Altersvorsorge: Ab 2018 mehr Riester-Zulage

Credit Europe Bank: Seit 2002 besteht die Möglichkeit, mit staatlicher Förderung eine zusätzliche kapitalgedeckte Altersvorsorge aufzubauen. Beschäftigte mit niedrigen Einkommen und mit Kindern erreichen durch die Riester-Zulagen besonders hohe Förderquoten auf die eingezahlten Beiträge. Gerade Mütter profitieren von Kinderzulagen, die je nach Geburtsjahr bis zu 300 Euro je Kind ausmachen. Beschäftigte mit höherem Einkommen besitzen durch Steuerboni zusätzliche Entlastungsmöglichkeiten.

Grundsicherung steigt

Die Zulagen werden ab 2018 noch interessanter. Denn dann erhält jeder Riester-Sparer 175 Euro Grundzulage pro Jahr. Damit erhöht sich die Förderung von derzeit 154 Euro um 21 Euro, was einer Steigerung von fast 14 Prozent entspricht.

Voraussetzung für die Gewährung voller Zulagen ist aber weiterhin, dass Riester-Sparer insgesamt vier Prozent ihrer Vorjahres-Bruttoeinkünfte in den Vertrag einzahlen. Positiv: Die gewährten Zulagen zählen in die Vier-Prozent-Grenze hinein, das heißt sie mindern den zu leistenden Eigenbeitrag.

Beispiel: Eine Mutter mit zwei Kindern, die 35.000 Euro im Jahr verdient, muss insgesamt 1.400 Euro pro Jahr in ihren Riester-Vertrag einzahlen. Da sie künftig 175 Euro Grundzulage und 600 Euro Kinderzulage erhält, beläuft sich ihr Eigenbeitrag ab 2018 lediglich auf 625 Euro. Das entspricht einer monatlichen Einzahlung von nur rund 52 Euro.

Weniger Anrechnung auf Grundsicherung

Freiwillige private Altersvorsorge sollte sich in jedem Fall lohnen. Für Geringverdiener war Riestern bislang aber häufig wenig attraktiv, weil die spätere Riester-Rente auf die Grundsicherung im Alter angerechnet wurde. Von den mühsam bei Seite gelegten Einzahlungen blieb unterm Strich oft nicht viel übrig.

 

Das ändert sich ab kommendem Jahr. Dann bleiben freiwillig angesparte Zusatzrenten wie die Riester-Rente bis zu 202 Euro pro Monat anrechnungsfrei. Das gilt nach Auskunft von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) sowohl bei Bezug von Grundsicherung im Alter als auch für Erwerbsminderungsrenten.

 

Tipp der Redaktion: Riesterrente auf einen Blick!

 

 

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