DAX kämpft erneut um die 25 000 – Als Unterstützung sollte sie halten
An den meisten Handelsplätzen und so auch auf dem Frankfurter Börsenparkett herrschte heute eine relative Gelassenheit gegenüber der jüngsten Eskalation im Nahen Osten. Der DAX hat erneut den Kampf um die Marke von 25 000 aufgenommen, nur dass sie dieses Mal auf dem Rückweg vom neuen Allzeithoch als Unterstützung halten sollte. Die Hauptrollen in diesem Wettbewerb spielen sowohl eben jene Geopolitik als auch die Konjunkturentwicklung in den USA und Europa.
Nicht zuletzt die beginnende Berichtssaison finalisiert das Trio an Impulsen.
DAX Chart
Die Anleger konzentrierten sich heute wieder auf die vermeintlichen Dauerläufer aus dem KI- und Halbleitersektor. Die großen Player bringen aktuell das meiste Kampfgewicht für die optimistischen Investoren auf die Waage und können einen Großteil der Kriegsangst und Bedenken abfedern. Noch ist es nach dem Ausverkauf der vergangenen Tage für eine Entwarnung sicherlich zu früh, aber die Dynamik der Abwärtsbewegung hat abgenommen.
Ein Hoffnungsschimmer für die deutsche Wirtschaft kam heute in Form der Handelsbilanz. Bei den Exporten deutet sich eine Stabilisierung an, die direkt auf die zyklischen Auto- und Maschinenbauer sowie die Chemiebranche abstrahlt. Die negativen Effekte aus den steigenden Energiepreisen werden so kurzfristig überlagert. Mittel- bis langfristig allerdings muss die Frage nach einer Erfüllung der Hoffnung auf eine nachhaltige Konjunkturerholung in Deutschland von den geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten beantwortet werden.
Die unter den Erwartungen liegenden US-Arbeitsmarktdaten sorgten heute für etwas Erleichterung bei den Investoren, weil sich so die These eines robusten Arbeitsmarktes halten kann. Die Entwicklungen im Nahen Osten rückten dadurch auch an der Wall Street etwas in den Hintergrund. Die Investoren fliegen derzeit auf Sicht und agieren mit relativ kurzfristigen Haltedauern. Das übergeordnete konjunkturelle Gesamtbild bleibt die Hauptleitplanke bei ihren Entscheidungen.
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