Aktie im Fokus: Commerzbank – Bewegung im Übernahmeringen durch die UniCredit
Treffen im Übernahmeringen um die Commerzbank auf politischer Ebene: Ins Übernahmeringen um die Commerzbank kommt auch auf politischer Ebene Bewegung.
Ein Sprecher der italienischen Großbank bestätigte das Gespräch: „Wir haben in den letzten Wochen sehr deutlich gemacht, dass wir den direkten Austausch mit der Regierung suchen. Wir schätzen daher den direkten Austausch mit Ministerpräsident Rhein sehr.“ Am 14. September will dann Bundesfinanzminister Lars Klingbeil den UniCredit-Chef sprechen. Nachdem der italienische Finanzkonzern im Juli seinen Anteil an der Commerzbank auf knapp 50 Prozent aufgestockt hatte, war vom Bund, der aktuell rund 12% der Commerzbank-Anteile hält, signalisiert worden, den Widerstand gegen eine Übernahme aufzugeben.
Hessen betont Bedeutung des Finanzplatzes Frankfurt
Die hessische Landesregierung will nach Presseinformationen nicht nur den rechtlichen Sitz und den Vorstand der Commerzbank in Frankfurt halten. Das Institut soll auch als Aktiengesellschaft deutschen Rechts bestehen bleiben. Wichtige Funktionen für das Bankgeschäft müssten in Frankfurt bleiben, zudem dürfe es keine Übertragung des Firmenkundengeschäfts an die deutsche UniCredit-Tochter HypoVereinsbank (HVB) geben. In der Finanzbranche werden die Übernahmepläne auch als eine Möglichkeit gesehen, einer Konsolidierung im europäischen Bankensektor neuen Schub zu verleihen.
- Aufweichung des Bundes-Widerstands erhöht Deal-Wahrscheinlichkeit
- Möglicher „europäischer Champion“ mit mehr Skalierung
- Aktienrückkauf stützt die Aktionärsperspektive
- Konsolidierungsfantasie im gesamten Sektor
- Politische Auflagen könnten Synergien beschränken
- Ausgang der Gespräche mit Bund und Land offen
- Standort- und Governance-Fragen ungelöst
- Langwieriger Übernahmeprozess mit vielen Beteiligten
„Das potenzielle Geschäft zwischen UniCredit und der Commerzbank schafft die Basis für einen europäischen Champion“, sagte Antonio Reale, Co-Leiter für europäische Banken bei der Bank of America. Dies erhöhe den Druck auf die Wettbewerber, ebenfalls mehr Größe und Macht zu gewinnen. Unterdessen hat die Commerzbank angekündigt, weitere eigene Aktien zurückkaufen. Das entsprechende Programm mit einem Volumen von bis zu 1,2 Milliarden Euro soll nach Angaben des Geldhauses heute starten und spätestens am 10. Februar 2027 abgeschlossen sein.
Commerzbank Chart
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