit bei Investoren die Neigung zu beobachten, Risiken in ihren Portfolios abzubauen. Angefangen bei Aktien aus der Gruppe der „Mag7“ über Technologietitel allgemein bis hin zu Bitcoin
Grundsätzlich ist es gesund, den inzwischen in vielen Bereichen etwas heiß gelaufenen Motor etwas abkühlen zu lassen. Wir hatten schon häufig auf den bestehenden Konsolidierungsbedarf hingewiesen.
Neuer Treibstoff für eine Fortsetzung der Rally muss in Form überzeugender Zuwächse bei den Unternehmensgewinnen erfolgen. Bis es so weit, ist spricht nichts gegen einen Boxenstopp.
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