Chinesische Aktien stabilisieren sich – Euro unter Druck

London Capital GroupDie US-Aktien mussten über Nacht einen weiteren Rückschlag hinnehmen, der Dow stürzte um weitere 350 Punkte ab, da die jüngste Volatilität keine Anzeichen einer Abschwächung zeigt. Die Liste der Sorgen, die die Stimmung belasten, nimmt mit alarmierender Geschwindigkeit zu. Was mit der Angst vor höheren US-Zinsen und Handelskriegen begann, hat sich zu einer ernsthaften Beziehungsbelastung zwischen den USA und Saudi-Arabien ausgewachsen, dazu kommen Turbulenzen an den chinesischen Aktienmärkten und die Sorge um die sich verschlechternden Beziehungen Italiens zur EZB.

Daten über Nacht zeigten, dass die chinesische Wirtschaft am langsamsten seit der Finanzkrise wuchs, was die chinesischen Aktien umgehend in die Tiefe riß, wobei der CSI 300 in der Spitze 1,1% verlor. Ein Wachstum von 6,5% und eine Industrieproduktion von 5,8% bestätigen die Befürchtungen der Investoren, dass die chinesische Wirtschaft unter dem Druck des anhaltenden Handelskrieges und der Risikoreduzierung der Wirtschaft zu kämpfen hat.

Unterstützende Worte von hochrangigen chinesischen Finanzbeamten, die weitere Lockerungsmaßnahmen versprachen, reichten aber aus, um die Schnäppchenjäger zu einem Wiedereinstieg zu ermutigen, was den chinesischen Aktienmarkt wieder nach oben zog.

Die Aussichten für die chinesische Wirtschaft sind nach wie vor besorgniserregend. Es wird erwartet, dass die Auswirkungen der Handelszölle erst im vierten Quartal 2018 und im Jahr 2019 vollständig spürbar werden. Dann braucht es mehr als nur ein paar beruhigende Worte, um die Anleger bei Laune zu halten, dann sind ernsthafte Maßnahmen zur Stabilisierung der Wirtschaft erforderlich.

Abgesehen von China übernahmen die Märkte in ganz Asien die schwachen Vorgaben der Wall Street und fielen während der gesamten Sitzung. Die Kombination aus chinesischen Wachstumsproblemen, Handelsspannungen und Ängsten vor höheren US-Zinsen erwies sich als toxisch für die Stimmung der Anleger. Auch die europäischen Börsen deuten auf einen schwächeren Start hin. Der FTSE scheint sich gegen den Trend zu stemmen und eröffnet höher. Der FTSE MIB ist ein deutlicher Verlierer.


 

Euro unter Druck, da Brüssel italienischen Haushalt kritisiert
Der Euro bewegte sich gegenüber dem Dollar auf einem Einmonatstief, da die italienischen Ausgabenpläne wieder im Vordergrund standen. Die Kritik der Europäischen Kommission an dem italienischen Haushaltsentwurf macht auf den schweren Verstoß gegen die Vorschriften der Europäischen Union aufmerksam. Damit kann es zu einer Kraftprobe zwischen Rom und Brüssel kommen, was die Investoren verunsichert.

Allerdings hat Brüssel nur eine begrenzte Macht in dieser beispiellosen Situation, so dass das Ergebnis umso unsicherer ist.

Pfund unbeeindruckt von Brexit-Verschiebung
Das Pfund erlebte seine schlechteste Sitzung seit einem Monat, da die politischen Spannungen in Westminster zunehmen. Theresa May wird von beiden Seiten der Brexit-Lager angegriffen, da sie eine Verlängerung der Übergangszeit nach dem Brexit in Betracht zieht, um den Brexit-Gesprächen mehr Zeit zu geben.

Durch die Verlängerung des Übergangsabkommens würde sie dem Vereinigten Königreich mehr Zeit geben, um ein Handelsabkommen nach dem Brexit abzuschließen, wodurch ein Backup-Plan vermieden wird. Sowohl Brexit-Befürworter wie auch Gegner stimmen darin überein, dass dies nach einem weiteren Versuch aussieht, die Sache aussitzen zu wollen; selbst das Pfund war unbeeindruckt.

 

 

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