Antwort auf die US-Handelstarife sanfter als erwartet

London Capital Group: Die Politik hat den Handel über Nacht weiter bestimmt und die Wall Street und die asiatischen Märkte fallen lassen. Auch wenn die politischen Ängste in Italien nachließen, da eine populistische Koalition gebildet und gebilligt wurde, wurden diese schnell durch Ängste vor einem Handelskrieg ersetzt und verstärkt. Die Trump-Regierung legte ihren engsten Partnern Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte auf, was der Stimmung schadete und den Dow über 1% fallen ließ.

Die erwartete Retourkutsche der EU, Mexikos und Kanadas bildet die Grundlage für einen Handelskrieg, was für das globale Wachstum nicht förderlich ist. Die Verluste waren jedoch nicht so hoch, wie wir vor nur ein paar Monaten erwartet haben. Der Markt wird vertrauter mit der Verhandlungstaktik dieser Regierung und als Folge warten die Anleger ab, statt dass wir direkt eine Risikoaversion wahrnehmen.

Der traditionelle Hafen, der japanische Yen, fiel genauso wie Gold gegenüber dem Dollar und die europäischen Börsen deuten auf einen stärkeren Start bei Eröffnung hin.

Verleihen NFP dem Dollar Auftrieb?

Nach einem starken Einfluss der Politik auf den Handel in den letzten paar Tagen werden die Anleger beruhigt sein, dass der Fokus wieder zurück auf die Wirtschaftsdaten geht, wenn nun die US-amerikanischen NFP veröffentlicht werden. Es wird ein solider Bericht erwartet und erhalten wir den auch, so könnte das die Erwartungen verankern, dass die Zinsen im Juni angehoben werden, wenn sich die Fed in weniger als zwei Wochen trifft.

Es wird erwartet, dass im Mai 188.000 Stellen geschaffen wurden, gegenüber den enttäuschenden 164.000 Stellen im April. In der Zwischenzeit dürfte die Arbeitslosenquote stabil auf dem Mehrfachjahrzehnttief von 3,9% bleiben.

Im Einklang mit den Vorgängerberichten dürfte die Zahl zum Lohnwachstum ein zentraler Punkt des heutigen NFP-Berichts sein und sollte im Jahresvergleich 2,8% gestiegen sein, gegenüber 2,6% im April. Auch wenn die Bedenken um die niedrige Inflation in den USA in der letzten Woche leicht nachgelassen haben, so bleibt das schwache Einkommenswachstum aufgrund des strafferen Arbeitsmarktes weiter ein Feind für die Fed.

 


 

Die Theorie, dass ein strafferer Arbeitsmarkt dazu führt, dass die Beschäftigten höhere Löhne fordern können, hat nicht zu dem Ausmaß funktioniert, zu dem die Fed das erwartet hatte. Da diese höheren Löhne langfristig auf eine höhere Inflation hindeuten, ist es klar, warum die Fed und die Märkte sich so auf das Einkommenselement des Berichts konzentrieren.

Der Bericht müsste wirklich enttäuschend ausfallen, um zu verhindern, dass die Fed die Zinsen im Juni anhebt, eine Maßnahme, die zu 85% am Markt eingepreist ist. Die Händler werden mehr Aufmerksamkeit darauf legen, was in der zweiten Hälfte des Jahres ansteht.

Gespräche, dass wir 2018 3 oder mehr Zinserhöhungen sehen werden sind alles andere als verschwunden, aber die Aussicht auf 2 weitere steht immer noch zur Diskussion.

Eine starke Zahl heute würde zwei weitere Zinserhöhungen unterstützen und dem Dollar Auftrieb verleihen und den GBPUSD gleichzeitig in Richtung 1,32 USD schicken.

 

 

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